Kapitel 133

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Als ich mit Judith an unserem Haus ankomme, schließe ich die Tür auf und wir gehen rein. „Setz dich. Willst du was trinken?", frage ich und sie setzt sich an den Esstisch. „Ein Wasser."
„Danke.", sagt sie, als ich ein Glas auf den Tisch vor sie stelle. Danach setze ich mich ihr gegenüber. „Jetzt erzähl mal was passiert ist. Nur wenn du kannst, okay? Du musst nicht." „Schon gut. Letztes Jahr im September hat sie mir gesagt, dass sie Krebs hat und vor einem Monat, am 14. Januar, ist sie dann gestorben. Es war nicht heilbar, die Ärzte hatten es zu spät gemerkt. Vor Weihnachten hatte sie einen Termin im Krankenhaus, bei dem uns eine Therapie mit 20% Heilungschance vorgeschlagen wurde. Allerdings hat sie sich dagegen entschieden, was ich auch verstehen kann. Und weißt du was das schlimmste dabei ist, sie war schwanger, nochmal und hat abgetrieben. Ohne was zu sagen. Ich hab also nicht nur sie verloren, sondern auch unser ungeborenes Kind. Wahrscheinlich hat sie es nicht gesagt, weil sie dachte ich würde sie dann zu dieser Therapie zwingen oder keine Ahnung warum. Das hätte ich nicht, aber ist jetzt auch egal. Bis jetzt wissen es nur ihre Mutter und du. Ich weiß nichtmal ob ich es noch jemandem sagen werde. Vielleicht meiner Schwester Maite und ihrer Schwester, aber ich bin mir nicht sicher.", sage ich, woraufhin mich Judith sprachlos ansieht. „Okay wow. Das ist echt krass. Es tut mir wirklich sehr leid. Ich weiß gerade nicht was ich sagen soll." „Danke. Mit der Zeit wird es besser, hoffe ich mal. Ich bin nur froh unsere Kinder zu haben. Die bringen mich wenigstens auf andere Gedanken den Tag über.", erwidere ich. „Aber wenn du am Grab stehst, wirst du von allem wie überschüttet?" Ich nicke.

I feel love| Fortsetzung Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt