~Loki
Loki schrie sich die Seele aus dem Leib, als die junge Agentin weit genug entfernt war. Der Schrei war gefüllt mit all dem Hass, dem Schmerz und der Wut auf sich, auf sie, auf alle.
Was hatte er nur getan? Warum hatte er sie so verletzt, warum bei allen Göttern?!
Loki wollte etwas zerstören, er wollte in den Abgrund vor ihm springen, er wollte Emilia hinterherrennen. Doch dann würde er sie nur wieder verärgern, ihr wehtun denn das war das einzige, was er konnte. Es war besser, wenn sie ging.
Aber sie hatte keine Ahnung, wie sie zum Palast und zum Bifröst kommen sollte, doch wenn Loki ihr folgte, würde sie ihn wieder abweisen. Sie hatte es selbst gesagt. Sie würde lieber demütig kniend vor Odin liegen, als weiter in seiner Nähe zu sein.
Der Gott hatte das verdient. Er hatte ihr gesagt. sie sei wertvoll, nur um sie danach auszulachen und als untergeben zu strafen. Aber er hatte keine Ahnung, wie er mit der Situation umgehen sollte.
Sie war so in Gedanken versunken gewesen und dann wäre sie fast dort hineingelaufen, Loki hätte sie beinahe erneut verloren. Und dann war da noch der Kuss, diese Wärme in ihren Augen und das wohlige Gefühl in ihm selbst.
Aber es ging nicht. Sie sehnte sich nur nach ihrem Zuhause, brauchte ein wenig Zuneignung und Wärme. Sicher war ihr das selbst nicht bewusst, doch es musste so sein. Loki hatte ihr das gegeben für einen Moment, doch er durfte sich nicht einem Märchen hingeben.
Und so musste er Emilia mit sich zurück in die Realität reißen.
Aber wie konnte er nur so vollkommen boshaft zu ihr sein? Er hatte ihr davor gesagt, er würde sie nie wieder verlassen, das sie sich auf ihn verlassen könnte. Lügner wie er war, hatte er dies sofort gebrochen. Er hatte ihr in die Augen gesehen und den Schmerz erkannt, doch er hatte trotzdem weitergemacht.
Loki fiel ins Gras und schlug mit den Fäusten auf den Boden.
Er war unwürdig, er verdiente sie nicht und er war so verdorben, dass er dieser warmen Seele noch mehr Schmerz zugefügt hatte.
Boshaft, grausam, unwürdig, schlecht, ein Nichts, ein Bösewicht!
Loki war selbst in seiner eigenen Geschichte der Böse und nichts konnte das ändern. Er würde niemals ein so gutes Herz haben, wie Emilia und er würde niemals wieder ihre Lippen auf seinen spüren. Er würde nie wieder das Gefühl des wahren Friedens spüren.
Denn das hatte er, für einen Moment, als er sich ihr geöffnet und den Kuss erwidert hatte.
Aber der Frieden hasste Loki wohl genauso sehr, wie sie nun.
Er brüllte erneut, schlug solange auf den Boden ein, bis das Gras sich rot färbte und seine Knöchel knackten.
Du bist das wahre Monster
Loki sah zu dem Abgrund im Boden. Er war dort seit seiner Kindheit, seit er denken konnte.
Was brachte es noch, weiterzumachen? Emilia kannte sein wahres Wesen nun, Odin würde ihn nur wieder einsperren und einen anderen Ort gab es nicht.
Seine Hoffnung auf seine Magie hatte ihn gehalten, hatte ihn all das durchstehen lassen. Aber nun? Er würde Emilia erneut verletzen müssen, um an sie heranzukommen. Das konnte er nicht.
Das hatte er herausgefunden. Er wollte nie wieder diesen Ausdruck in ihren Augen sehen. Nie wieder. Eher...
Loki stand langsam auf und ging auf das Loch im Boden zu. Es war tief. Odin hatte ihm einmal gesagt, dass es bis zum Kern von Asgard führte und ein Eingang zur Magie dieses Königreiches wäre. Natürlich stimmte das nicht. Es war einfach nur ein Abgrund.
Der Gott des Schabernacks stand davor und sein Blick verschwamm. Er konnte es erneut versuchen. Er konnte Emilia hinerherrennen, ihre Hände nehmen und sie erneut küssen, dann würde er sich so lange entschuldigen, bis sie ihm vergab.
Aber selbst dann konnte es nichts werden. Es war unmöglich, er und sie. Er musste diese Fantasie loslassen.
Er konnte seine Magie haben. Er konnte ihr erneut wehtun und sie dabei vielleicht sogar umbringen. Und dann? Dann könnte er selbst nicht mehr weiterleben, nicht nach dem Moment, den er mit ihr zusammen gespürt hatte. Nicht nachdem er das Paradies gesehen und gefühlt hatte.
Also warum nicht jetzt gleich? Warum es nicht hier und jetzt beenden?
Feige wie er war, dachte er nur an sich selbst. Doch wen gab es sonst noch? Thor würde trauern, doch er würde es überstehen. Odin wäre es im besten Fall egal und seine Mutter...Seine Mutter würde ebenfalls trauern, doch sie hatte es auch geschafft, als Loki das erste Mal "gestorben" war.
Loki schluchzte auf. Er war so müde. Er war das alles hier leid.
Der Gott des Schabernacks schloss die Augen und ließ sich fallen...
Zwei starke Arme ergriffen ihn von oben und warfen ihn hart zurück auf den festen Boden. Loki zischte auf und spürte das Gras in seinen vom Blut nassen Händen.
Er sah hoch und blickte in Thors schreckensgeweitete Augen. Dann fing sein Bruder, Thor, Gott des Donners, Träger von Mjölnir und Prinz von Asgard an zu weinen und nahm seinen kleinen Bruder in die Arme.
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Welcome back or should I say, welcome in 2025!
Zwei etwas...traurigere Kapitel, wenn man es so nennen kann, damit ihr gleich schön ins neue Jahr startet :)
Okay, I'm sorry, aber ich hoffe, dass ihr trotzdem gut reingekommen seid.
Bye amigos <3
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𝐒𝐡𝐨𝐰 𝐦𝐞 𝐲𝐨𝐮𝐫 𝐝𝐞𝐦𝐨𝐧𝐬 | 𝐋𝐨𝐤𝐢 𝐅𝐅
FanfictionLoki wird nach seinen Verbrechen wieder nach Mitgard geschickt, um dort ohne seine Magie sein restliches Leben zu verbringen und mit den Folgen seines Handelns leben zu müssen. Dabei hat der Gott des Schabernacks noch mit den Folgen der Gedankenkont...
