68. EINE BESORGTE LÖWENMUTTER
Am nächsten Tag wartet Severus sehnsüchtig auf die Antwort von Hermine. Bis der Antwortbrief dann am späten Nachmittag eingeht, arbeitet er konzentriert am Wolfsbanntrank, damit dieser auch pünktlich fertig wird. Als der Brief dann kurz vorm Abendessen kommt, ist Severus tatsächlich etwas nervös.
Sehr geehrter Professor Snape,
was hat ER gemacht, dass mir keine Gefahr mehr droht? Dies müssen Sie mir wirklich mal bei Gelegenheit erklären.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie sich Professor Lupin über den Trank freut. Und ich bin Ihnen dankbar, dass Sie mir die Möglichkeit geben, mir Ihnen gemeinsam an diesem Trank zu arbeiten.
Sie machen mir wirklich die Überraschung kaputt, woher ich es jedoch kenne, werde ich Ihnen erst am Silvesterabend verraten. Ich habe mit meinem Vater gesprochen, da er unser "Fleischbeauftragter" ist. Zuerst war er nicht begeistert, doch nachdem ich angemerkt habe, dass etwas Neues nicht unbedingt schlechter sein muss, hat er doch zugestimmt. Mein Vater ist sehr gespannt auf Ihre Kreation.
Wir freuen uns auch auf Sie.
Mit freundlichen Grüßen
Hermine Granger
Severus ist zum Glück alleine, denn das Lachen kann er sich nicht verkneifen. Sie nennt ihren Vater wirklich "Fleischbeauftragter", gut in der Zauberwelt gibt es auch lustige Begriffe, doch dieser toppt alle. Das Hermines Vater seinem Vorschlag zugestimmt hat freut Severus sehr und er beginnt die verschiedenen Kräuter zusammenzusuchen, damit die Marinade bis in drei Tagen gut durchgezogen ist.
Hermine verbringt die Tage bis zum 30.12. gemütlich auf dem Sofa. Am 30. jedoch beginnt sie eine Diskussion mit ihren Eltern, die darüber geht, wie sie ihrem Professor weiß machen soll, woher sie Raclette kennt. Schließlich einigen sie sich und Hermine geht einkaufen, immerhin wird noch einiges benötigt. Da sie für vier Personen einkaufen geht und das auch noch am vorletzten Tag des Jahres, nimmt dieser Einkauf doch ziemlich viel Zeit in Anspruch. Ihre Eltern nutzen die Zeit, während Hermines Abwesenheit und bringen das Haus auf Vordermann. Zudem bereiten sie eine leichte Mahlzeit zu, damit sie gemeinsam zu Mittag essen können, wenn Hermine wieder Heim kommt. Gegen Mittag kommt Hermine endlich vom Einkaufen zurück und freut sich, wie ein Kleinkind, über die belegten Brote. Über diese fällt Hermine her, als hätte sie die letzten Tage nichts gegessen. Nachdem sie gestärkt ist, räumt Hermine die Einkäufe weg. Den restlichen Tag verbringt sie bequem mit ihren Eltern auf dem Sofa und freut sich auf den nächsten Abend.
Severus ist nach dem Brief von Hermine und der Vorbereitung seiner Kräutermarinade zu den Malfoys aufgebrochen, da ihm noch etwas eingefallen ist. Im Manor angelangt, macht er sich auf die Suche nach Lucius. In der großen Bibliothek wird er schließlich fündig. Entschlossen geht er auf seinen besten Freund zu und blieb schließlich vor diesem stehen. Als Lucius erstaunt aufblickt, setzt sich Severus auf den freien Sessel und blickt seinen langjährigen Freund wartend an. Dieser legt mit einem seufzen sein Buch auf die Seite und richtet sich etwas auf, dann bedeutet er Severus, dass er reden soll. Severus setzt gerade zu sprechen an, als er unterbrochen wird, da Draco die Bibliothek betritt. "Was kann ich für dich tun, Sohn? Severus wollte gerade etwas mit mir besprechen." kommt es kalt von Lucius. "Lass ihn doch. Draco kann dies gerne mitbekommen, wenn er es will. " Lucius sieht fragend zu seinem Sohn, der mit den Schultern zuckt und sich auf den letzten freien Sessel setzt. Severus sieht dies als Signal und beginnt zu sprechen. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit dir noch nicht darüber gesprochen habe. Das Hermine niemals bei jemanden angesprochen werden darf, der nicht eingeweiht ist, muss ich dir hoffentlich nicht sagen. Nun sie hat sich einen Zauber ausgedacht, den müsste ich noch über dich Sprechen, brauche jedoch deine Einwilligung. Solltest du dem ganzen skeptisch gegenübertreten, Draco und ich sind auch mit diesem belegt. Daher frage ich dich jetzt, darf ich dich mit dem Spruch belegen?" Severus sieht seinen Freund erwartungsvoll an, dieser blickt jedoch seinen Sohn an, der bereits ein breites Grinsen auf dem Gesicht trägt. "Severus kann es sein, dass du von dem Zauber sprichst, der einem verbietet über das Geheimnis desjenigen zu reden, der genannt wurde?" "Ja wieso?" Nun kann sich Draco nicht mehr halten und bricht in schalendes Gelächter aus. Verwirrt blickt Severus zu diesem. "Was ist jetzt so lustig Draco?" Japsend holt der angesprochene Luft, um zu antworten. "Onkel, entweder du wirst vergesslich oder blind oder gar beides zusammen. Am Abend, an dem Hermine hier eingetroffen ist, hast du Vater mit dem Spruch belegt, siehst du nicht die Strähne? Gut er hat sie versteckt, aber bist du wirklich so vergesslich geworden?" Severus blickt verwirrt zu seinem Freund und erkennt, bei genauem Hinsehen, eine goldene Strähne. Er kann den Impuls nicht unterdrücken und schlägt sich mit der flachen Hand an die Stirn, was bei den beiden Malfoys für noch mehr Gelächter sorgt. "Sorry Lucius, hatte ich wirklich vergessen." Entschuldigend hebt er die Schultern, doch sein Freund winkt ab. "Lass mal Severus, dass kann wirklich jedem passieren und dir geht wahrscheinlich gerade anderes im Kopf herum, als ob ich unter dem Zauber stehe. Hast du bereits mit ihr gesprochen?" Jetzt schüttelt Severus den Kopf. "Nein noch nicht und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich es ihr vor dem Sommer sage. Sie hat genug um die Ohren und wenn sie sich jetzt auch noch mit dem ganzen zusätzlichen Kram beschäftigt, ist sie bald doppelt so alt, wie ich."
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Eine Bitte und deren Folgen
FanfictionHermine hat ein Problem und benötigt dringend Hilfe, wird sie diese erhalten? Was ist, wenn aus Freunden plötzlich Feinde werden und man sich mit den Schlagen gut versteht? Wenn Dumbledore dann noch eine verrückte Idee hat, im späteren Verlauf, welc...
