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Leibesvisitation

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Während ich in meinem Wagen warte, verabschiedet sich Harry bei seinem Freund. Ungeduldig wippt mein Fuß auf und ab und ich scanne mein Aussehen im Rückspiegel.
Mache ich das hier gerade wirklich?
"Darf man mit zwei Gläsern Scotch noch Autofahren?", werde ich aus meinen Gedanken gerissen, als sich der Lockenkopf neben mir auf den Beifahrersitz fallen lässt. "Ich habe mein zweites Glas nicht ausgetrunken."
Null Promille werde ich nicht haben, aber ich bin auch nicht in dem Bereich, in dem ich eine Straftat begehen würde.
Während der Autofahrt reden wir kein Wort. Die Luft im Auto ist dick und das Knistern kaum zum Aushalten. Ich fahre schneller, als erlaubt, doch das ist mir in diesem Moment mehr als egal. Das Einzige, was ich will, ist, so schnell wie möglich bei meiner Wohnung anzukommen und dann diesem Mann die Klamotten vom Leib reißen.
Zehn endlos wirkende Minuten später parke ich meinen Wagen auf meinem Parkplatz und springe fast schon aus meinem Wagen. Der Lockenkopf tut es mir gleich, ehe sich unsere Blicke begegnen und ich schnellen Schrittes das Auto umrunde und den attraktiven Mann gegen die Beifahrertür drücke und seine Lippen in Beschlag nehme.
Irgendwie schaffen wir es in meine Wohnung, auch wenn ich noch nie so lange in den dritten Stock gebraucht habe. Das Hemd des Lockenkopfs ist mittlerweile geöffnet, legt seine Brust frei und offenbart mir eine Menge Tätowierungen. Ein Merkmal, welches ihn noch heißer erscheinen lässt.
Meine Wohnungstür knallt mit einem lauten Scheppern in die Angeln und als wenn das der Startschuss gewesen wäre, kann uns nun nichts mehr halten.
Wir torkeln in das Schlafzimmer, wo ich den heißen Mann vor mir auf das Bett drücke und mich sofort über ihn beuge. Seine Hände ergreifen den Saum meines T-Shirts, ziehen es mir über den Kopf und es landet irgendwo neben meinem Bett. Harrys Blick gleitet über meinen Oberkörper, ein Grinsen erscheint. "Nicht schlecht, Officer."
Lachend schüttele ich meinen Kopf, lege meine Hand beherzt in seinen Schritt und bekomme ein unterdrücktes Stöhnen als Antwort. "Beginnen wir mit der Leibesvisitation".

Laut stöhnend wirft er den Kopf in den Nacken, meine eine Hand in seinen Haaren, die andere auf seinem wohlgeformten Prachtexemplar von Hintern. Er streckt seinen Rücken durch, während seine Arme nachgeben und er mit der Brust auf der Matratze landet. Immer wieder küsse ich seinen Rücken, die Stelle zwischen seinen Schulterblättern, während ich nicht an mich halten kann und nicht gerade sanft in ihn stoße.
Es scheint den Lockenkopf allerdings nicht zu stören. Im Gegenteil. Immer wieder kommt er mir entgegen, entlockt mir damit ebenfalls ein lautes Stöhnen und versetzt mich damit in einen heftigen Rausch. 
Schweiß bedeckt unsere Körper, die Luft im Raum scheint aufgebraucht zu sein und dennoch scheint das hier kein Ende zu nehmen. Dieser Mann ist Sex pur und das lasse ich ihn deutlich spüren.
Wir wechseln unsere Position, drehen uns und ich lehne meinen Rücken gegen das Kopfteil meines Bettes. Mit verschleierten Blick lässt sich der heiße Mann vor mir auf meinem Schoß nieder, nimmt mich in sich auf und erneut müssen wir beide aufstöhnen.
"Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich nur Sex mit Polizisten", keucht er, krallt seine Finger in meine Schultern und beginnt sich zu bewegen. Meine Hände legen sich auf seine Hüften, unterstützten seine Bewegungen und das allbekannte Ziehen macht sich in meinem Unterleib breit.
Der Lockenkopf bewegt sich gekonnt, weiß, was er tut und es dauert nicht mehr lange, da kann ich es nicht mehr zurückhalten. Stöhnend lasse ich meinen Kopf gegen das Kopfteil meines Bettes fallen, kralle meine Finger tief in seine Haut und lasse den Höhepunkt über mich einbrechen. Harry bewegt sich weiter, kostet meinen Orgasmus vollkommen aus, bis auch er schlussendlich stöhnend über mir zusammensackt und seine Stirn auf meiner Schulter landet.
Sein Körper beginnt zu zittern und augenblicklich wird er enger um mich herum. Das Nachbeben hält einige Sekunden, ich schlinge meine Arme um ihn und versuche Luft zu bekommen. 

Scheiße, war das gut.

Wir verweilen einen Moment in dieser Position, versuchen ruhiger zu atmen. Dann küsst er mich. Sanft und beinahe vorsichtig legen sich seine Lippen auf meine und ich erwidere diesen Kuss sofort. Der Kuss ist ruhig, lässt uns beide herunterkommen und als sich unsere Lippen erneut voneinander trennen, entfernt sich der Lockenkopf langsam von mir.
Mit weichen Beinen stehe ich auf, verschwinde in das Badezimmer und entferne das Kondom und die Spuren auf meinem Oberkörper, ehe ich ein feuchtes Handtuch nehme und damit zurück in das Schlafzimmer gehe. Dankend greift Harry nach dem Handtuch, wischt sich die Überbleibsel seines Höhepunkts vom Bauch. Das Handtuch landet neben meinem Shirt, dann lassen wir uns beide zurück in die Kissen fallen.

"Das war die beste Leibesvisitation, die ich jemals durchgeführt habe", gestehe ich schmunzelnd, ziehe die Bettdecke über uns und drehe mich etwas auf die Seite, damit ich den Mann neben mir ansehen kann. Ein Grinsen ziert seine geschwollenen Lippen. "Ich hatte zwar noch nie eine Leibesvisitation, aber wenn die immer so ablaufen, dann werde ich vermutlich kriminell."

Kurz lache ich auf, verbinde unsere Lippen dann doch erneut zu einem Kuss.

Der Kunsthändler Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt