59. Fragen

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59. FRAGEN

Lucius beobachtet die Situation vor ihm gespannt, während seine Frau bereits das Zimmer verlassen hat, um sich nochmals umzuziehen. Immerhin kommt ihre Schwester mit Mann und Schwager nachher noch vorbei. Somit nutz Lucius die Gunst der Stunde und fragt nach, was es mit dem Geschenk auf sich hat. "Draco sag, von wem ist das Paket?" Doch sein Sohn schüttelt den Kopf. "Nein Vater, wenn das jemand anderes mitbekommt, kann ich mich auf etwas gefasst machen. Nachdem was Bella mir beim letzten Mal angetan hat, sollte es dich nicht wundern, dass ich dir jetzt nichts davon erzähle. Sei mir bitte nicht böse, weil ich es dir nicht verrate." Lucius will gerade seinen Sohn erneut auffordern, ihm die Wahrheit über das Paket zu sagen, als Severus einspringt. "Lass es Lucius, wenn jemand das wirklich in den falschen Hals bekommt, geht es Darco so wie in den Sommerferien. Mehr wirst du nicht zu hören bekommen. Ich hoffe du weißt, was die kleine Warnung bedeutet und nun halt den Mund, deine Frau kommt wieder. Zusammen mit den Lestrange." Lucius passt das ganze gar nicht, aber einen Fluch will er nicht wieder auf seinem Sohn sehen, also nickt er nur und wartet auf seine liebreizende Frau.

Keine zwei Minuten später taucht diese auch schon auf und hat wirklich die Lestrange dabei. Es wird höflich gegrüßt und die Weihnachtswünsche ausgetauscht, ehe sich die weibliche Lestrange an Draco wendet. "Draco, noch immer Flausen im Kopf? Darf ich dich wieder bestrafen?" Draco sieht wie sein Vater bei diesen Worten schluckt und zieht selber den Kopf ein. Wartet darauf, dass noch etwas folgt und siehe da, da kommt bereits der nächste Spruch, seiner heißgeliebten Tante. "Mir ist zu Ohren gekommen, dass du dieses Schlammblut noch immer nicht übertroffen hast. Kannst du mir das erklären?" Doch Draco antwortet nicht. Es würde nichts bringen nun darauf einzugehen, ebenso wenig wie er jetzt an Hermine, die freundlicherweise von seiner Tante als Schlammblut betitelt wurde, nicht denken wollte, geschweige denn über sie reden. Nach dem super Geschenk, hat sie es erst recht nicht mehr verdient. Ihr Geschenk, fällt ihm siedeheiß wieder ein. Ganz leise, damit seine Tante es nicht hört, murmelt er die Worte propinquus es und hofft, dass ein Pate, den Seitenhieb verstanden hat. Er will sich gerade wieder seiner Tante zuwenden, als diese ihn erneut anspricht. "Sprich Junge, wenn ich dich etwas frage und wende dich nicht von mir ab!" Und als wären diese Worte noch nicht Warnung genug, wirft sie auch noch ein "Crucio" hinterher. Draco klappt zusammen, doch zu schreien traut er sich nicht, stattdessen beißt er sich auf die Zunge, bis diese blutet und hält ganz still.

Lucius beobachtet das ganze sehr aufmerksam und bemerkt, wie sein Sohn etwas unauffällig murmelt und auch Severus kurz darauf, dass selbe murmelt. Lucius ist sich sicher, dass es sich um das Geschenk gehandelt hat. Dann wendet er sich wieder dem geschehen zu, was seine Schwägerin mal wieder veranstaltet, doch als sie den Cruciatus-Fluch auf seinen Sohn schmeißt, reißt bei ihm eine Schnur und er entwaffnet sie mit einem Expelliarmus, bevor er sich schützend vor seinen Sohn stellt. "Bella es reicht. Er hat dir zu antworten, das ist klar und das wird er auch in Zukunft tun. Doch bewerfe ihn nicht wieder mit einem Fluch, verstanden? Du bist noch immer Gast in meinem Haus und solltest du dich nicht an meine Regeln halten, dann werde ich die von diesem Grundstück verbannen, hast du das verstanden? Nein Narzissa, du brauchst jetzt nichts zu sagen. Klar sie ist deine Schwester, aber es geht hier um meinen Sohn! In den Sommerferien konnte ich es noch mit ansehen, was Bella mit ihm gemacht hat, doch jetzt reicht es. Ich bin für seine Erziehung zuständig und nicht du oder Bella, wann geht das in eure Köpfe? Das Fest ist gelaufen, Bella verlasse mein Haus und nimm deine Anhängsel mit. Bis Silvester will ich weder was hören noch sehen von euch, habt ihr mich verstanden? Sehr schön nun zu dir Narzissa, du kannst auch gehen. Ich werde mich nun um meinen Sohn kümmern. Vor morgen früh beim Frühstück will ich dich nicht mehr sehen." Lucius hatte sich in Rage geredet und musste jetzt erst einmal tief Luft holen. Dann beobachtet er, wie sich der Salon leert und verschließt die Tür magisch, bevor er sie noch vor Zuhörern schützt. Als das erledigt ist, dreht er sich zu seinem Sohn und sieht, dass sich Severus bereits seiner angenommen hat.

Eine Bitte und deren FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt