Sie ist immer enttäuscht, wenn sie aufwacht, aber allein ist!" erklärte ich. "Würde ich auch an ihrer Stelle sein!" flüsterte Caius...
"Eure Taschen sind hinten drin, oder?" fragte Marcus. Ich nickte und er ging zum Kofferraum, um Livs und meine Tasche zu holen. "Und du gehst Duschen und ziehst dir was sauberes an. Ansonsten siehst du sie nur noch aus Distanz!" knurrte ich. "Bin schon duschen!" rief Caius und rannte rein. Ich öffnete Livs Tür und beugte mich zu ihr runter. Ich hielt sie fest, sodass sie nicht nach vorne kippen konnte, als ich den Gurt löste. Vorsichtig hob ich sie in meine Arme aus dem Auto raus. Als ich die Tür schloss, zuckte sie zusammen. "Hey Liv! Liebling alles ist gut! Ich bin hier!" flüsterte ich und küsste ihre Stirn. "Dad!" schluchzte sie im Schlaf und klammerte sich ängstlich an mich. "Sch! Alles ist in Ordnung!" versicherte ich ihr und ging mit Marcus zusammen rein.
Das Licht war hell, was Liv blendete. Sie vergrub ihren Kopf in meiner Halsbeuge, um dem Licht zu entkommen. Auf ein Zeichen von uns wurden die Lampen gedämmt. "Ich würde sagen, dass wir in das Zimmer gehen, du dich zu ihr legst und mir dann in Ruhe und leise alles erklärst! Einverstanden?" fragte Marcus. Ich nickte und wir gingen zu den Raum, in dem Liv schlief, bis ihr Zimmer wieder heil und neu war! Vorsichtig wollte ich sie aufs Bett legen, um ihr die Schuhe auszuziehen, doch sie ließ mich nicht los. Marcus lachte amüsiert, als er das sah. "Könntest du ihr bitte die Schuhe ausziehen Bruder?" fragte ich, als ich mir meine eigenen mit den Füßen abstreifte. "Das mach ich!" flüsterte Caius Stimme, als er den Raum betrat. Er hielt sein Wort und zog Liv vorsichtig ihre Schuhe aus. Dann setzte er sich zu Marcus, wo uns die beiden beobachteten. Ich legte meine Tochter behutsam auf ihr Bett und mich dazu. "Dad!" schluchzte sie zitternd wieder und so zog ich sie zu mir ran. Sie krallte sich wieder an meinem Hemd fest und ich redete so lange beruhigend auf sie ein, bis das Zittern verschwand...
Dann streichelte ich über ihren Rücken und begann meinen Brüdern alles zu erzählen...
Liv:
Ich wurde durch sanfte Berührungen wach und seufzte erleichtert. Mein Rücken wurde gestreichelt. "So kann ich jeden Morgen aufwachen!" murmelte ich und gähnte. "Das glaube ich dir gerne, Schatz!" lachte Dads amüsierte Stimme neben mir. "Morgen Dad!" nuschelte ich in seine Brust. "Morgen Liebling!" schmunzelte er und küsste meine Stirn. Er hörte auf mich zu streicheln. "Daaad!" rief ich müde. "Jaaa!" machte er mich nach. Ich grinste ihn verschlafen an, denn ihm konnte ich im Moment nicht böse sein. "Streichelst du mich bitte weiter!" flehte ich schon halb. Er tat so als ob er überlegen würde. Ich lachte und kletterte auf ihn drauf. Ich küsste seine Wange, legte mich dann Bauch an Bauch auf ihn und umarmte ihn. "Na wenn du auf die Tour kommst, dann kann ich gar nicht nein sagen!" lachte er und streichelte wieder... "Dad?" fragte ich müde und gähnte. "Liv?" fragte er. "Warum bin ich so k.o.?" erkundigte ich mich mit verschlafenen Augen bei ihm. Er lächelte etwas besorgt und antwortete: "Das ist normal. Du hast gerade etwas sehr aufregendes durchlebt. Zur Genesung gehört auch Schlaf, den du jetzt unbedingt brauchst! Also schlaf weiter Liebling!" flüsterte er und strich mir über die Wange. "Mach ich Dad! Aber nur, wenn du mir etwas verspricht!" stellte ich die Bedingung dar. "Alles was du willst!" sagte er. "Wenn ich aufwache, dann bin ich nicht allein!" murmelte ich. "Du wirst niemals allein sein Liebling!" flüsterte er mir ins Ohr und küsste leicht meinen Mund. Mit diesem Versprechen und Dads zärtlichen Berührungen schlief ich wieder ein...
Ein zufallen der Tür ließ mich zusammenzucken. "Könnt ihr die Türen nicht ordentlich schließen, oder was?" brummte ich und drehte mich auf die andere Seite. Ein Lachen vernahm ich neben mir, als sich die Matratze senkte. Dann sagte eine Stimme: "Das habe ich auch vermisst!" Bei dem Klang der Stimme riss ich meine Augen auf und schaute in die Rubine meines Bruders. "MARCUS!" schrie ich überglücklich und fiel ihm um den Hals. "Hallo Liv!" lachte er und schlang seine Arme fest um mich. "Marcus ich habe dich vermisst!" schluchzte ich und die Tränen rannten wieder über meine Wangen. "Ich dich auch! Du weißt gar nicht, wie verrückt es war, als du weg warst. Caius ist vor Aggressionen fast gestorben und ich habe dich nicht gehabt. Ich hatte meine kleine Schwester nicht!" flüsterte er und legte sein Kinn auf meinen Kopf. "Ich hab dich auch so schrecklich vermisst großer Bruder! Du glaubst gar nicht, wie gerne ich bei dir gewesen wäre!" schluchzte ich immer stärker. "Hey! Liv, Kleine!" sagte er und schob mich etwas von sich weg, sodass wir uns gegenseitig in die Augen sahen. "Nicht weinen! Du hast genug geweint! Und ich möchte nicht, dass du weinst! Verstehst du? Das macht mich auch traurig!" erklärte Marcus mir. Ich nickte und schluchzte ein letztes Mal. Er wischte mein Gesicht trocken und nahm mich wieder in den Arm. Doch ich unterdrückte die Tränen. Ich wollte nicht, dass mein Bruder traurig war. Nein! Er sollte glücklich sein! ...
Nach einer Weile knurrte mein Magen. Toll! Marcus lachte leicht und wir lösten uns. "Hast du Lust runter in die Stadt was essen zu gehen?" fragte er. Mit glitzernden Augen sah ich ihn an. "Ist das ein Witz? Natürlich möchte ich das!" rief ich und sprang auf. Jetzt lachte er noch mehr. "In Ordnung. Dann siehst du dich um und ich geh Bescheid sagen!" lachend verschwand mein Bruder aus dem Raum. So schnell wie nur möglich zog ich mir neue Klamotten an. Doc Martens, Jeans, T-Shirt, Lederjacke. Alles schwarz. Wie gestern. Dann rannte ich vollen Elans aus dem Zimmer durch die Gänge, in der Hoffnung Marcus auf dem Weg zu treffen. Er kam gerade aus dem Thronsaal raus, als ich um die Ecke bog. "Marcus!" rief ich und steuerte auf ihn zu. "Hier bin ich!" lachte er. Gemeinsam liefen wir entlang des Kiesweges runter zum Dorf. Es war bewölkt und kaum jemand war draußen. "Marcus?" fragte ich und blieb stehen. "Ja Kleine?"...
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Back to Volterra {1}
FanficLivs Leben war perfekt. Sie hatte ihre Mutter und mehr brauchte sie nicht. Doch der Krieg zieht seine Spuren durch das Militär. So auch in Spanien... Liv lernt ihren Vater kennen, der sie aber alles andere als interessiert. Während der sie mit nach...
