Get ready with me

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Als wir gestern Abend heimgekommen sind, bin ich totmüde ins Bett gefallen und hatte mich am nächsten morgen nur schwer aus diesem gequält.
Wie immer pünktlich beträgt ich das Büro, doch von Marc fehlte jede Spur, was mich etwas verwunderte, da er sonst meistens der erste in der Kanzlei war. „Marc, wo bist du?" schrie ich durch den Flur, doch auf eine Antwort wartete ich vergebens. Nachdem ich schließlich den Anrufbeantworter abgehört hatte, war mir auch bewusst, dass er wohl nach dem Vorfall von Freitag, nicht mehr so schnell hier erscheinen würde, da er sich nämlich für die ganze kommende Woche krankgemeldet hatte. „Verdamm, das kann doch nicht war sein." fluchte ich leise vor mich hin, ich würde das alles nie im Leben alleine schaffen. Verzweifelt raufte ich mir die Haare, ich musste wohl oder übel Andreas für heute Abend absagen.
„Hey Becks, ich hab ein Riesen Problemen." sagte ich etwas traurig ins Telefon, „Was ist den passiert?" fragte diese besorgt, „Marc hat sich krankgemeldet und ich bin hier quasi alleine, deshalb schaffe ich es nicht vor einundzwanzig Uhr nachhause." seufzte ich in mein Handy. „Hörst du, dass wird schon, ich komme einfach vorbei und helf dir ein bisschen, glaub mir für Telefonate und Terminvereinbarungen bin ich genau richtig." sagte sie motiviert, „und mach dir wegen Andy keinen Kopf, das Date heute Abend steht und du wirst dort auch hingehen.", „Danke du bist echt die beste." lächelte ich, während Rebecca sich mit einem, „Ich bin in zwanzig Minuten da." verabschiedete und auflegte. Seufzend machte ich mich schließlich an die Arbeit, „Ich bin dir echt was schuldig." sagte ich und umarmte wenig später meine beste Freundin, „Nein, dafür nicht, dass mach ich doch selbstverständlich." zwinkerte sie mir zu, ehe sie sich an den Platz hinterm Dresen setzte und keine fünf Minuten später, bereits den ersten Anruf entgegennahm.
„Lia, ich denke du hast genug gearbeitet, ich möchte dich nämlich noch etwas schick machen, oder willst du lieber ungeschminkt und in schlapperklamotten zu deinem Date?" fragte meine beste Freundin mich, als sie sich vor meinen Schreibtisch stellte und ihre Hände in die Hüfte stemmte. Mit einem „Ja da hast du wohl recht." stimmte ich ihr zu, räumte schnell alle Sachen an ihren ursprünglichen platz, stand dann auf und velies zusammen mit Becks die Kanzlei.
Die erste Amtshandlung meiner besten Freundin, als wir zuhause angekommen waren war, dass sie den Spiegel meines Schminktisches abdeckte. „So und nun lass uns Andreas Ehrlich, den weltberühmten Magier verzaubern." sagte sie geheimnisvoll und machte dabei die gleiche zaubergeste, die Chris damals in München auf der Bühne gemacht hatte. Allein der mir gebotene Anblick brachte mich zum lachen, woraufhin Becks mit einstieg. „Vertrau mir, wenn da heute Abend nichts laufen wird dann weiß ich auch nicht mehr weiter." zwinkerte sie mir, mit einem nicht ganz deutbaren Lächeln auf den Lippen, zu.
„Et voila." sagte sie, als sie das Handtuch vom Spiegel riss und mir somit nach einer langen Stunde den ersten Blick auf ihr Werk ermöglichte.  Meine Augen hatte sie decent geschminkt, während sie dafür meine vollen Lippen mit einem dunkelroten Lippenstift betonte, meine gelockten Haare vervollständigen dabei das Gesamtbild. „Danke, Danke, Danke" quiekte ich und viel ihr dabei um den Hals. „Das ist echt schön geworden." freute ich mich, „Nichts zu danken, es freut mich echt dich wieder glücklich zu sehen." sagte sie und drückte mir dabei meine Klamotten in die Hand. „Ziehst du die bitte noch an, weil ich möchte noch ein Bild machen."

„Ich glaub es war doch keine so gute Idee

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„Ich glaub es war doch keine so gute Idee." ich lief auf und ab, meine Nervosität machte mir echt zu schaffen, „Lia, ein und ausatmen, dass schaffst du schon." versuchte mich Rebecca ein wenig zu beruhigen, machte es aber damit nur noch schlimmer. „Was ist wenn ich es nicht schaffe, mein letztes Date ist Jahre her und was ist wenn ich irgendetwas falsch mache? Ich will ihn nicht verlieren nicht schon wieder." seufzte ich panisch. Meine beste Freundin tat einen Schritt auf mich zu und nahm meine zitternde Hände in ihre, „Schau mich an." befahl sie mir, „ich kann deine Sorgen verstehen, aber du musst dich beruhigen, Andreas wird jeden Moment hier sein." „Das beruhigt mich auf jeden Fall." sagte ich mit einem ironischen Unterton und setzte meinen Gang durchs Wohnzimmer fort. „1...2...3...4...5...6" gedanklich zählte ich jeden meiner Schritte um mich wenigstens ein bisschen abzulenken, was auch tatsächlich klappte mein Puls wurde spürbar niedriger, bis zu dem einen Moment, an dem es an der Tür klingelte.

By your side || EhrlichBrothersWo Geschichten leben. Entdecke jetzt