Kapitel 90

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Zwei Stunden später verabschiede ich mich von Joey und Tanja. Ich setze mich in das Auto und sehe drei verpasste Anrufe sowie eine Nachricht auf meiner Mailbox auf dem Handy. Ich spiele diese ab und lehne mich in den Sitz. „Ich weiß, du willst nicht mit mir reden und ehrlich gesagt würde ich das jetzt mit mir auch nicht wollen. Ich habe mich überhaupt nicht richtig verhalten und das weiß ich auch. Dir Dinge an den Kopf zu werfen, die nicht stimmen, war falsch. Dich und unsere Kinder als Boxsack, wie du sagst, zu  benutzen, war falsch. Dich einfach so gehen gelassen zu haben, war falsch. Es tut mir alles so leid und ich wollte das wirklich nicht, das musst du mir glauben. Mir wird alles im Moment einfach zu viel. Ich kann nicht mehr. Ich weiß auch, dass du nicht schlafen kannst und bin trotzdem so zu dir. Verstehst du, ich drehe hier noch irgendwann durch. Ich möchte eine gute Mutter sein, aber so wie ich mich im Moment verhalte bin ich das bestimmt nicht. Ich möchte für unsere Kinder da sein und allen vier so viel Aufmerksamkeit geben wie möglich, aber das schaffe ich ohne dich auf keinen Fall. Wenn du das hier abgehört hast bin ich schon froh. Aber noch was..  komm bitte wieder nach Hause. Ich brauch dich, mehr als alles andere. Und ich liebe dich Jimmy, bitte komm wieder nach Hause. Es tut mir ehrlich leid."
Ich sehe auf mein Handy und dann wieder auf das Lenkrad. In ihrer Stimme habe ich gehört, dass es ihr wirklich leid tut und dass sie lange geweint haben muss. Vielleicht hätte ich doch nicht gehen dürfen. Wahrscheinlich war es genauso falsch von mir. Auch, was ich alles zu ihr gesagt habe. Wir hätten vielleicht einfach nur einmal zusammen reden müssen, wie Tanja es gesagt hat. Nach kurzem Überlegen fahre ich dann los, in Richtung zu Hause.

I feel love| Fortsetzung Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt