"Wa...", setzte der Braune an, aber der Alte schnitt ihm apruppt das Wort ab:
"Natürlich. Wie ihr wünscht, eure Hoheit." Doch der braune Hengst ließ sich nicht so leicht unterkriegen.
"Warum sollten wir das tun?? Sie hat von uns gestohlen und dafür den Tod verdient!"
Ilano antwortete ganz ruhig:
"Vielleicht sollte ich dich bestrafen...? Immerhin hast du eigenmächtig gehandelt und es gewagt dem Prinzen zu widersprechen. Höflich bist du im übrigen auch nicht gerade." Nun erkannte der Hengst seinen Fehler, allerdings war es schon zu spät.
"Nein... Nein... Bitte nicht...", wimmerte er.
"Kümmert euch um ihn, aber lasst ihn am Leben. Ich bin ja kein Unpferd." Er schaute dem Hengst bei diesen Worten direkt in die Augen. Die Hälfte der Wächter trabten bereits auf ihn zu und drängten ihn ein wenig von den anderen weg, tiefer in den Wald hinein.
Ilano schaute nun freundlich zu Nyria. Nicht so wie jemand, der gerade ein Pferd fast zu Tode verurteilt hat.
"Komm lass uns gehen." Er lief in die entgegengesetzte Richtung zum Schloss. Nyria folgte ihm zögernd. Warum sollte sich der Prinz um eine Streuerin wie sie kümmern?
Als die restlichen Wächter Anstalten machten uns zu folgen, machte er ihnen klar, sie alleine zu lassen. Sein Ton ließ keinen Widerspruch dulden.
Nyria hörte im weitergehen einen dumpfen Schlag und dann einen unterdrückten Schmerzenslaut. Die Wachen kümmerten sich um den Hengst. Wie konnte ein Fohlen nur so etwas befehlen?
DU LIEST GERADE
Nyria - Kriegerin der Garde
AdventureHunger. Gewalt. Hass. Mit all diesen Dingen und noch mehr hat Nyria schon seit ihrer Geburt zu kämpfen. Die junge Stute lebt als Streunerin in der Untersten der sechs Stände, die es im Königreich Catea gibt. Doch dieses Leben wird immer schwerer und...
