Eine tiefe Traurigkeit

1.3K 173 42
                                        

Hello,

3 Kapitel innerhalb von 3 Tagen? Ich kann es auch kaum fassen. Keine Ahnung woran das liegt, vielleicht weil ich die Story unbedingt beenden will🤭

All the Love ~ L xx

《♡》

Pov. Niall

Ein unzufrieder Laut verlässt meinen Mund, als ich kalte Hände an meinem Oberarm spüre und leicht geschüttelt werde. Um die Hände von mir zu lösen, drehe ich mich auf meinen Rücken. Ich schließe meinen Mund und stelle unzufrieden fest, wie ausgetrocknet er ist.

Die Hände verschwinden nur kurz, bevor sie wieder an meinem Oberarm sind. Genervt schlage ich sie weg und habe dieses Mal sogar ein bisschen länger Ruhe, bevor mich ein Kissen direkt in meinem Gesicht trifft.

Empört schlage ich meine Augen auf und ziehe mir das Kissen von meinem Gesicht, nur um das breite Grinsen von Louis zu sehen. Kichernd hält er sich seine Hand vor den Mund. Seine Haare sind noch ganz durcheinander und sein T-Shirt sitzt verzogen an seinem Körper, doch seine Augen sind hellwach. Sie strahlen mich an wie die Sonne, die bestimmt schon seit Stunden oben am Himmel steht und nur darauf wartet, dass ich endlich aufstehe.

Wie macht er das bloß?

Wenn ich gerade aufgewacht bin, sehen meine Augen alles andere als hellwach aus.

"Wieso hast du mich geweckt?" ,frage ich müde und schließe dabei meine Augen, was Louis so gar nicht passt. Erneut bekomme ich ein Kissen in das Gesicht geworfen.

Schmollend sieht er mich an, als ich das Kissen auf den Zimmerboden werfe. Nochmal lass ich das nicht mit mir machen.

"Ich bin aufgewacht und mir war langweilig" ,erklärt Louis schlicht und sieht mich abwartend an. Er kniet neben mir im Bett, seine Hände hat er im Schoß gefalten und legt seinen Kopf schief. Louis hatte schon immer die Angewohnheit an der Wand zu schlafen, weshalb ich vorlieb mit der Bettkante nehmen musste. Bisher hat mich das allerdings nie gestört. Ich habe mich daran gewöhnt, es ist eine Sache, eine Tradition, die wir immer so machen, wenn wir zusammen in einem Bett schlafen. Es hat etwas tröstliches. Es erinnert mich an unsere Kindheit. Damals haben wir fast jede Nacht in einem Bett verbracht. Es ist einfach schön Jemanden neben sich zu spüren. Man fühlt sich weniger allein.

Seit der Sache mit Harry und unserer Versöhnung besteht Louis darauf, dass wir zusammen in einem Bett schlafen. Er sagt, er bräuchte jetzt meine Unterstützung, um über ihn wegzukommen, allerdings glaube ich, dass das hier viel mehr ein verzweifelter Versuch ist an Harry festzuhalten.

Er vermisst ihn. Er vermisst ihren Körperkontakt, ihre Nähe. Er vermisst alles an ihm.

Auch wenn er es vielleicht leugnet, mir kann er nichts vor machen. Ich kenne ihn und ich weiß, dass er sich Nachts vorstellt er würde neben Harry und nicht mir liegen.

Etwas hartes trifft mich an meinem Bauch, weshalb ein gequälter Laut meinen Mund verlässt und ich mir meine schmerzende Stelle halte. Natürlich ist Louis wieder der Übeltäter, dieses Mal ist sein Komplize allerdings Mister Stinkefuß mit dem er mich ziemlich fest geschlagen hat.

"Nicht Tagträumen, unterhalte mich" ,verlangt Louis, weshalb ich meine Augen verdrehe.

Langsam wird dieses unterhalten anstrengend. Louis braucht seit dem Harry-Vorfall konstantes Entertainment. Er möchte keinen ruhigen Moment haben, in den er an Harry denken konnte. Das Problem hierbei ist nur, dass er verdammt schlecht darin ist, sich selbst zu unterhalten, weshalb er mich ziemlich auf Trapp hält.

"Später" ,signalisiere ich ihm und rolle mich wieder auf die Seite zur Bettkante hin.

Zuerst denke ich, dass ich meine Ruhe habe, aber natürlich macht Louis mir wieder einmal einen Strich durch die Rechnung.

Love with Lies || LarryGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt