78. Ein Gespräch zu viert

75 9 1
                                        

78. EIN GESPRÄCH ZU VIERT
Kaum, dass McGonagall im Klassenzimmer verschwunden ist, hört Hermine ein Lachen rechts neben sich und fällt in dieses mit ein. „Ich also griesgrämig? Ernsthaft?" Doch Hermine kann nicht antworten, weswegen sie nur lachend nickt. „Ja... ja Sev... Severus manchmal." Bringt sie noch stockend hervor, ehe sie an ihm vorbeiläuft. Severus schüttelt den Kopf und läuft ihr hinterher. An der Treppe verabschieden sie sich voneinander und jeder geht seinen Weg. Hermine zurück Richtung des Klassenzimmers von Verteidigung, damit sie sich gleich unter ihre Mitschüler mischen kann, sobald sie in der Zeit wieder zurückspringt. Severus hinunter in seinen Kerker und in seine Räume. Nur um sich dort kurz zu sammeln und sich dann auf den Weg in die Große Halle zu machen. Wenige Sekunden nachdem beide ihren Ausgangspunkt erreicht haben, springen sie in die Gegenwart zurück und sind wieder mitten im Geschehen. Hermine geht bereitwillig mit ihren Freunden mit in die Große Halle, denn sie hat einen Bärenhunger. Severus beobachtet ihren Appetit mit einem Schmunzeln, bis seine Aufmerksamkeit auf die kreidebleiche Minerva fällt, die gerade die Halle betritt. Nach einem kurzen Seitenblick zu Hermine, sieht er, dass sie aufgehört hat zu essen und ebenfalls aufblickt.

Minerva geht kopfschüttelnd wieder in ihre Klasse und fragt sich, was denn im Unterricht von Verteidigung gegen die dunklen Künste gerade in der Kombi Slytherin und Gryffindor passiert ist. Da sie so in Gedanken ist, beschließt sie die Stunde etwas früher zu beenden, um sich die Erinnerung in Ruhe ansehen zu können. Gesagt getan, ihre Schüler sind zwar erstaunt, aber auch sehr Happy über die fünf Minuten Unterrichtsverlust und verschwinden schnell aus Klassenzimmer. Minerva schüttelt noch kurz den Kopf, ehe sie mit einem Wisch die Tür verriegelt und sich das Denkarium herbeiruft. Vorsichtig, um nichts zu verlieren, lässt sie die Gedankenflüssigkeit hineinfließen, wartet einen Moment und taucht ab. Als sie wiederauftaucht, ist sie kreidebleich um die Nase und lässt nur unbewusst die Gedankenflüssigkeit zurück in die Phiole schweben, dann verlässt sie das Klassenzimmer. Sie sieht aus, als hätte sie einen Geist gesehen und als sie die große Halle betritt treffen ihre Augen sofort die von Severus. Sie merkt das kurze weghuschen seiner Augen und folgt seinem Blick. Als sie das Ziel erreicht hat, blickt sie in die besorgten Augen von Miss Granger. Minerva nickt ihr zu und läuft noch immer etwas aufgewühlt auf den Lehrertisch zu. Dort angekommen lässt sie sich auf ihren Platz sinken und murmelt zu Albus „Frag nicht, nach dem Essen in deinem Büro wir müssen reden. Bestell auch Remus und Severus dazu. Es ist dringend." Dann wendet sie sich einfach ab und widmet sich ihrem Essen.

Nach diesem erhebt sie sich gemeinsam mit Albus und sieht, dass auch Severus und Remus es ihnen gleichtun. Gemeinsam macht sich das vierer Lehrergespann auf den Weg ins Büro von Minerva, denn zum einen ist es größer als dass von Albus und zum anderen sind dort keine neugierigen Portraits. In Minervas Räumen angelnagt, lassen sich die drei nieder und blicken gespannt zu ihr. Sie seufzt leise, ehe sie anfängt zu berichten. „Wenige Minuten bevor der Unterricht beendet war, tauchte Miss Granger bei mir auf. Sagte mir, dass es in deinem Unterricht Remus einige Vorfälle gegeben hat. Dann hat sie mir diese Phiole" Minerva hält sie kurz hoch „gegeben und gesagt ich soll sie mir ansehen, bevor ich in die Halle komme. Zudem hat sie sich entschuldigt für, dass was ich sehen werde. Nun ich bin ihrem Rat gefolgt und in die Erinnerung abgetaucht, danach war ich ein wenig durch den Wind, was ihr sicher mitbekommen habt. Severus zu dir wollte sie auch, hast du dir die Erinnerung angesehen?" Angesprochener nickt nur und wartet darauf, dass Minerva weiterredet. „Gut das ist gut, dann müssen dies nur noch Albus und Remus machen, denn ich denke es wäre gut, wen auch du Remus eine Erinnerung deiner Schülerin siehst. Es ist kein Kritikpunkt, doch am Ende habe ich einen Gedanken gehört, der dich interessieren sollte." Der nun angesprochene ist zwar etwas verwundert, nickt aber schließlich. Hinterher könnte er noch immer entscheiden, ob es nun Kritik war oder nicht. Minerva lässt die Erinnerung in ihr Denkarium schweben und bedeutet den beiden Herren links und rechts von ihr, dass sie sich diese bitte ansehen sollen.

Während die beiden in der Erinnerung abtaucht, nutzt Minerva die Ruhe und versucht etwas aus Severus heraus zu bekommen. „Severus, hast du die gesamte Erinnerung gesehen?" Der Angesprochene nickt. „Ja Minerva habe ich. Ich finde es beindruckend, welche Ängste manch unsere Schüler haben. Du bist noch gut weggekommen, doch Longbotten hat den Bock abgeschossen und dass ich mich Mister Finnigan in eine Fledermaus verwandelt habe, hat meinen Ruf nur noch mehr geschädigt und ich werde dies nie wieder los. Das mit Draco fand ich erstaunlich, gerade weil ich die Familie kenne und Lucius eigentlich ganz anders ist. Von Narzissa brauchen wir nicht anfangen, die hat schon immer einen an der Klatsche. Das mit Potter ist wirklich verwunderlich aber auch ein enormer Vorschritt. Ich glaub den Punkt, den du mit Lupin besprechen willst, ist sein Irrwicht. Miss Granger hat die richtigen Schlüsse gezogen und ich wette nicht nur sie." Minerva nickt verstehend. „Danke Severus für den Einblick. Es ist ein Wunder, dass du so viele Worte zu einem sagst und keines davon abwertend ist. Aber das ist nicht der Punkt. Du hast es richtig erfasst, deswegen wollte ich, dass Remus dabei ist. Albus wird auch darauf kommen. Sie kommen zurück."

Und so war es wirklich, die beiden Herren tauchen wieder auf und man sieht in zwei unterschiedliche Gesichter, dass eine wirkt ein wenig besorgt und dass andere ist kalk-weiß geworden. Severus macht ein bisschen Platz, auf dem Sofa und Remus lässt sich einfach neben ihm sinken. Er legt seinen Kopf zurück und schließt die Augen. Minerva beobachtet dies mit Argusauge, doch wird sie von Albus unterbrochen. „Minerva, du sagst, das ist die Erinnerung von Miss Granger?" Die Angesprochene nickt. „Warum musste sie dann Severus nicht ansehen?" Fragt der Direktor weiter, doch bevor Minerva darauf antworten konnte, fängt Severus an zu sprechen. „Weil Miss Granger bei mir war und mir ihre Erinnerung ebenfalls zur Verfügung gestellt hat, doch das ist doch jetzt nebensächlich. Was sie uns eigentlich mitteilen will ist, dass jeder herausfinden kann, dass Lupin ein Werwolf ist. Ich bin daran auch ein klein wenig schuld, immerhin habe ich den Stoff über Werwölfe viel früher begonnen und auch über den Wolfsbanntrank haben wir in Zauberkunde gesprochen, ebenso wie in Kräuterkunde über die Wolfswurz unterrichtet wurde. Wer könnte Angst vor dem Vollmond haben, wenn nicht ein Wolf? Und leider sind nicht nur Miss Granger und Mister Malfoy so schlau, nein es wird auch andere geben, denen die Verbindung zwischen all den Sachen auffällt. Remus darüber wollte ich auch nochmal mit dir sprechen, wie wir jetzt weiter vorgehen sollen." Nach dem ersten Satz hat sich Severus an Remus gewendet und als er schließlich zum Vornamen übergeht, staunt Minerva nicht schlecht. Was ist zwischen den beiden passiert, dass sie sich so gut verstehen und Severus erst mit einem ehemaligen „Feind" besprechen möchte, was nun die nächsten Schritte sind. Weder Albus, noch Minerva kommen zu Wort, denn Remus wendet sich nun an Severus und antwortet ihm. „Severus ich weiß, dass es nicht sonderlich klug war mich dazwischen zu werfen, gerade mit dem Punkt, dass einige ganz gut im Verbinden von Dingen sind. Nun was wir machen können, keine Ahnung. Solange die Schüler den Mund halten ist alles gut, doch wir wissen nicht, wer eine Vermutung hat und somit wird es schwer die Schüler richtig sortieren zu können. Also hast du einen Vorschlag?" Fragend blickt Remus Severus an, dass Minerva und Albus noch im Raum sind und das Ganze sehr genau beobachten, haben die beiden gerade total ausgeblendet. „Also ich hätte da noch so eine Idee, doch dies würde bedeuten, dass du die Schule unverzüglich verlassen musst und ich glaube nicht, dass du dies willst. Somit zögern wir das Ganze heraus und hoffen einfach, dass die die eine Vermutung haben den Mund halten. Von Miss Granger und Mister Malfoy wissen wir beide, dass sie den Mund halten werden. Immerhin braut erstere zusammen mit mir den Trank und wir wollen da nun noch eine Verbesserung mit einbauen und zweiterer ist nicht so eine hinterlistige Schlange, wie viele vermuten. Von daher würde ich jetzt einfach mal sagen, Füße stillhalten." Remus hört aufmerksam zu und will gerade antworten, als er ein Räuspern neben sich vernimmt.

„Severus, Remus, es ist schön, dass ihr euch so einig seid, doch was ist dann der Plan, sollte doch einer reden? Severus, wie ich dich kenne hast du schon einen Plan, also raus damit, damit wir dies hier beenden können und wir alle wieder allen unseren Tätigkeiten nachgehen können." Man hört ein tiefes seufzen von Severus, ehe er die anderen in seinen Plan einweiht .....

Für Hermine gehen die nächsten zwei Unterrichtsfächer sehr schnell rum. In Zauberkunst wiederholen sie nur die bis hier hin gelernten Zauber des dritten Jahres. In Arithmantik haben sie heute die Bedeutungen der Zahlen 0 bis 9 nochmal wiederholt, damit sie in ihren Hausaufgaben keine Probleme bekommen. Nach diesen beiden Fächern, schafft es Hermine unbemerkt in ihren Schlafsaal, wo sie sich unter den Desillusionierungszauber begibt und mit dem Zeitumkehrer drei Stunden zurückspringt, dann legt sie sich ins Bett und kaum, dass ihr Kopf das Kissen berührt ist sie eingeschlafen, dass sie keinen Wecker gestellt hat bemerkt sie schon nicht mehr.

Minerva ist außer sich vor Sorge, Miss Weasley war eben bei ihr und hat ihr berichtet, dass Miss Granger seit Ende des Unterrichtes verschwunden ist und sie nicht beim Essen aufgetaucht ist. Auch in an den üblichen Plätzen ist sie nicht zu finden. Gut ihre Freunde wissen nicht, dass Miss Granger regelmäßig bei Severus ist, daher macht sich Minerva auf den Weg dorthin. Unten in den Kerkern angekommen klopft sie laut und energisch an die Tür und wartet ungeduldig, dass Severus diese öffnet. Als sich die Tür öffnet, staunt Minerva nicht schlecht, denn nun hat sie auch den Grund, warum er so lange gebraucht hat. Vor ihr steht ein in einen Bademantel eingewickelter und mit nassen Haaren beschmückter Severus, der sie fragend ansieht. „Wenn sie dann die Freundlichkeit hätten aufzuhören mich anzustarren und mir stattdessen erzählen, was ihr Besuch bei mir soll, wäre ich ihnen sehr verbunden." Holt sie die Stimme ihres Kollegen wieder aus ihrer Beobachtung. „Entschuldige Severus, ich will dich auch nicht lange stören, doch ist Miss Granger bei dir? Ihre Freunde machen sich sorgen um sie, da sie nicht beim Abendessen war und bei ihren üblichen Plätzen nicht auffindbar ist. Bitte sag mir, dass sie hier bei dir ist."

Severus hat beschlossen, dass er nach dem Abendessen noch duschen geht, nur um sich dann einen entspannten Abend zu machen, doch kaum ist er unter dem warmen Wasserstrahl getreten, klopft es. Beim genaueren hinhören fällt ihm auf, dass es nicht wie üblich an seiner Bürotür klopft, sondern an der seiner Wohnung. Nicht viele wissen wo sich diese befindet, weswegen er sich sofort sorgen macht, ob etwas mit Draco oder Hermine ist. Somit steigt er schnell aus der Dusche, wirft sich seinen Bademantel über und läuft zu seiner Tür. Als er diese dann öffnet staunt er nicht schlecht. Vor ihm steht seine Kollegin, der der Kiefer aufgegangen ist, als sie sein Erscheinungsbild wahrgenommen hat. Geduldig wartet Severus, bis sie sich wieder fängt, doch das tut sie nicht, weswegen er sie höflich darauf aufmerksam macht. „Wenn sie dann die Freundlichkeit hätten aufzuhören mich anzustarren und mir stattdessen erzählen, was ihr Besuch bei mir soll, wäre ich ihnen sehr verbunden." Er beobachtet, wie Minerva erschrocken mit ihren Augen blinzelt und dann zu einer Antwort ansetzt, doch bevor sie ihm wirklich antworten kann, zieht er sie an einem Arm in seine Wohnung und schließt die Tür hinter ihnen beiden, noch mehr brauchen ihn dann auch wieder nicht im Bademantel sehen. Gespannt lauscht er ihren Worten und seine Sorge wächst sofort wieder. „Entschuldige Severus, ich will dich auch nicht lange stören, doch ist Miss Granger bei dir? Ihre Freunde machen sich sorgen um sie, da sie nicht beim Abendessen war und bei ihren üblichen Plätzen nicht auffindbar ist. Bitte sag mir, dass sie hier bei dir ist." In Gedanken geht er einmal alle Möglichkeiten durch, wo Hermine sein könnte, doch dann fällt ihm zwei Sätze von ihr wieder ein. Aber ich brauche heute Abend die drei Stunden, da ich sie zum Schlafen nutzen werde. Immerhin habe ich heute Nacht noch Astronomie und bereits gestern ist die Nacht kurz gewesen. So kann er Minerva aber nicht verraten, wo er sie vermutet, weswegen er nur sagt. „Nein sie ist nicht hier, aber ich werde mich ebenfalls auf die Suche begeben. Klappern sie die verschiedenen Klassenzimmer ab, ich werde den Rest des Schlosses durchsuchen." Minerva stimmt ihm zu und macht sich auf in die verschiedenen Klassenzimmer. Severus zieht sich schnell an, zaubert seine Haare trocken, sucht nach der Karte, die Hermine ihm dupliziert hat und sucht expliziert nach ihr. Als er dann ihren Punkt entdeckt, legt sich ein Lächeln auf sein Gesicht und er macht sich unauffällig auf den Weg zum Gryffindor-Turm.
_______________________________________________________________

Das war das 78.Kapitel. Ich hoffe euch hat es gefallen, über eine Review egal ob mit Kritik oder einer Idee würde ich mich freuen.

Infos in "Rezepte und Ideen"

goldenspruche

Eine Bitte und deren FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt