48. Vergangenheit

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48. VERGANGENHEIT

Nach einer Woche, kann Draco den Krankenflügel wieder verlassen und gibt Granger beschied, dass er wieder fit ist. Diese lässt ihm einen Zettel zukommen, dass sie sich am Samstag nach Pflege magischer Geschöpfe, am Eingangsportal treffen. Draco gibt ihr beim Essen zu verstehen, dass er da sein wird. Hermine unterdessen wendet sich an Severus, denn sie merkt, dass ihn noch immer etwas belastet. "Severus, Malfoy und ich sind am Samstag im Raum der Wünsche. Wir werden nicht am Abendessen teilnehme. Kannst du dir etwas bezüglich des Direktors einfallen lassen?" "Hermine das Draco wieder fit ist freut mich, doch wann willst du das am Samstag machen?" "Nach dem Frühstück komme ich zu dir, immerhin belastet dich noch etwas und das muss aufgearbeitet werden, danach gehe ich zu Hagrid in den Unterricht und danach werde ich mich mit Malfoy treffen, einverstanden?" "Okay. Ich verstehe zwar nicht, warum du dir das alles antust, aber es dir auszureden wird keinen Sinn machen. Samstag um acht bei mir. Wir frühstücken zusammen." "Alles klar. Bis dann"

Hermine fiebert dem Samstag regelrecht entgegen und freut sich wie ein kleines Kind, als sie pünktlich um acht bei Severus auf der Matte steht. "Morgen Severus." "Morgen Hermine, komm setz dich." Gemeinsam lassen sie sich auf dem Sofa nieder und frühstücken schweigend. Nach dem Frühstück setzt sich Severus etwas aufrechter hin, ehe er zu erzählen beginnt.

"Der Tag, an denen die anderen Schüler angekommen sind, wurde ich in die Vergangenheit geschleudert. Dieser Artikel, der damals erschienen ist, hat meine Wut angestachelt. Nicht nur das Albus Lupin eingestellt hat, was du mittlerweile weißt, ziemlich riskant ist, nein auch der Spruch von Draco hat mich verletzt. Vielleicht fange ich einfach etwas weiter vorne an. Das ich nur ein Halbblut bin weißt du ja. Nun Lilly Evans später Potter hat bei mir um die Ecke gewohnt, sie hatte magische Fähigkeiten, aber keine Ahnung davon. Ähnlich wie du. Ihre Schwester war sehr neidisch und nach einiger Zeit haben Lilly und ich uns angefreundet, als der Brief aus Hogwarts kam, waren wir bereits zwei Jahre befreundet. Ich erzählte ihr alles, alles was ich wusste und so freute sie sich richtig auf Hogwarts. Dort wurden dann aber alles anders. Sie wurde eine Gryffindor und ich ein Slytherin. Ich hatte es schon schwer als Halbblut dort und meine Freundschaft zu Lilly hat das Ganze nicht besser gemacht. Die Zeit verging, wir wurden größer und irgendwann fingen die Rumtreiber, wie sie sich so schön nannten, an mich zu schikanieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich jedoch bereits verliebt und konnte sie nicht mehr ziehen lassen. Durch einen dummen Fehler meinerseits und einem nicht vergeben ihrerseits, war unsere Freundschaft zerstört und sie heirate Potter. Leider habe ich die Prophezeiung, die deinen Freund Potter betrifft, gehört und an IHN weitergegeben. Daraufhin war Familie Potter auf der Flucht. Als es darum ging den Fidelius-Zauber zu sprechen, haben sie auf den falschen Freund gesetzt. Zu Beginn wollten sie Black als Geheimniswahrer, doch entschieden sich dann für Pettigrew. Dieser verriet sie an IHN und so starben sie schließlich. Und dass alles war meine Schuld, erst verlor ich meine Liebe an einen anderen und dann an den Tod, seither habe ich ein besonderes Auge auf Potter Junior."

Severus endet und sieht in das Gesicht von Hermine. "Das Severus tut mir aufrichtig leid." Hermine die nicht weiß, was genau sie jetzt tun soll, zieht Severus in eine Umarmung und dieser fängt an zu schluchzen. Ihr Pullover wird von seinen Tränen durchweicht, doch das interessiert sie gerade wenig. Nach einiger Zeit beruhigt er sich wieder und beobachtet fasziniert, wie Hermine zu leuchten beginnt. Ihr Pullover wird wieder trocken und sieh hält eine Phiole in der Hand, in der sich die Flüssigkeit der Tränen wiederfindet. Erstaunt schaut sie zu Severus, der kurz aufsteht und das Buch holt. Diese glüht im selben Moment auf, als Hermine es erfasst. Fast ehrfürchtig öffnet sie es und blättert zu leuchtenden Seite. Laut liest sie vor, was dort geschrieben steht.

"Der Träger des Mals ist den ersten Schritt gegangen. Willkommen Hermine, du hast nun eine Phiole in der Hand, die die Flüssigkeit von Tränen beinhaltet. Hebe sie gut auf, beschrifte sie mit Datum, Thema, Art der Tränen und von wem sie stammen. Mit ihnen kannst du ganz besondere Tränke und Tinkturen herstellen, die auf die Person angepasst sind. Benutze sie schlau und weiterhin viel Erfolg, beim erforschen deiner Fähigkeit. Das Licht." Als Hermine das letzte Wort vorgelesen hat, sieht sie erneut zu Severus, der ähnlich wie sie verwirrt ist. "Das war eigenartig." Hermine nickt nur zustimmend als ihr etwas einfällt. "Severus ich weiß das passt jetzt hier nicht rein, aber erinnerst du dich noch an meinen Brief bezüglich Ron? Ich würde ihm endlich meine Rache entgegenbringen, hast du eine Idee?" Severus braucht einen Moment, ehe er den Themenwechsel richtig deuten kann. "An den Brief, ja daran erinnere ich mich noch lebhaft. Bezüglich der Rache, habe ich tatsächlich schon eine Idee, aber lass dich überraschen, OK?" Hermine nickt wieder und die beiden sitzen noch ein Weilchen stumm da, ehe sich Hermine erhebt und sich verabschiedet.

Eine Bitte und deren FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt