Es fühlt sich an, als wäre er wieder ganz da.
Sein Gesicht den Gesichtszügen des Referendars, der fast sein Zwilling sein könnte.
Die Bilder, die ich in den Tiefen meiner Galerie wiedergefunden habe, von uns.
Sein Geruch in dem Deo einer Freundin, sein Name immer wieder, überall.
Und jetzt auch wieder seine Stimme.
Ich weiß nicht, woher, ich weiß nicht, warum.
Zuerst als sein Stöhnen, von Zeiten, als am Telefon Dinge tat, die ich hier nicht einmal aufschreiben möchte.
Dann als sein Zählen, wenn ich Panikattacken hatte und er mir helfen wollte, ruhig zu atmen.
Das als "Ich liebe dich", als all die anderen Worte, die er sagte, bis seine Stimme wieder ganz da war.
Und nun läuft sie wieder in meinem Kopf, zusammen mit den Bildern, den Gerüchen und dem Gefühl, er wäre wieder da, als würden sich die Erinnerungen wie ein Elefant wieder auf mich legen, so wie er es damals tat.
Stille ist unerträglich, denn in ihr höre ich seine Stimme am lautesten.
Dunkelheit ist unerträglich, denn in ihre sehe ich ihn wieder vor mir.
Und sogar dieselbe Verletzung, die damals nach der Trennung entstand - dieses Mal am anderen Bein und wegen der viel zu guten, menschlichen Kopie von ihm.
Ich habe das Gefühl, er verfolgt mich. Schleicht sich in mein Leben, taucht auf als Teile der verschiedensten Personen.
Und ich habe Angst, dass ich ihm niemals wieder werde entfliehen können.
~31.10.2025
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Gedankenwelt
RandomDies ist ein Einblick in all die Gedanken, die mich Tag täglich im Leben begleiten, und auch in ein paar Träume. !Achtung! !TW! Beschreibung von Selbstverletzung und Suizidgedanken in manchen Kapiteln! (sind einzeln gekennzeichnet) Teilweise Texte...
