Kapitel 33 - Legolas

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„Legolas, wie schön, dass Ihr wieder hier seid." Ein Berater Thranduils, dessen Namen sich der Prinz noch nie hatte merken können, neigte respektvoll seinen Kopf.

„Wo ist mein Vater?" Legolas versuchte, die Aufregung aus seiner Stimme zu verdrängen. „Ich muss sofort mit ihm sprechen."

„Es tut mir sehr leid, aber der König reiste vor zwei Tagen ab."

„Und würdest du mir verraten, wohin er wollte?" Nun gab Legolas sich keine Mühe mehr, seine Ungeduld zu verbergen.

„Er wollte sich mit dem Weißen Rat in Imladris treffen. Er war besorgt, weil er Gerüchte hörte, Ihr wäret von Orks überfallen worden."

Legolas nickte kurz, dann machte er sich eilig auf den Weg zum Stall. Ausruhen kann ich mich auch in Imladris. Aber seit wann macht mein Vater sich wegen irgendetwas Sorgen?

Mit einem leisen Schnauben wurde der Prinz von Alagos („Sturm") begrüßt. „Wir gehen auf Reisen, mellon nîn", flüsterte Legolas ihm ins Ohr, „du hast mir gefehlt."

Während Alagos ihn in den Wald hineintrug, ging Legolas in Gedanken den Weg durch, den er nach Imladris nehmen wollte. Am besten werde ich die Hithaeglir nördlich umgehen. Selbst für Alagos wäre die Überquerung gefährlich und ich werde nicht allzu viel Zeit verlieren. Und wer weiß, vielleicht kann Herr Elrond mir etwas über Morwen erzählen – und vielleicht sogar erklären, warum sie mir geholfen hat.

Morwen, Tochter SauronsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt