74. REMUS UND HERMINE, DAS GESPRÄCH
"Remus du erinnerst dich doch bestimmt daran, dass ich zu dir sagte du sollst mit Harry über seine Eltern und Sirius reden. Wie hat er darauf reagiert, wenn das Gespräch schon stattgefunden hat?" Hermine hofft, dass die Frage nicht schon zu weit hergeholt war und wartet gespannt auf die Antwort ihres Lehrers. "Hermine, hat Harry dir das nicht erzählt?" fragt dieser sie gerade erstaunt. "Nein leider nicht. Irgendwie redet er mit mir nur noch das nötigste und dass sind Hausaufgaben. er hält sich an Ron, was ich ja irgendwie verstehen kann, ein Mädchen als beste Freundin kommt nicht so gut. Jedoch bin ich mit Ron verkracht, was du ja weißt und somit ist das mindeste was wir sprechen, beim Essen oder wie gesagt bei den Hausaufgaben." Erzählt Hermine traurig und trifft dabei einen wunden Punkt bei Remus. Unbewusst, aber sie tut es. "Hermine ich verstehe dich da voll und ganz. Aber dazu gleich, jetzt werde ich dir erst einmal deine Frage beantworten. Harry hat es sehr getroffen, dass Dumbledore ihm nicht die Wahrheit erzählt hat, hat es dann aber einfach so hingenommen. Kommen wir zu dem anderen Punkt. Dass mit Ron hatte ich schon wieder vergessen und daher eben nicht dran gedacht. Hermine es tut mir leid, wie die beiden dich jetzt behandeln, aber du musst darüberstehen. Sieh doch mal mich an. Ich bin in gewisser Weise ganz alleine, würde ich mich nicht mittlerweile mit Severus verstehen. Einer meiner besten Freunde wurde ermordet und mit ihm die einzige Freundin, die ich je hatte, ein anderer wurde zum Verräter und ist schuld an dem Tod von ersterem. Und der letzte hat Jahrelang in Askaban gesessen, für etwas was er nicht getan hat. Ich fühle mich oft sehr allein und jetzt von dir zu hören, dass du das bereits in deinen jungen Jahren erlebst ist nicht schön." Hermine hört gespannt zu und blickt dabei Remus tief in die Augen, erkennt das er die Wahrheit spricht, jedoch noch nicht beim wundesten Punkt angekommen ist. Also lässt sie ihn weitererzählen und hoffe, dass dieser Punkt bald erreicht ist, denn je mehr er erzählt so mehr bemerkt sie, was ihr durch Ron und Harry genommen wurde. "Aber das ist nicht mal das schlimmste. Früher war ich anfangs ein Außenseiter, war immer allein, doch dann kamen Sirius, James und Peter auf mich zu und nahmen mich in ihrer Mitte auf. Ich habe mich endlich beachtet gefühlt, doch schnell wollten sie nur noch meine Hausaufgaben und meine Hilfe ohne sich jemals zu bedanken. Ich habe mich von ihnen abgesondert. Die Vollmondnächte waren zu Beginn das schlimmste und ich habe mich immer sehr einsam gefühlt. Ich weiß nicht mal, wie die drei das rausbekommen haben, dass ich ein Werwolf bin, aber seitdem waren sie immer an meiner Seite. Ich war schließlich etwas Besonderes. Anfangs dachte ich, sie hätten mein anderssein akzeptiert, doch haben sie mich nur ausgenutzt. Sieh Severus. Sie haben ihn zu mir gelockt und ich hätte ihn fast getötet. James war kein netter Junge und hat immer nur nach Aufmerksamkeit gestrebt. Peter war nur das Anhängsel und Sirius, ich weiß nicht was er war. Vielleicht mein bester Freund, aber sicher bin ich mir nicht. Als....." Plötzlich stoppt Remus und Hermine sieht in seine Augen, erkennt die Tränen, die er zu lange unterdrückt hat und gratuliert sich im Stillen, dass sie richtig begonnen hat. Als sie sieht, wie ihm die Tränen langsam über die Wangen laufen, steht sie auf, geht zu ihm und zieht ihn in ihre Arme. Schaukelt ihn wie ein kleines Kind und flüstert ihm Nichtigkeiten ins Ohr.
Remus lässt sich in ihren Armen fallen und erschrickt sich zu tiefst, als plötzlich ein Leuchten von ihr ausgeht. Erschrocken will er zurückweichen, doch die Schülerin in seinen Armen klammert sich förmlich an ihn. Dann ist der ganze Spuck vorbei und sie löst sich schließlich von ihm. Remus sucht ihr Gesicht und als er es schließlich gefunden hat, sieht er in zwei leuchtende Augen und ein lachendes Gesicht. Verwirrt lässt er sie schließlich los und Hermine rückt ein Stück von ihm weg. „Hermine was war das?" Fragend blickt er das junge Mädchen an. Er sieht wie sie Luft holt und ihm dann antwortet, leider aber anders, als erwartet. „Remus hör mir zu, was genau das war kann ich dir nicht verraten, aber schau mal, ich habe das erhalten was ich brauche. Hier sieh es dir an und dann sag mir was es war, was ich gebraucht habe." Hermine reicht ihm noch während sie spricht die Phiole, die sie plötzlich in der Hand hatte. Remus nimmt diese entgegen und begutachtet sie kritisch, dann macht es bei ihm klick. Das sind Tränen, seine Tränen, die durch tiefe Gefühle entstanden sind. Remus blickt kurz verwirrt auf, bevor er dann doch zu sprechen beginnt. „Hermine das sind Tränen. Können diese wirklich einzelne Tränke und Salben personifizieren und modifizieren?" Remus sieht ihr nicken und lässt sich ins Sofa zurück plumpsen.
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Eine Bitte und deren Folgen
फैनफिक्शनHermine hat ein Problem und benötigt dringend Hilfe, wird sie diese erhalten? Was ist, wenn aus Freunden plötzlich Feinde werden und man sich mit den Schlagen gut versteht? Wenn Dumbledore dann noch eine verrückte Idee hat, im späteren Verlauf, welc...
