I don't wanna be the girl who has to fill the silence
The quiet scares me 'cause it screams the truth
Please don't tell me that we had that conversation
'Cause I won't remember, save your breath
'Cause what's the use?
[Pink - Sober]
Die Stille zwischen ihnen war angespannt, beinahe schon greifbar. Sie war unangenehm und irgendwann hielt es Sergio nicht mehr aus. Er drehte sich etwas mehr zu Magdalena und musterte seine Freundin. „Wovor hast du Angst?", platzte er schliesslich raus und die junge Frau sah ihn an. Die Unsicherheit konnte er in ihrem Blick erkennen und er fragte sich, was mit ihr los war. Magdalena seufzte leise. Unlängst hämmerte ihr Herz wie verrückt gegen ihren Brustkorb. Sie wusste einfach nicht, wie sie Sergio ihre Gefühle erklären sollte. Sie ahnte, dass er sie nicht verstehen würde. Aber wenn sie es nicht probierte, würde sie es ja nie rausfinden. Tief atmete sie durch und versuchte, sich die Worte die sie sagen wollte, zurechtzulegen. „Sergio, ich...ich habe Angst, weil...was, wenn so etwas wie vor zwei Wochen noch einmal passiert?" Sie sah ihn wieder direkt an, dieses Mal erwartungsvoll, in der Hoffnung, er würde ihr eine Antwort geben, die sie akzeptieren konnte. Doch Sergio verstand seine Freundin in diesem Moment nicht. „Süsse, das war bestimmt nur ein einmaliger Vorfall. Diese Frauen waren doch betrunken. Mach dir doch keine Sorgen...", sagte er stattdessen und griff nach ihrer Hand. Magdalena zog ihre Hand langsam aus der seinen zurück und schüttelte den Kopf. „Ich kann einfach nicht, Sergio. Die Angst ist da und ich will nirgendwo hingehen wo ich mich nicht wohl fühle, verstehst du? Können wir...uns nicht einen gemütlichen Abend zu Hause machen?" Sergio seufzte – lauter als er eigentlich beabsichtigt hatte. „Warum, wenn wir endlich wieder mal auswärts essen gehen können? Dir geht's doch besser, oder?" Eindringlich sah er seine Freundin an. Diese rutschte mittlerweile etwas unruhig auf der Couch hin und her. Sie mochte es nicht, wenn er sie so ansah. Und wenn er so sprach. Sie war kein willenloses Püppchen mit dem er umspringen konnte wie er wollte. „Ich will nicht, Sergio", brachte sie es nun auf den Punkt. „Geh du von mir aus. Ich bleibe hier. Ich hab keine Lust, rauszugehen. Du weißt nicht wie das ist." Der Spanier schnaubte. Er konnte seine Freundin einfach nicht verstehen. Wenn es ihr besser ging, dann sprach doch nichts dagegen, essen zu gehen. Verstand sie denn nicht, dass er auf sie aufpassen würde? Mit ihm an ihrer Seite würde ihr niemals etwas passieren. Und genau das versuchte er ihr jetzt klarzumachen.
„Sergio, hör auf damit! Glaubst du, du kannst mich so überzeugen? Nun gut, du magst ja recht haben damit. Aber dieses unangenehme Gefühl wird trotzdem bleiben. Ich würde im Restaurant nichts essen können, ich würde mich ständig nur umschauen, ob mich jemand böse anguckt oder Anstalten macht, mir an die Kehle zu springen! Es macht keinen Sinn, jetzt auszugehen, Sergio. Warum verstehst du das nicht?" Fast schon verzweifelt sah Magdalena ihren Freund an. Mittlerweile waren sie beide aufgestanden. Ruhig auf der Couch zu sitzen, hätte beide nur noch mehr auf die Palme gebracht. Nun standen sie sich vor dem Sofa gegenüber und sahen sich an. Wieder sagte keiner von ihnen ein Wort, in der Hoffnung, der jeweils andere würde mit reden beginnen. Nach endlos erscheinenden Minuten seufzte Magdalena leise. „Keine Antwort ist auch eine Antwort", murmelte sie und drehte sich um, um das Wohnzimmer zu verlassen. Sie kam allerdings nicht weit, eine Hand fasste sie am Handgelenk und hielt sie so fest. „Lass mich los", fauchte sie Sergio an, doch dieser dachte nicht daran. Eigentlich wollte er sich nicht mit der Frau, die er liebte, streiten. Und doch war er nun dabei, gerade das zu tun. „Jetzt sei doch nicht so", versuchte Sergio, alles wieder in geregelte Bahnen zu lenken. „Ich...ich pass doch auf dich auf, du brauchst keine Angst zu haben." Doch Magdalenas Gesichtsausdruck veränderte sich nicht. Sie funkelte ihn an, ihr Herz raste wie verrückt und mit einem Mal wollte sie nur noch gehen. Denn anscheinend schien ihr Freund, den sie wirklich liebte, einfach nicht zu verstehen, worauf sie hinaus wollte und was sie fühlte. „Sergio, lass gut sein, ja? Ich...ich will nicht ausgehen. Du scheinst einfach nicht zu verstehen weshalb. Also, lass mich verdammt nochmal in Ruhe und wenn du unbedingt ausgehen willst, dann geh!" Mit diesen Worten entriss sich die junge Frau seinem Griff und ging in den Flur. Dort schnappte sie sich ihre Tasche und verliess Sergios Haus ohne einen Blick zurückzuwerfen.
DU LIEST GERADE
Bad Romance
FanfictionAls Magdalena Santiago auf Sergio Ramos trifft, beginnt eine leidenschaftliche Liebe. Doch die beiden sind grundverschieden, was häufig zu Streit führt. Und obwohl sie sich immer wieder versöhnen, gelangen sie irgendwann an den Punkt, wo sie festste...
