"Is klar!" grinste ich und bekam einen Lachflash. Er grinste mich nur weiterhin an und hielt mich in seinen Armen...
"Ich muss los!" seufzte ich und löste mich etwas widerwillig von ihm. "Ich begleite dich noch in die Küche!" grinste er, nahm meine Hand und zog mich liebevoll hinter sich her...
In der Küche machte ich mir zwei Nutellabrote und einen Kakao. Caius stand die ganze Zeit neben mir und beobachtete jeden meiner Schritte. Als ich ihn ansah und uns unsere Blicke trafen, wurde ich etwas rot und schaute sofort wieder weg. Caius lachte leicht...
"Na wie sieht's aus?" fragte plötzlich eine Stimme hinter mir. Blitzschnell drehte ich mich um. Dort stand mein großer Bruder. "MARCUS!" schrie ich voller Freude und sprang in seine Arme. Lachend fing er mich auf und wirbelte mich einmal herum. "Wie geht's dir Kleine?" fragte er und küsste meine Wange. "Super! Außer, dass ich jetzt zu Italienisch mit Dad muss!" maulte ich. "Ach komm schon. Der freut sich schon auf dich!" muntere er mich auf. "Wenn du meinst", murmelte ich. "Caius wir müssen reden!" sagte er plötzlich sehr ernst. Irritiert sah ich erst meinen Bruder und dann Caius an. "Wieso?" fragte der Blonde genauso verwirrt. "Das klären wir jetzt. Komm mit!" sagte Marcus und spannte sich an. "Worum geht es?" fragte Caius und verschränkte trotzig seine Arme vor der Brust. "Wenn du willst, dass Aro davon nichts mitbekommt, dann erklärst du mir das jetzt! Und zwar unter vier Augen!" sagte Marcus. "Was soll Dad nicht wissen? Warum unter vier Augen?" fragte ich irritiert. "Wenn du das machst, dann-", begann Caius zähneknirschend. Doch Marcus unterbrach ihn: "Komm mit, erkläre es mir und er wird nichts davon erfahren! Du weißt, dass ich mein Wort halte!" "Du hast Recht. Lass uns gehen!" sagte Caius und willigte ein. "HEY! ICH BIN AUCH NOCH DA!" schrie ich wütend. Beide sahen mich überrascht an. "Was ist Kleine?" fragte Marcus. "Ihr tut so, als ob ich nicht da wäre. Aber ich bin da. Und zwar direkt neben dir. Und ihr tut so, als ob ich nur Luft wäre!" rief ich und wurde zum Ende hin immer leise. Bis mir eine Träne über die Wange lief. Die beiden verstanden offenbar, was ich meinte. "Liv! Wir ignorieren dich nicht! Dafür haben wir dich viel zu sehr lieb! Aber das muss ich mit Caius alleine regeln, okay?" fragte Marcus und beugte sich ein Stück zu mir runter. "Lässt du ihn ganz?" fragte ich leise flüsternd. Mein großer Bruder lachte leicht und nahm mich in den Arm. "Selbstverständlich! Ich werde ihm nichts antun. Aber wenn das rauskommt, dann kann es sein, dass DEIN Vater damit überhaupt nicht zufrieden ist. Und dann ist Caius in Schwierigkeiten. Und das willst du doch nicht, oder?" fragte er leise. Schnell schüttelte ich den Kopf und fügte hinzu: "Nein! Niemand darf ihm wehtun! Ich will das nicht!" "Siehst du. Also lass mich mit ihm reden und dann wird alles wieder gut. Einverstanden?" fragte er lächelnd. "Einverstanden!" willigte ich ein und nickte. "Ich hab dich unendlich lieb Schwesterherz!" flüsterte er. "Ich dich noch mehr!" schmunzelte ich. "Das geht nicht!" lachte er und wir lösten uns voreinander. "Ich warte vor der Tür!" sagte er und ging. Caius kam zu mir und nahm mich auch in den Arm. Etwas überrumpelt sah ich die Wand an. Doch dann erwiderte ich sie und vergrub mein rotes Gesicht in seiner Brust. Er lachte leicht und strich mir über den Rücken. "Liv, alles wird gut! Ich bin immer für dich da! Versprochen!" flüsterte er und küsste meine Wange. Diese wurden sofort heiß. "Danke, Caius! Wirklich. Das bedeutet mir unglaublich viel! Sehen wir uns heute noch?" fragte ich ihn schüchtern. "Wenn du möchtest, dann jederzeit. Ich bin heute wahrscheinlich im Thronsaal!" erklärte er. "Dann komme ich mal vorbei!" wisperte ich. "Das würde mich freuen, Prinzessin. Bis dann!" flüsterte er, küsste noch einmal meine Wange, löste sich und ging dann nach draußen. Vollkommen perplex starrte ich ihm hinterher. Er war... Wow! "Bis dann, Caius...", wisperte ich und musste lächeln. Er wollte mich wiedersehen!
Dennoch musste ich alleine frühstücken...
Seufzend nahm ich meine Tasche vom Boden auf und schaute nochmal auf meinen Plan. Dads Unterrichtsraum war ebenfalls im Westflügel, jedoch in der 3. Etage. Da muss ich wohl oder übel durch. Mit jedem Schritt den ich in Richtung Italienisch machte, ließ meine gute Laune nach. Schlussendlich war sie weg, als ich vor der Tür stand. Augen zu und durch, dachte ich und ging rein. Dad saß an seinem Schreibtisch und sah auf. "Morgen Liebling!" lächelte er und stand auf. "Morgen Dad!" brummte ich. "Alles im Ordnung Schatz?" fragte er und musterte mich besorgt, als er vor mir stand. "Was soll denn nicht in Ordnung sein?" fragte ich zickig und schob mich an ihm vorbei in die vorletzte Reihe. "Sind wir heute mit dem falsches Fuß aufgestanden?" fragte er schmunzelnd. "Ich zeig dir gleich, was passiert, wenn ich mit dem falschen Fuß aufstehe!" knurrte ich und ließ mich auf den Stuhl fallen. "Liv!", seufzte mein Vater, "Es bringt nichts deine schlechte Laune an mir auszulassen!" Ich schnaubte nur und er ging nach vorne. "Willst du dich nicht weiter nach vorne setzten?" fragte er in der Hoffnung das ich weiter zu ihm komme. "Träum weiter!" murmelte ich. "LIV! Ich kann verstehen, dass du keine Lust auf Unterricht hast! Und ich kann verstehen, dass du nicht gerne früh aufstehst. Aber wir haben das gestern besprochen!" versuchte er es. "Nein Dad! DU hast das gestern mit dir selbst besprochen. Ich durfte weder etwas sagen, noch meine Meinung miteinbeziehen. Also rede nicht vom WIR!" zischte ich. Dad seufzte und schloss kurz seine Augen. Dann kam er zu mir. "Liv!" begann er. "Was?" fragte ich zähneknirschend. "Ich hab dich lieb!" flüsterte er und nahm mich plötzlich in den Arm. Vollkommen überrascht erstarrte ich. "Was wird das Dad?" fragte ich unsicher, denn ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte...
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Back to Volterra {1}
FanfictionLivs Leben war perfekt. Sie hatte ihre Mutter und mehr brauchte sie nicht. Doch der Krieg zieht seine Spuren durch das Militär. So auch in Spanien... Liv lernt ihren Vater kennen, der sie aber alles andere als interessiert. Während der sie mit nach...
