Vorab: Die alten, also die ursprünglichen Kapitel des Endes werden zu "Alternative" umbenannt. Ich möchte sie nicht löschen, allerdings auch keine Verwirrung stiften. Dieser neue Teil hier ist das aktuelle Ende von "This One" und leitet gleichzeitig in den dritten, neuen Teil der Reihe ein :)
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Harry zittert vor Wut. „Komm." befielt er und wir verlassen unser Gemach wieder. „Wo ist Steven?" fragt er die erst beste Person, die uns über den Weg läuft. Es ist ein Stallbursche, der antwortet, er sei draußen auf dem Hof.
„Steven!" Harry geht mit schnellen, großen Schritten auf seinen Sicherheitschef zu. „Mein Handy." - „Ach ja." lächelt dieser Scheinheilig und gibt es ihm. „Jetzt ist es ja sowieso draußen." meint er. Einige seiner Kollegen stehen hier auch, umso besser. Oder?
„Harry.. was ist, wenn es nicht nur er war?" frage ich leise. „Wenn wer was war?" fragt Steven verwirrt und Harry verdreht die Augen. „Oh bitte. Du hast doch alles getan, damit ich Harper heirate." - „Entschuldigt, Eure Hoheit, aber -" - „Oh bitte. Du hast mir gesagt, du gibst Harry Bescheid, dass ich da bin. Du hast mir gesagt, er hätte die Bilder hochgeladen und du warst es auch, der mir von seinem Handy die Nachricht geschickt hat, dass er mich Weihnachten nicht bei sich haben will!" unterbreche ich ihn angepisst. „Du hast mir gesagt, Louis würde es nicht mehr aushalten, er hätte geschrieben, dass es ihm doch zu viel würde." zornig sieht Harry ihn an.
„Du hast mich hintergangen, meine Sicherheit aufs Spiel gesetzt, indem du der Presse in Portland mitgeteilt hast, wo ich bin, du hast mir Post unterschlagen und Nacktbilder von Louis und mir auf Twitter hochgeladen." - „Eure Hoheit, ich würde doch niemals -" - „Wusstest du davon, Jimmy?" fragt Harry den anderen Mann dann, aber dieser schüttelt entsetzt den Kopf. „Nein, Eure Hoheit, ich hatte keine Ahnung." - „Dann macht es dir sicherlich auch nichts aus, ihn in Gewahrsam zu nehmen, er stellt gerade eine akute Gefahr für mich und Louis da." Steven geht einige Schritte rückwärts. „Bitte? Mich in Gewahrsam nehmen?! Ich wollte Euch nur vor einem Fehler bewahren! Ein schwuler König! Wo soll das hinführen? Wo soll unser Land enden?! Harper wäre eine gute Braut gewesen!" - „Ist kein Objekt!" feuert Harry zurück. „Sie ist meine beste Freundin!" - „Und dieser Amerikaner!" Abwertend sieht er mich an, wird inzwischen aber von drei Männern festgehalten. „Abschaum! So etwas gehört nicht an den Königshof!" spuckt er.
Früher hätte ich mir Gedanken darüber gemacht, vor nur ein paar Wochen hätte ich mir wohl den Kopf darüber zerbrochen, dass ich hier nicht rein passe. Jetzt weiß ich es, aber jetzt ist es mir auch ziemlich egal, da ich für diesen Preis an Harrys Seite bleiben kann.
„Hab ein bisschen mehr Respekt vor deinem zukünftigen König." sagt Harry trocken. „Ich will, dass er mir aus den Augen verschwindet. Und ich will, dass die ganze Wahrheit gesagt wird." meint er gerade heraus und wendet sich zu mir. „Kannst du Zayn, Vicky und Trevor und all die anderen anrufen? Ich möchte, dass wir ein für alle Mal klar stellen, was passiert ist." bittet er mich, aber ich sehe, dass er mich gleichzeitig nach meiner Zustimmung fragt. Er wird das hier nicht tun, wenn ich es nicht möchte.
Aber ich nicke sofort. „Natürlich. Mache ich gleich, okay?" Er nickt lächelt und küsst mich sanft. „Du bist perfekt, du gehört genau hier hin, lass dir bitte nichts anderes einreden." - „Meinst du wirklich, sonst wäre ich in deine Hochzeit geplatzt?" lache ich und nun grinst er auch. Dann fällt mein Lächeln irgendwann. Wir sitzen inzwischen auf der Wiese zwischen den Pferden und eine Frage schwirrt mir schon durch den Kopf, seitdem Steven verhaftet wurde. Ich spiele mit seinen Fingern und Harry merkt natürlich, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Fragend sieht er mich an, durchbricht die Stille jedoch nicht.
„Hättest du ja, gesagt?" spreche ich es dann leise aus und traue mich nicht ihn anzusehen. „Ob ich -" - „Hättest du sie geheiratet, wenn ich keinen Einspruch erhoben hätte?" Harry atmet tief ein und wieder aus. Er schweigt für einen Moment und mir wird mein Herz schwer. Dann aber schüttelt er den Kopf. „Nein." Er sagt es mit fester, klarer Stimme; es ist die Wahrheit. „Ich habe da vorne die ganze Zeit darüber nachgedacht, ob ich nicht direkt einfach abhauen soll, oder ob ich bis zur der Frage warten soll. Ich habe so lange darüber nachgedacht, dass ich fast nicht mitbekommen habe, wie schnell die Zeit vergeht und dass die Hochzeit schon im vollem Gange war.
Aber nein, ich hätte sie nicht geheiratet und das wusste sie. Wir haben nicht wirklich darüber gesprochen, aber Harper meinte, als sie bei mir ankommen ist, dass sie weiß, dass ich es nicht kann und dass es das Richtige ist." erzählt er mir lächelnd. Dann schließt er kurz die Augen. „Louis... es tut mir ehrlich leid, wie beschissen das alles bis hierher gelaufen ist und -" - „Nein!" falle ich ihm sofort ins Wort. „Du musst dich doch nicht entschuldigen. Du konntest doch da nichts für! Du machst so viel für mich, Harry, denkst du wirklich, dass es nicht genug wäre?" Er zuckt mit einer Schulter und ich rutsche näher an ihn heran. „Harry, Schatz, du machst so viel mehr, als du bräuchtest, um mein Herz zu behalten. Ich liebe dich so sehr!" - „Louis.." sagt er leise, aber ich ersticke die folgenden Worte in einem liebevollen Kuss.
Der Rest des Tages ist erstaunlich ruhig. In der Theorie weiß ich, dass um uns herum die Hölle los ist, aber wir beide genießen die Zeit zu zweit. Ich habe das wirklich durchgezogen. Heilige Scheiße! Harry lässt mich vergessen, was wohl noch auf uns zukommen wird. Er schafft es mit Leichtigkeit, dass meine Aufmerksamkeit und meine Gedanken sich nur auf ihn fokussieren. Es ist genau das, was ich gerade brauche.
"Wir schaffen das schon", sagt er abends leise, als wir im Bett liegen. Er macht sich auch Gedanken, fast so laut, dass ich es hören kann. Ich nicke leicht. "Natürlich werden wir das schaffen." Er küsst mich. Wir müssen das schaffen. Was bleibt uns anderes übrig?
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This One
FanfictionFortsetzung von "Next One" Wir steigen aus dem Jet und sofort stürmen Fotografen auf Harry und mich zu. Ich klammere mich an seine Hand. Alles wird immer enger. So viele Menschen, es ist laut und voll. Mein Herz pumpt schnell und stark und ich spüre...
