70 - Royal Flush

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Keiner von uns beiden denkt auch nur eine einzige Sekunde daran schlafenzugehen, als wir Charlottes Wohnung betreten. Ich bin erledigt von der Tour, aber sie jetzt nicht sofort zu überfallen, nachdem mir ihre Nähe den gesamten letzten Monat über verwehrt geblieben ist, würde mich nur noch mehr fertigmachen ‐ Es würde an Wahnsinn grenzen.

Charlotte versteht mich da besser als jede Frau vor ihr. Sie ist diejenige, die sich auf mich stürzt und mich gegen die gerade ins Schloss gefallene Wohnungstür presst. Mit beiden Händen drückt sie mich dagegen wie eine Raubkatze ihre Beute zu Boden drückt. Ihr Kuss ist hart fordernd und ungeduldig. Erregt von ihrer Direktheit ziehe ich sie zu mir ran, schiebe meine Hände von oben unter den Bund ihrer Shorts und lasse sie über ihren Po gleiten. Atemlos löst sie sich von mir, allerdings bloß, um sich das weiße T-Shirt über den Kopf zu zerren und es achtlos fallen zu lassen.

„Fuck, du hast mir gefehlt", gestehe ich, während ich ungeniert auf ihre Brüste starre, die von einem mintgrünen Dessous mindestens so vorteilhaft in Szene gesetzt werden wie in meiner Erinnerung.

Charlotte lächelt nicht, sie sieht mich nur intensiv aus ihren braungrünen Augen an, dann hakt sie sich links und rechts in meine Gürtelschlaufen ein, presst ihre Mitte auf meine und ihre Hände gehen unter meinem Pullover auf Wanderschaft.

„Nicht quatschen, Sex ist der nächste Punkt auf der Tagesordnung." Sie umkreist meine Brustwarzen mit beiden Daumen, küsst mich währenddessen. Ich massiere ihren runden Hintern, fahre mit einer Hand zwischen ihre Beine und sie stöhnt, lässt mich eine Weile machen
Offensichtlich zu sehr in ihrem Genuss verhaftet, als dass sie selbst noch zu irgendwas käme. Ihre Wange schmiegt sie an meine Brust, ein seliges Lächeln ziert ihre Lippen. Ich betrachte sie. Als ich ihr einen Kuss auf die Stirn hauche, schlägt sie die Augen auf und sieht mich an. Eine Hand legt sie an meine Wange. Ich halte sie an den Seiten fest, schaue sie lange an, bis sie mich küsst, sanfter diesmal.

„Du hast mir auch schrecklich gefehlt", gibt sie zu, lehnt ihre Stirn gegen meine und lächelt, während sie ein paarmal ein- und ausatmet. Ich gewähre ihr die kleine Verschnaufpause nur allzu gern, atme ebenfalls durch, kann es aber nicht lassen, sie trotzdem hungrig anzustarren. Dann, als sich das Gefühl bei mir einschleicht, dass ich es nicht länger aushalte, küsse ich sie wieder.

Charlotte zieht mir mein Shirt aus. Sie schlingt beide Arme um meinen Hals, küsst mich unbeirrt weiter und lässt sich von mir hochheben, indem ich von unten ihre Oberschenkel umfasse. Unschlüssig verlangsame ich mein Tempo vor der Küche.

„Ins Schlafzimmer", entscheidet sie prompt an meiner Stelle, „und beeil dich ein bisschen. Ich war noch nie so lange ohne dich."

Ich grinse in den Kuss hinein, erlaube mir den Spaß und bleibe ihrer Ansage zum Trotz auf dem Gang stehen.

„Glaubst du echt, du schaffst es noch, bis ins Schlafzimmer?", frage ich sie frech.

Charlotte beißt mich am Ohr, und nicht sonderlich zimperlich.

„Au, pass mal auf. Kein Grund gleich aggro zu werden", maule ich.

Sie senkt reumütig die Lider, küsst dieselbe Stelle, die sie eben noch mit ihren Zähnen malträtiert hat.

„Entschuldige. Trag mich nur endlich ins Schlafzimmer, sonst kann ich gleich zum Bett schwimmen."

„Okay, Zwischenstopp", beschließe ich und lasse sie runter.

„Was ...?", fragt sie irritiert, bricht ihre Frage jedoch ab, als ich ihre Jeansshorts nach unten ziehe und ihr tatsächlich verdammt feuchtes Höschen gleich mit.

Ich knie vor ihr nieder. Ein Seufzer nach dem andern rollt über ihre Lippen. Ihre Knie drohen irgendwann nachzugeben. Das ist der Moment, in dem ich von ihr ablasse, mich wieder vom Parkett erhebe und sie weiter küsse.

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