Nach dem ersten Tag in der zweiten Klasse,kam ich mit meiner neuen besten Freundin nach Hause. Layla Carter und ich gehörten einfach zusammen. Ich lieh ihr Buntstifte, sie schenkte mir ein Freundschaftsband und wir teilten unsere Kopfläuse. In dritten Schuljahr kamen wir in verschiedene Klassen. Layla lernte Ruby Simpson kennen. Zuerst stritt sie es noch ab,aber ich wusste, dass sie jetzt eine neue beste Freundin hatte. Mum erklärte mir das sei normal. Menschen werden erwachsen und gehen in unterschiedliche Richtungen. Manche Freundschaften sind einfach nicht dazu bestimmt ewig zu halten. "Gut so Leute. Morgen machen wir weiter.", sagte Patrick am Ende der Stunde. Völlig außer Atem griff ich nach meiner Wasserflasche und sah Ethan hereinstürzen.
"Hey, ich brauche dringend Freiwillige.", sagte er. "Als Schwester bist du dabei.", Er zeigte auf Kat und kam dann auf mich zu.
"Und du sei so nett." Ich zuckte mit den Schultern.
"Klar, mach ich."
Kat sah ihren Bruder fragend an.
"Sagst du uns auch, worum es geht oder..." Doch Ethan war schon halb aus der Tür verschwunden. "Um sechs dann zur Probe!", rief er noch bis er ganz weg war. Ich schulterte meine Tasche und sah Kat an. "Scheinbar erfahren wir es doch nicht."
Um sechs waren eine ganze Menge Leute da, um Ethan zu helfen. Ich setzte mich auf, als er in den Raum kam. "Danke, dass ihr alle gekommen seid. Ich weiß, ihr denkt alle,dass ich ein Idiot bin" Dabei sah er mich besonders an, doch ich grinste nur frech. "da ich das Angebot nicht angenommen habe." Er wusste, dass ich ihn nicht deswegen für einen Idioten hielt.
"Soll das jetzt Selbsterniedrigung sein,damit wir dir helfen?", fragte Kat belustigt.
"Sowas in der Art." Er fuhr sich durch die Haare und sah uns an.
"Spucks schon aus,Ethan.",sagte ich und sah ihn erwartungsvoll an.
"Ich habe mich als Choreograf beworben und vielleicht will man mich bei Impression.", erzählte er. Meine Augen weiteten sich.
"In Barcelona?", fragte ich.
"Genau. Und sie erwarten eine Arbeitsprobe." Staundend nickte ich. "Ethan, das ist ja unglaublich.", sprach Tara unsere Gedanken aus.
"Das ist die Chance sich in einer interessanten zeitgenössischen Gruppe zu beweisen. Also zeigen wir ihnen was ganz besonderes.",grinste er. "An die Arbeit."
Also begannen wir. Und es war diesmal viel entspannter, als das letzte Mal. Vielleicht lag es auch daran, dass wir diesmal eine große Gruppe waren. "Das sieht doch schon gut aus. Abigail, dich hätte ich lieber weiter vorne." Abigail wechselte ihren Platz und tanzte dann weiter. "Seh ich nervös aus?", fragte Ethan seine Schwester amüsiert.
"Ja,aber Barcelona. Du magst doch keine Tapas." Ethan lachte.
"Ist ein super Workshop. Und es ist nur ein Jahr.",erklärte er entspannt. "Und danach?", fragte ich neugierig, während ich weiter tanzte.
"Dann arbeite ich mich durch Europa und nehm, was kommt. Es gibt viele experimentelle Gruppen."
"Das passt nicht zu dir.", widersprach Kat. "Du willst nicht ohne Geld und unrasiert im Wohnwagen leben." Ethan lachte. "Und moderne Tanzgruppen gibt's hier auch. Reichlich." Wollte sie ihn tatsächlich überreden zu bleiben?
"Was? Du willst mich überzeugen nicht zu gehen? Du selbst willst doch auch raus hier."
Wie immer wenn ich nichts zu tun hatte, saß ich im Aufenthaltsraum und las ein Buch. Kat hinter mir spielte alleine Billard. "Ich hatte gerade das beste Date meines Lebens.", erzählte Ethan, als er in den Raum kam. Sofort wurde ich hellhörig und setzte mich auf.
"Das könnte interessant werden...", murmelte ich und blickte zu Abigail, die neben mir saß und in eine Zeitschrift schaute.
"Ehrlich? Wer hätte das gedacht.", sagte Kat fröhlich.
"Zuerst waren wir etwas verlegen, aber als wir da so saßen,sie und ich, mit den Blumen." Ich wusste zu gerne über wen sie sprachen. "Sie hat gestanden,dass sie noch was für mich empfindet. Und ich konnte sie ja auch nie vergessen." Redeten sie da über Tara? "Wir verlassen zusammen das Land." Verdattert sah ich ihn an.
"Ach ja?", fragte Kat enttäuscht. "Wolltest du mich unbedingt vor Tara lächerlich machen, noch einmal bevor ich weggehe? Ist das dein Abschiedsgeschenk?" Kat seufzte und sah ihren Bruder entschuldigend an. "Nein,ich wollte..."
"Was wolltest du, Kat? Sag's mir, ich würd's gern hören.",sagte er etwas lauter. Er war ziemlich sauer.
"Hör auf den Erzieher zu spielen. Du kannst von mir aus brüllen so laut du kannst, aber ich habe keine Lust drauf." Kat stampfte wütend in ihr Zimmer und ließ Ethan zurück. Diese Woche fing ja großartig an.
Alles was Kat wollte war, dass Ethan nicht ging. Sie war es gewöhnt, dass ihre Eltern nie da waren. Aber sie brauchte ihn. Nur sah er das nicht. Statt es ihm direkt zu sagen, hatte sie versucht es ihm indirekt zu zeigen. Sie wollte, dass Ethan und Tara wieder ein Paar waren, damit er einen Grund hatte zu bleiben. Am nächsten Morgen schwänzten wir den Unterricht. Nachdem Sammy mir erzählt hatte, dass Aaron wieder da war und was Christian alles durchmachen musste, trommelte ich die anderen zusammen und ging zur Gerichtsverhandlung. Sammy war in den letzten Wochen immer für Christian da gewesen und hatte ihn unterstützt. Das ist das tolle an Freunden. Sie verurteilen dich nicht. Sie sind einfach da, wenn du sie brauchst. Als Christian uns sah, wirkte er überrascht. "Christian,es ist soweit.",sagte Mr Kennedy hinter ihm. Christian nickte und wollte reingehen, doch Aaron hielt ihn auf. "Ey warte mal. Ich werde dem Richter sagen, dass ich das Messer hatte." Überrascht sah Christian ihn an. "Aaron, wieso willst du das machen?", fragte er.
"Keine Diskussion. Und du sagst die Wahrheit. Ich will ruhig schlafen können." Ich lächelte Christian aufmunternd an. Mein Vater sagt immer, wenn man im Leben eine Hand voll gute Freunde hat, kann man sich mehr als glücklich schätzen.
"Lass mich das Zauberwort hören.", sagte Sammy im Park.
"Zur Bewehrung ausgesetzt.", sagte Christian. Fröhlich stießen wir an. Ich saß bei Kat und Ethan auf der Decke und konnte nicht fassen, dass Christian weiter machen konnte. Aaron wurde zu einem halben Jahr Haft verurteilt. Doch ich war mir sicher, dass er das schaffen würde. Er hatte schließlich Christian als Freund. "Ganz egal, wo ich bin. Ich bin immer noch dein Bruder oder nicht?", sagte Ethan. Kat sah ihn überrascht an. "Woher..." Ethan blickte zu mir und ich lächelte sie an.
"Deine Zeichen hat er leider nicht gesehen, weil er ein Idiot ist. Aber deine beste Freundin weiß, wenn etwas nicht stimmt." Kat lachte leicht und sah dann zu Ethan.
"Barcelona hat mich sowieso abgelehnt, damit du es weißt.", sagte er und trank aus seinem Becher. Geschockt sahen wir ihn an.
"Was?", fragte ich. Ethan nickte. "Diese Idioten.", sagte Kat. Doch insgeheim freute sie sich. Freunde sehen einfach alles. Die Layla Carters kommen und gehen. Bei wirklichen Freunden spielt es keine Rolle wie lange sie weg sind. Oder ob man sich auch mal von ihnen entfernt. Wenn es drauf ankommt, muss man einfach da sein.
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Dance Academy
FanfictionIsabella Johnson lebt in Australien und wird an der renomierten National Academy of Dance angenommen, an der sich ihr Leben ändert. Sie lernt mit ihren Mitschülern nicht nur Ballett, sondern auch Hip-Hop-Dance und Modern Dance. Doch die Freunde müss...
