Nachdem sich alle drei Jungs nach und nach zu mir in die Küche gesellten, konnten wir endlich mit dem Teig der Pizza starten. Zu meinem Erstaunen war diese ziemlich schnell im Ofen, weshalb ich mich ans Tischdecken machen konnte. Während Andreas, die immer noch im Land der Träume schwebende Emilia, aufwecken wollte, damit sie bis zum Essen zumindest wach genug war, um ein paar Bisse herunter zu bekommen. „Na Jungs schon ne Idee wir ihr euch die zwanzig Minuten, bis das Essen fertig ist, beschäftigen wollt?" fragte ich an Max und Konstantin gewandt. „Eigentlich hatten wir gehofft, dass... ach egal." Max, Andreas ältester Sohn, unterbrach sich selbst. „Was hattet ihr gehofft?" bohrte ich nach und zog dabei meine Augenbrauen leicht nach oben, da ich in Wahrheit bereits wusste auf was Max hinauswollte, „Egal, Papa hat es uns eh verboten, besonders in Gärten von anderen Leuten, nachdem wir schon mal das Fenster von Onkel Chris's Auto eingeschossen haben." flüsterte er, woraufhin ich bei der Vorstellung in schallendes Gelächter ausbrach, „Chris liebt sein Auto, du kannst dir sicherlich vorstellen, dass er richtig ausgeflippt ist." sagte Andreas, als er mit einer noch ziemlich verschlafen wirkenden Em ins Zimmer kam. „Sorry, dass ich das jetzt sage und mich somit gegen dich Stelle, aber natürlich dürfen die Jungs in meinem Garten Fußball spielen. Ich war damals auch nicht besser, als die beiden hier, ob du's glaubst oder nicht." kicherte ich und strubbelte Konstantin dabei einmal durchs hellbraune Haar. „Ich hab einmal das Küchenfenster meiner Oma eingeschossen und dabei den Kuchen, der auf der Küchenzeile stand, gleich mit weg gefegt." Andreas musste sich sichtlich das Lachen verkneifen, „So wild kenne ich dich ja nicht." brachte er schließlich hinter zusammengebissenen Zähnen hervor, „Aber trotzdem Jungs, Fußball spielen ist bei Lia verboten." sagte er und hob dabei mahnend seinem Zeigefinger, „Ich möchte nämlich das ihr schönes Haus auch noch, nachdem ihr zwei Chaoten hier durch gewütet seit, immer noch steht." „Bitte sei nicht so streng mit den Beiden, sie sind Kinder und wollen ihren Spaß." sagte ich und ging dabei ein paar Schritte auf Andreas zu, bis ich genau vor ihm stand und zu ihm hochschaute, er senkte seinen Kopf, sodass sich unsere Lippen trafen. Natürlich diente das alles nur der Ablenkung, den hinter meinem Rücken wies ich Max und Konstantin an die Flucht zu ergreifen. Kurz löste ich mich von Andy, nur um ein kurzes „Ein Ball liegt irgendwo im Garten." hinterher zu rufen. „Hey, das ist nicht nett von dir mir einfach in den Rücken zufallen. Aber du kannst es bei mir natürlich auch wieder gut machen." hauchte Andreas, der mittlerweile meine Hüfte umfasst und seine Stirn auf meine gelegt hatte. „Das hättest du wohl gerne." lachte ich, wand mich aus seiner Umarmung und flüchtete vor ihm hinter mein Sofa. Doch Andreas lies nicht locker, da her hinter mir her rannte. Als er mich fast erreichte, sprang ich über das Möbelstück, rannte zu Em, die noch total verwirrt im Türrahmen stand und hob sie auf den Arm, nur um irgendwie mit ihr ins Schlafzimmer zu gelangen. Gerade als ich die Kleine wohlbehalten abgesetzt hatte, bekam mich Andreas in die Finger und kitzelte mich kräftig durch. Leider war er viel zu kräftig sodass jeder meiner Befreiungsversuche ohne Erfolg blieb. Erst das Piepen, dass aus der Küche ein deutliches Signal gab, dass die Pizza fertig war, erlöste mich. Mit einem erleichternden Seufzer und tiefen durchatmen, sodass sich wieder Luft in meine Lungen pumpte, sank ich zu Boden. „Das mein Lieber, gibt Rache." sagte ich und rappelte mich vom Boden auf, um die Pizza aus dem Ofen zu holen, bevor sie noch ganz schwarz werden würde.
Die Jungs saßen zu meiner Überraschung schön brav am Esstisch, „Mmh, entweder ihr habt was angestellt oder ihr beide seit kleine Engelchen." stellte ich mit einem schmunzeln fest. „Nein, wir haben nur auf die Uhr geschaut." versicherte mir Andreas jüngster und angelte sich ein großes Pizzastück „Ach, ihr beide seit mir auf jeden Fall noch etwas schuldig." flüsterte ich, da Andy, der sich noch nicht im Raum befand, das folgende auf gar keinen Umständen hören durfte. „Ich wüsste da auch schon etwas." fügte ich noch geheimnisvoll hinzu, den wer war für meine Rache besser als Komplizen geeignet, als die beiden.
Mit einer Handbewegung wies ich Andreas Söhne an, näher zu kommen, sodass wir unsere Köpfe aneinander steckten und ich die beiden in meinen Plan einweihte. So glimpflich würde Andy da nicht davonkommen.
Ich hoffe ich hab euch mit diesem Kapitel ein Schmunzeln auf eure Lippen gezaubert❤️✨
Danke magic_firebird_siri für die zwei tollen Bilder🙈
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By your side || EhrlichBrothers
Fanfiction„Ich werde immer an deiner Seite sein, vergiss das nicht." sagte Andreas, ehe er mich alleine zurück ließ.
