3. Analyse

511 19 0
                                        

3. ANALYSE

Er greift vorsichtig nach den Unterlagen und läuft in sein Labor. Hermine ist sich nicht sicher, ob sie ihm folgen sollte, da hört sie ihn bereits rufen. „Kommen sie Granger, hier habe ich mehr Platz." Langsam folgt sie ihm, betritt den Raum und sieht sich staunend um. Severus beobachtet sie mit Belustigung. Hermine bemerkt den Blick und senkt den Kopf. „Machen sie sich keinen Kopf darüber, ich war genauso." Er lächelt sie an und Hermine lächelt zurück. Während sie sich noch ein wenig umschaut, holt Severus einen Kessel und gibt die Flüssigkeit hinein. Dieser ist kein dunkler, träge blubbernder Schleim. Nein er ist ein hell schimmernder Saft. Severus runzelt die Stirn. „Sagen sie mir, was haben sie alles in den Trank getan." Hermine muss kurz überlegen. „Florfliegen, Blutegel, Flussgras, Knöterich, ein Horn eines Zweihorns, Baumschlangenhaut." „Dann wären das zu mindestens alle Zutaten, wie viel und wie haben sie es verarbeitet?" Hermine schluckt.
„Nun ich habe es so gemacht, wie es im Buch „Höchst Potente Zaubertränke" steht. Zu erst habe ich 50g Florfliegen in das kochende Wasser gegeben und die Temperatur auf 50 verringert. Das ganze 3mal im Uhrzeigersinn umgerührt und 3 Tage ziehen lassen. Dann habe ich 2 Blutegel und 10g Flussgras hinzugegeben und 10mal gegen den Uhrzeigersinn umgerührt. Die Temperatur auf 40 gedrosselt und 1 Woche ziehen lassen. Als nächstes habe ich 10g Knöterich hinzugeführt und das 2 Wochen ruhen lassen."

„Ich hoffe ihnen ist bewusst, dass dieses Buch in der Verbotenen Abteilung steht." Hermine nickt und lässt betreten den Kopf hängen. „Naja, da schaue ich kurz mal drüber hinweg, aber wir werden nachher nochmal darüber reden. Bis hier hin hat sich alles richtig angehört, aber der knifflige Teil kommt erst jetzt. Also erzählen sie weiter."

„Ich habe nach 5 Tagen das Horn gemahlen und die Baumschlangenhaut in kleine Streifen geschnitten und das ganze dann 5 Tage ruhen lassen. Dann..." Severus unterbricht sie. „Hier liegt ihr Fehler Miss Granger, das Gemisch aus diesen beiden Zutaten darf nur 2 Tage ruhen und der Tag danach sollte Vollmond sein." Hermine schluckt und schlägt sich wegen ihrer eigenen Dummheit gegen die Stirn. „Man war ich blöd. Natürlich. Ich danke Ihnen, Sir." Sie wollte zurück ins Büro gehen, denn nun weiß sie was sie besser machen könnte, doch Severus hält sie zurück. „Wo wollen sie den hin?" Hermine bleibt stehen und dreht sich langsam zu ihm um. „Nun den Trank neu aufsetzen und dabei auf ihre Tipps achten und die Mondphasen berücksichtigen." Severus schüttelt den Kopf. „Sie haben mich um Hilfe gebeten und die sollten sie auch bekommen. Wir brauen den Trank zusammen. Ich sehe sie dann morgen nach dem Abendessen in meinem Büro und nun wünsche ich ihnen noch einen schönen Abend." Hermine schaut ihn erstaunt an und fand ihre Sprache wieder. „Danke Professor, dann sehen wir uns morgen. Ihnen auch einen schönen Abend." Mit einem Lächeln verlässt sie die Kerker. Severus überlegt noch, ob er das richtige getan hat.

Am nächsten Abend erscheint Hermine wieder pünktlich im Büro. Severus führt sie direkt weiter in sein Labor. „So Miss Granger, wir beginnen heute damit, den passenden Zeitpunkt rauszufinden um mit dem Trank zu starten. Hier ist ein Pergament, schreiben sie ihre Gedankengänge bitte erstmal auf, dann können wir sie kurz hinterher gemeinsam besprechen. Ich werde in der zwischen Zeit einige Aufsätze kontrollieren."
Hermine setzt sich an den einen der beiden Schreibtische im Labor und fängt an. Zu Beginn muss man die Ziehzeiten zusammenrechnen. Somit 3 Tage und 10 Tage sind 13 Tage, umgerechnet 2 Wochen und 1 Tag. Dann 1 Woche und die 2 Wochen vom Knöterich sind 3 Wochen. Zusammen sind wir bei 5 Wochen und 1 Tag. Das heißt 36 Tage vor der nächsten Vollmondphase muss mit dem Trank begonnen werden. Das zerschneiden und mahlen des Horns und der Baumschlangenhaut muss nach 34 Tagen erledigt werden. Eine Mondphase dauert ca.30 Tage. Der nächste Vollmond ist in 10 Tagen, somit müssen wir in 3 Tagen anfangen zu brauen.

Nach dem verfassen der Pergamentrollen schaut sie auf und blickt in zwei raben-schwarze Augen, die sie interessiert mustern. „Professor, ich wäre fertig. Könnten sie sich das mal anschauen?" Severus nickt und geht zu ihr hinüber. Hermine reicht ihm das Pergament. Er lässt seinen Blick darüber schweifen und nickt dann. „Sehr gut Miss Granger, sie haben alles beachtet und sich auch nicht verrechnet. Ich würde sagen, wir schauen mal ob alle Zutaten da sind, wenn nicht werde ich diese morgen besorgen." Hermine ist über das Lob so erstaunt, dass sie nicht weiß was sie sagen soll. Severus beobachtet dies amüsiert und freut sich darüber, dass er doch noch nett und höflich sein kann. Nach einigen Minuten, in denen sich Hermine wieder gefangen hat, läuft diese in die Vorratskammer und überprüft ob alles vorhanden ist. „Professor, wir benötigen Blutegel, ansonsten ist alles da." Sie dreht sich zu ihm um und er nickt verstehend. „Alles klar Miss Granger, dann werde ich diese morgen besorgen. Und sie sollten sehen das sie ins Bett kommen, bevor Filch sie erwischt." Hermine nickt und verlässt erneut den Kerker mit einem Lächeln.
_______________________________________________________________

Das war das 3.Kapitel. 

Infos in "Rezepte und Ideen"

Bis gleich
goldenspruche

Eine Bitte und deren FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt