2. Trost

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2. TROST

Nach dem Abendessen macht sich Hermine auf den Weg in die Kerker. Nach einem „Herein" betritt sie das Büro. Severus sitzt hinter seinem Schreibtisch und kontrolliert noch einige Aufsätze. „Ah Miss Granger, schön dass sie da sind, setzten sie sich doch." Er hat ruhig und freundlich gesprochen, was Hermine unruhig werden lässt und dennoch begibt sei sich auf den Stuhl vor dem Schreibtisch. „Nun nachdem sie mir heute Vormittag nicht sagen wollten warum sie meine Hilfe benötigen, denke ich können wir das nun erneut und in ruhe ansprechen. Also sie brauen den Vielsaft-Trank und haben einige Fragen, habe ich das soweit richtig verstanden?"
Hermine nickt vorsichtig, bevor sie zu sprechen anfängt. „Ja Professor das haben sie. Ich habe den Trank bereits gebraut, aber irgendwie ist er nicht wirksam. – hier senkt Hermine vor Scham den Kopf – Dabei muss er funktionieren Harry und Ron sitzen mir im Nacken, weil es ja nicht sein kann das eine Hermine Granger es nicht packt diesen Trank zu brauen." Bei den letzten Wörtern ist Hermine immer leiser geworden und versucht gegen ihre Tränen anzukämpfen.

„Miss Granger?", fragt Severus, doch sie reagiert nicht, stattdessen sieht er das ihre Schultern unregelmäßig zucken. Er erhebt sich und läuft um den Schreibtisch herum. Geht vor ihr in die Hocke und greift nach ihren Handgelenken, um ihre Hände von ihrem Gesicht sachte wegzuziehen. „Miss Granger, sehen sie mich an." Er spricht ruhig und einfühlsam, sodass Hermine ihren Kopf hebt und ihn aus verweinten Augen fragend ansieht. „Das letzte was sich gesagt haben, waren das die Worte von Potter und Weasley?" Hermine nickt nur und bricht erneut in Tränen aus. „Ssssch.", versucht Severus sie zu beruhigen, doch dies lässt alle Dämme brechen. Sie hatte in letzter Zeit zu viele solcher Kommentare ihrer Freunde erhalten. Hermine schluchzt laut auf und schmeißt sich ihrem Professor in die Arme. Dieser ist etwas überrumpelt, dennoch legt er seine Arme um sie und hält sie fest.

Nach endlosen Minuten, beruhigt sich Hermine wieder. Sie könnte sich wieder losmachen, stattdessen bleibt sie an seiner Brust gekuschelt liegen. Ein Gefühl der Geborgenheit durchströmt sie.

Um sie nicht zu verschrecken spricht er in einem beruhigenden Ton. „Miss Granger, geht's wieder?" Sie nickt an seiner Brust. „Wollen sie mir sagen, wofür ihre Freunde diesen Trank benötigen?" Sie schüttelt den Kopf und Severus seufzt. „Wie soll ich ihnen helfen, wenn ich nicht weiß, was sie anstellen wollen?" Hermine hebt leicht den Kopf, schaut ihm fest in die Augen und zuckt mit den Schultern. Dann legt sie den Kopf zurück an seine Brust. Er hält sie noch ein Weilchen fest und versucht erneut mit ihr zu kommunizieren.

„Miss Granger, könnten sie mich bitte loslassen, meine Beine schlafen ein." Hermine lässt ihren Professor nur widerwillig los, aber sie weiß alte Knochen sollte man nicht zu lange in einer Position lassen. Severus erhebt sich und überlegt wie er sie zum reden bewegen kann, dann kommt ihm eine Idee. Er zieht seinen Zauberstab – was Hermine erschrocken aufspringen lässt – und verwandelt einige Stühle in eine bequeme Sitzgelegenheit. Er geht darauf zu, setzt sich in einer fließenden Bewegung und sieht Hermine erwartungsvoll an. Diese kommt zögerlich auf ihren Professor zu. Er nickt, als Hermine ihn fragend ansieht. Langsam lässt sie sich neben ihm nieder und wartet gespannt was nun folgen sollte. Einen so freundlichen Professor hat sie noch nie erlebt.

„Nun ich denke diese Sitzgelegenheit ist etwas bequemer als die alten Stühle." Sie nickt nicht wissend worauf er hinaus will. „Ich hoffe ihnen ist bewusst, dass sie nicht alles machen müssen was ihre Freunde ihnen sagen?" Wieder ein nicken von ihr. „Und sie wollen mir wirklich nicht sagen wofür sie den Trank benötigen?" Er schaut Hermine an, diese schüttelt den Kopf und senkt diesen. Leise fängt sie an zu sprechen. „Wenn ich ihnen das sage werfen sie mich raus und ich bekomme keine Hilfe von ihnen." Severus schaut sie fragend an, doch anscheinend war das alles, was sie dazu sagen wollte. Somit seufzt Severus erneut und versucht zu erraten was diese drei – nein halt zwei, Hermine ist nur für den Trank zuständig – im schilde führen. „Das hört sich an, als wollen sie einen Lehrer oder einen meiner Slytherins ärgern." Hermine zuckt zusammen. „Habe ich recht?" Sie nickt leicht. „Jain, es geht um die Slytherins, aber wir wollen sie nicht ärgern. Die Jungs wollen ein paar Informationen über den Slytherin Erben." Das letzte hat sich laut ausgesprochen und aus diesem Grund beißt sie sich auf die Zunge, mehr würde sie nicht sagen. Slytherin Erbe, damit ist Malfoy gemeint – Severus bemerkt wie ihm die Idee allmählich zusagt, er könnte seinem Patenkind dann endlich mal eins auswischen – doch was genau haben sie vor?

„Nun gut Miss Granger, ich gehe mal davon aus sie haben bereits mehr gesagt, als ihnen lieb ist." Hermine nickt mit dem Kopf. „Sagen wir es mal so, ich werde ihnen helfen unter der Voraussetzung, dass Ruhe ist." Wieder nickt sie mit dem Kopf. „Gut, dann sollten wir wohl damit anfangen ihren gebrauten Trank zu analysieren. Sie haben doch hoffentlich was abgefüllt?" Hermine steht auf, geht zu ihrer Tasche und holt eine Phiole und einen Stapel Pergamente raus. Hält ihm diese auffordernd hin.

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Das war das 2.Kapitel. 

Bis gleich
goldenspruche

Eine Bitte und deren FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt