In der Wildnis sind die Überlebenschancen am größten, wenn man sich der Umgebung anpasst. Ich habe mal gesehen, wie eine Eidechse die Farbe des Baums angenommen hat, auf dem sie saß. Sie war praktisch nicht mehr zu sehen. Das ist hilfreich, wenn ein Feind in der Nähe ist. Aber ein anderes Mal änderte sie nicht schnell genug die Farbe und als sie aus der Deckung kam, stieß der Feind zu. “Ja, Tara, Christian, das ist nicht so furchtbar wie es mal war.“, lobte Miss Raine die beiden. Als Sammy Abigail mal wieder fallen ließ, konnte sich Miss Raine keinen Kommentar mehr verkneifen. “Ich sagte, wie eine Gazelle, nicht wie ein Elefant. Geht nach hinten. Ich bin es leid euch zuzusehen. Isabella, Zachary, kommt nach vorne.“ Manchmal glaube ich, es ist leichter in der Wildnis zu überleben als in der Akademie.
Nach der Stunde hatte ich mich draußen auf die Bank gesetzt, um meinem Dad zu schreiben. Ich meldete mich nicht oft, was daran lag, dass der Stundenplan einfach so vollgepackt war. Ich hörte ein Skateboard neben mir und sah auf, weil ich dachte es sei Christian, aber es war ein anderer Junge, der gerade telefonierte. Er musterte mich ehe er weiter sprach. “Oh warte, ich sehe gerade 'ne voll hässliche Tussi.“ Empört sah ich ihn an. “Ja, echt Pech für sie. Genau, Mann. Muss schwer sein so durchs Leben zu kommen.“ Ich verdrehte die Augen und sah dann zu dem Typen.
“Entschuldige mal.“, sagte ich böse. Der Junge stieg von seinem Board und legte auf.
“Weißt du, Telefongespräche zu belauschen ist uncool.“, sagte er dann. “Ja? Rumlästern auch oder? Hast du dich verlaufen?“, fragte ich zynisch. “Wieso? Passe ich hier nicht her?“, stellte er die Gegenfrage, woraufhin ich lachen musste.
“Tja, bist du Manns genug für Strumpfhosen?“, lachte ich bitter.
“Ich habe sogar 'ne offizielle Einladung. Ich besuche meinen Bruder.“,erzählte er mir.
“Ja? Wer ist das?“ Der Junge tat mir jetzt schon leid, dessen Bruder es war. “Hey Aaron!“, hörte ich Christian, der auf den unhöflichen Typen zuskatete. “Schlitzauge!“ Die beiden machten einen männlichen Handschlag und schauten dann kurz zu mir.
“Du meine Güte...“, murmelte ich und packte mein Handy weg.
“Was machst du hier?“, fragte Christian seinen Kumpel.
“Dich besuchen offensichtlich. Auch wenn ihr zwei nicht wirklich ausseht wie Brüder.“, sagte ich und schulterte meine Tasche.
“Tja, der Kerl steht mir näher als ein Bruder.“, erklärte Christian.
“Ja, dann, Aaron. Schlitzauge. Lass ich euch zwei Hübschen kuscheln.“
“Also jetzt mal im ernst. Die zwingen dich dazu Mädchenschuhe zu tragen?“, fragte Aaron entsetzt. Er und Sammy spielten im Wohnhaus Billard. Christian hatte seinen Kumpel eingeladen.
“Oh nur vorübergehend. Und es sind keine reinen Mädchenschuhe.“, antwortete Sammy.
“Oh das sind sie total.“, widersprach Kat.
“Männer tanzen Spitze. Charaktervoll.“, verteidigte Sammy sich.
“Wie die bösen Schwestern in Cinderella?“, fragte Christian.
“Ja.“ Ich schüttelte lachend den Kopf. “Das gibt es doch nicht. Lucy Glaydride. Sie sieht ihr voll ähnlich.“, warf Aaron in den Raum, als er Tara sah.
“Nein, tut sie nicht.“, lachte Christian. “Dieser Typ war sowas von verschossen in Lucy Glaydride.“, lachte Aaron und zeigte auf Christian. “Nein, war ich nicht.“, widersprach er, aber ich glaubte ihm kein Wort. “Er war zehn Jahre alt und er dachte, er würde sie heiraten.“ Weiter kam er nicht, denn Christian hielt ihm den Mund zu.
“Aww wirst du etwa rot?“, fragte ich lachend als ich in sein Gesicht sah. “Ich liebe diesen Typen hier!“,rief Kat und lachte.
“Bringst du mir dann was zu essen?“, fragte Aaron.
“Klar. Wieso nicht.“ Zusammen verschwanden beide in der Küche und ließen uns zu viert. Jedoch blieb das nicht lange, da Ethan reinkam. “Eh, wer ist das?“, fragte er.
“Ist ein Kumpel von mir. Er übernachtet heute hier.“, antwortete Christian wahrheitsgemäß.
“Wie hast du die Erlaubnis gekriegt?“ Fragend sah Ethan ihn an.
“Seit wann bist du die Fluraufsicht? Willst du ein Zeichen oder 'ne Scherpe?“ Lachend setzte ich mich aufs Sofa.
“Ja, 'ne Scherpe wäre cool.“, bemerkte ich und sah Ethan nach, der beleidigt den Raum verließ. Manchmal war er ein echtes Rätsel.
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Dance Academy
FanfictionIsabella Johnson lebt in Australien und wird an der renomierten National Academy of Dance angenommen, an der sich ihr Leben ändert. Sie lernt mit ihren Mitschülern nicht nur Ballett, sondern auch Hip-Hop-Dance und Modern Dance. Doch die Freunde müss...
