Jetzt wird alles gut

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„Es ist Zeit, reinen Tisch zu machen." flüsterte Andy, als er sich zu mir auf das Bett gesetzt und seine Stirn an meine gelegt hatte.
„Ich hätte dir von Anfang an von der Schwangerschaft erzählen sollen. Doch ich hatte Angst vor deiner Reaktion. Hätte ich gewusst, wie du darüber denkst..." hauchte, ich wurde jedoch von Andreas sanft unterbrochen in dem er mich leidenschaftlich küsste. Kurz von mir abließ, seinen Zeigefinger an meine Lippen legte und ein leies „Shhhhh" von sich gab.
„Ich meine nicht dich. Sternchen du hast nichts falsch gemacht. Ich bin derjenige der sich rechtfertigen muss." Andy legte vorsichtig, seine Hand an meine Wange in die ich mich sofort schmiegte.
„Ich denke ich sollte von vorne beginnen, an dem Tag an dem Simon plötzlich bei uns in der Halle stand. Weiß Gott, wie er dort rein gekommen ist. Draußen war es schon dunkel und ich war der einzige noch Anwesende. Hatte mich irgendwie in der Arbeit verloren, so wie immer." Dabei lachte er kurz auf, ehe er die Geschichte fortsetzte, „Kurz zusammen gefasst, er hat mich bedroht. Entweder es würde keine Ehrlich Brothers mehr geben und du wärst damit in Sicherheit, oder die Ehrlich Brothers würden weiter existieren und dir würde etwas schlimmes passieren. Für mich war natürlich von Anfang an klar, wie ich mich entscheiden würde. Aber ich musste meinen Bruder ebenfalls überreden. Simon gab mir ein paar Tage dies zu tun unter der Voraussetzung dir davon kein Sterbenswörtchen zu erzählen. Sonst... Sonst..." Andy Atem wurde schwer und er schluckte während er versuchte die richtigen Worte zu finden.
„Sonst hätte er dir etwas angetan...
Er hat mir Fotos gezeigt, er verfolgt dich schon seit Wochen! Und ich habe es nicht bemerkt. Schließlich habe ich mit Chris gesprochen, ich musste ihn nicht mal überrede, er war sofort damit einverstanden.
Natürlich ist es noch nicht offiziell. In ein paar Tagen haben wir einen Pressetermin. Es wird nicht leicht werden, aber ich tue das Richtige. Ich mache es für dich, für mich und für uns, damit wir endlich glücklich werden können."
Ich hatte Andreas die ganze Zeit still beobachtet und zu meiner Verwunderung stahl sich ein Lächeln auf mein Gesicht, weswegen mich Andy fragend musterte.
„Ich muss sofort zu Frederick." sagte ich aufgeregt und wollte bereits aufspringen, doch Andreas drückte mich sanft zurück ins Bett.
„Das ist deine einzige Antwort auf das, was ich soeben gesagt habe?" fragte er und blickte mich verwirrt an. „Bitte klär mich auf."
„Du hast mir soeben, die letzten Beweise geliefert, um Simon vor Gericht bringen zu können. Ihr habt doch Kameras in und an der Halle!? Außerdem kannst du den Pressetermin absagen. Ihr werdet, die Ehrlich Brothers, ihr werdet euch nicht aufgeben. Also wenn du mich nicht aus dem Bett läßt, wärst du so freundlich und würdest Freddy für mich holen. Ich brauche ihn für meinen Plan." schmunzelte ich und scheuchte Andy mit einem „Na los, worauf wartest du!?" aus dem Zimmer.
Es dauerte nicht lange, als er mit guten Neuigkeiten, erneut das Zimmer betrat und sich zu mir auf das Bett setzte.
„Frederick, kommt so schnell wie möglich." seufzte er und wirkte dabei sichtlich erleichtert.
„Das ist gut." lächelte ich und schmiegte mich erschöpft an Andy, hauchte ein „Ich liebe dich." ehe ich im Reich der Träume versunken war und wenig später von einer mir allzu bekannten Stimme geweckt wurde.
„Es ist gut, daß Sophia drauf bestanden hat mich zu holen. Du weißt gar nicht, wie gut die Chancen für uns nun vor Gericht stehen." sagte Freddy zu Andy. „Hätte ich das vorher gewusst... Es war dumm von mir, ich hätte gleich zur Polizei gehen sollen. Aber ich hatte doch solche Angst um sie." flüsterte dieser.
„Andreas du darfst dir keine Vorwürfe machen. Wir alle wissen, wie gefährlich und hinterhältig Simon sein kann." Frederick drückte dabei leicht Andys Schulter und lächelte mir entgegen, als er bemerkte das ich bereits wach war.
„Jetzt wird alles gut, du wirst schon sehen."

By your side || EhrlichBrothersWo Geschichten leben. Entdecke jetzt