35. DIE NAHE ZUKUNFT
Die ersten beiden Tage der neuen Woche vergingen wie im Fluge und so sitzt sie nun am Mittwochmorgen in Verwandlung und versucht Professor McGonagall zuzuhören. Irgendwie schafft sie es die Stunde rum zu bekommen, ohne dass jemand merkt, dass sie nicht wirklich anwesend ist. In Geschichte hätte sie am liebsten geschlafen, der Astronomieunterricht vom Vorabend sitzt ihr noch in den Knochen, doch auch diese Stunde überlebt sie und somit macht sie sich auf den Weg zu Severus. Dieser bemerkt direkt bei ihrem Eintreten, dass heute etwas anders ist, sagt aber erstmal nichts dazu.
Er beobachtet, wie sie in sein Labor verschwindet und anfängt den 1. Kessel aufzusetzen. Das alles passiert heute so, als wäre sie eine Maschine. Als sie sich schlussendlich fast ein 2mal geschnitten hätte, nimmt er ihr das Messer einfach aus der Hand und zieht sie in seine Räume. Doch verfrachtet er sie aufs Sofa und beordert ihr eine heiße Schokolade. Hermine lässt das alles schweigend über sich ergehen und Severus beginnt sich wirklich Sorgen zu machen. Irgendwann, er glaubt nach ihrer 3 Tasse, spricht er sie an. "Hermine was ist heute los mit dir? Erst erhalte ich keine Begrüßung, dann arbeitest du wie eine Maschine und schneidest du dich fast 2mal." Hermine hebt ihren Kopf und sieht in aus müden braunen Augen an. "Severus es tut mir leid, doch ich wollte unbedingt brauen, denn es lenkt mich normalerweise ab. Was los ist willst du wissen? Mmmh. Wir hatten gestern Abend Astronomie, an sich ja ein sehr interessantes Fach, doch die Sterne standen gestern nicht gut. Erst waren sie ziemlich düster, wenn du verstehst was ich meine, also haben eine düstere Zukunft vorausgesagt. Das haben wir alle gesehen. Doch als ich den Himmel weiter betrachtet habe, kam noch ein Sternenbild auf, was Gefahr und Bedrohung bedeutet. Ich habe gefragt, ob es noch wer sieht, doch keiner sah es. Weißt du was das heißt? Es heißt ich schwebe in Gefahr und ich würde jetzt einfach mal auf Ron tippen. Severus das macht mir zu schaffen." Dieser sitzt auf dem Sofa und hat ihr ganz genau zugehört. "Mmh. Astronomie war nie mein Fach, aber du hast recht, das Böse kommt wieder. Das mit dem Sternenbild, welches nur du gesehen hast, bedeutet für dich wirklich, dass Gefahr droht. Nimm dich vor Weasley in Acht. Das hast du schon selbst festgestellt. Wenn mich nicht alles täuscht, hast du heute Abend noch eine Stunde. Schau ob sich was geändert hat und wenn nicht kommst du morgen irgendwann bei mir vorbei, ok?" Hermine nickt dankbar und beordert sich noch eine Tasse heiße Schokolade. Severus beobachtet dies mit einem Schmunzeln. Er selbst lässt sich einen Kaffee bringen und gemeinsam sitzen sie da. Hermine unterbricht die Stille auf einmal. "Severus ich weiß Okklumentik machen wir nur freitags, doch könntest du mal schauen, ob ich schon eine Barriere aufgebaut habe." Er überlegt. "Hermine dafür bist du nun zu müde, glaub mir, wenn ich dir sage, dass es sehr Kraftraubend ist. Ich kann es heimlich über die nächsten Tage machen, doch jetzt werde ich nicht in deinen Geist eindringen. Du solltest etwas schlafen, leg dich hin und mach die Augen zu." Hermine sieht in etwas enttäuscht an, doch hört auf seinen Rat und schläft auch ganz schnell ein.
Severus hat sie knapp 1 Stunde beim Schlafen beobachtet, bevor er jetzt aufsteht und sie sanft weckt. "Hermine aufwachen, es wird Zeit fürs Abendessen." Sanft rüttelt er ihr an der Schulter und fragt sich, ob er es richtig macht, denn geweckt hat er noch nie jemanden. Zu mindestens nicht sanft. Hermine erwacht langsam und sieht ihn aus verschlafenen Augen an. "Was hast du gesagt?" Fragt sie verschlafen und Severus lächelt. "Ich habe gesagt, du sollst aufwachen, da es Abendessen gibt." Hermine nickt und rubbelt ihre Augen, gähnt dabei einmal herzhaft, bevor sie ihre Füße auf den Boden stellt und zielsicher im Bad verschwindet. Severus sieht ihr Kopfschüttelnd nach und bringt die Decke wieder in Ordnung. Hermine beobachtet ihn heimlich aus dem Bad, sie wollte es eigentlich gleich wieder verlassen, als sie sah, wie Severus mit einem Lächeln die Decke zusammenlegt. Ein Lächeln, dass ihr Herz berührt. Sie schleicht sich an und zieht ihn in eine Umarmung, die er einfach mit sich machen lässt. "So du bist also im Bad fertig. Ich erinnere mich nicht dir die Benutzung gestattet zu haben." Er versucht mit Spott Hermine dazu zu animieren ihn loszulassen, doch sie verstärkt ihre Umarmung nur. "Was denkst du denn, ich brauchte ein Bad und deins war nun mal näher. Aber jetzt sollten wir essen gehen, immerhin hast du mich deshalb geweckt." Gibt sie spritz zurück, bevor sie sich von ihm löst und Richtung Tür verschwindet. "Danke Severus." Flüstert sie noch, bevor sie das Zimmer verlässt. Severus ist gerührt von ihrem Wort und freut sich innerlich wie ein kleines Kind, denn er konnte ihr helfen. Schnell schnappt er sich seine Lehrerrobe und folgt ihr.
Als er in der Halle ankommt sieht er sie bereits bei ihren Freunden sitzen, doch das Lächeln, welches sie diesen schenkt erreicht ihre Augen nicht. Kurz blickt sie auf und sieht ihn direkt an, jetzt werden ihre Augen erreicht, stellt er erstaunt fest. Er macht sich auf den Weg zu seinem Platz und schwört sich jetzt gleich den ersten Versuch zu starten. Er betrachtet sie genauer und versucht in ihren Geist einzudringen, er landet in einer Bibliothek mit vielen Büchern. Schnell stellt er fest, dass es sich um ihre Erinnerungen handeln muss. Er durchstreift die Regale und sucht nach den Aufzeichnungen von gestern Abend, doch er findet sie nicht, stattdessen trifft er auf einen Bach. Als er versucht durch diesen hindurchzuschreiten, wird er von einem kalten Schauer erwischt und landet wieder in der Halle. Er blick zu Hermine, die ihn mit einem vorwurfsvollen aber auch amüsierten Blick betrachtet. Sie hat ihn bemerkt, war das erste was er denken konnte. Die Frage ist nur wann? Er widmet sich nun endlich seinem Essen, doch die Frage lässt ihn nicht los. Hermine schmunzelt nur, schließlich hat sie ihn bereits beim Eindringen bemerkt, sie wollte wissen wie groß seine Neugier ist und hat ihn suchen lassen. Scheinbar hat er nicht das gefunden, was er gesucht hat und wollte durch ihren Bach wandern, da hat sie ihn dann gestoppt. Sie war stolz auf sich und Severus Blick sagt ihr, dass er es auch ist.
Den restlichen Abend verbringt sie mit Harry und Ginny, wobei die beiden kurz vorm schlafen sind. Wenige Minuten bevor ihre letzte Stunde für diesen Tag starten sollte, machen sich Harry und Hermine auf den Weg zum Astronomieturm. Nach einem Blick durch ihr Teleskop muss sie feststellen, dass sich nichts geändert hat. Das weckt wieder ihre Unruhe und sie schwört sich, morgen nach Zaubertränke mit Severus zu sprechen.
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Das war das 35.Kapitel. Ich hoffe euch hat es gefallen, über eine Review egal ob mit Kritik oder einer Idee würde ich mich freuen.
Bleibt alle gesund und liebe Grüße
goldenspruche
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Eine Bitte und deren Folgen
Hayran KurguHermine hat ein Problem und benötigt dringend Hilfe, wird sie diese erhalten? Was ist, wenn aus Freunden plötzlich Feinde werden und man sich mit den Schlagen gut versteht? Wenn Dumbledore dann noch eine verrückte Idee hat, im späteren Verlauf, welc...
