81. WOLFSBANNTRANK
Hermine und Severus schauen Draco noch kurz nach, ehe sich Hermine aus ihrer starre löst und zum Bücherregal geht. Dort zieht sie dann den dicken Welzer hervor und kaum hat sie ihn berührt, beginnt er zu leuchten. Hermine blättert zur entscheidenden Seite vor und staunt nicht schlecht. Das Buch hat die Verbesserungen von Severus einfach schon übernommen und nur noch mit den Tränen angepasst. Laut liest sie das Rezept vor.
Wir benötigen 1 Mondstein, 3 Blutegel, 0,25 Liter Flubberwurmschleim, 2 Werwolfshaare, 3x Wolfswurz, 3g Baldrian und 2 Tränen. Um zur Zubereitung zu kommen:
Der halbe Mondstein wird in feines Pulver gemahlen, während die andere Hälfte in einem Kessel 1 Liter Kessel, für zwei Tage, baden geht. Das Pulver wird in der Zwischenzeit mit dem Wolfshaaren und dem Flubberwurmschleim vermischt und ruht über leichter Flamme, ebenfalls zwei Tage. Sind die zwei Tage um, wird der Baldrian und die Wolfswurz klein geschnitten und zu dem badenden Mondstein gegen, ebenso eine Träne, dann ruht das Ganze nochmal eine halbe Stunde. In der Zwischenzeit gibt man die zweite Träne in die Flubberwurmmischung und lässt das Ganze dann auskühlen. Nach der halben Stunde, wird der noch immer fest, jetzt jedoch nasse, Mondstein dem Wasser entnommen und wird in die andere Mischung gegeben. Diese ruht jetzt nochmals zwei Tage. Jetzt werden die Blutegel kleingeschnitten und zum Mondstein versetzten Wasser gegeben. Dann wird alles auf 100 Grad erhitzt und köchelt dann zwei Tage vor sich her. Sind die 2 Tage Ruhe vorbei, werden die beiden Kesseln in einander geben, wobei die Flubberwurmmischung zum Wasser kommt. Dann wird nochmal alles auf 80 Grad erhitzt und durch ein Sieb in die Phiolen gefüllt. Das herausgesiebte behält man, um es noch weiter zu verarbeiten.
Severus möchte Hermine gerade unterbrechen, als diese sagt „Warte hier geht es noch weiter und es hört sich spannend an. Somit bedeutet Severus Hermine, dass sie weiter vorlesen kann. Hermine senkt ihren Blick wieder auf das Buch in ihrem Schoß und liest weiter.
Die herausgesiebten Zutaten können ganz einfach zu einer Salbe, die gegen Wolfsverletzungen helfen, hergestellt werden. Die Zutaten werden auf einem Brett zum Trocknen ausgelegt und wenn dies dann passiert ist, wird das Ganze in einen Mörser getan und zu einem Pulver gemahlen. Ist dies getan, so wird ein ½ Liter Kessel mit Wasser befüllt und das Pulver hineingegeben. Das Ganze wird dann zu einer glatten Masse gerührt. Dann hat die Salbe noch eine Stunde zu ruhen, bevor man sie in die Tiegel geben kann.
Hermine hört auf zu lesen und sieht gespannt zu Severus. Dieser hat ganz genau zugehört und bombardiert Hermine nun mit Fragen. „Da s hört sich an, als hätte dieses Buch meine Verbesserungen mit aufgenommen. Ist dies der Fall?" Das Nicken von Hermine reicht ihm, weswegen er weiter fragt. „Wie lange werden wir brauen? Wie lange ist der Trank haltbar? Wann muss Remus ihn nehmen und für wie viele Anwendungen reicht er? Die Sa....." Weiter kommt er nicht, denn Hermine fängt an zu lachen und unterbricht so den Redeschwall von ihm. „Severus, du sagst ich bin schlimm mit meinen ganzen Fragen, doch du bist auch nicht besser, um sie dir zu beantworten. 5 Tage werden wir mit dem Trank beschäftigt sein, wie schon die ganze Zeit. Ganze 6 Monate ist er haltbar und muss nur alle 2 Monate genommen werden, wie deiner dann 3-mal am Vollmondtag, somit reicht die Mischung für drei Anwendungen. Du wolltest aber noch was sagen, also bitte, schieß los." Lacht Hermine zum Ende hin, denn schließlich hat sie ihn unterbrochen und nicht umgekehrt. Severus schüttelt belustigt den Kopf, bevor er da weiter macht, wo er kurz zuvor aufgehört hat. „Die Salbe ist eine klasse Erfindung und wir müssen dem Buch die Frage stellen, ob dies auch ohne die Tränen geht, denn ich glaube, so wird die Salbe nur Verletzungen von Remus heilen. Sei doch so gut und öffne uns das Buch." Hermine fällt auf, dass Severus recht hat und öffnet schnell das Buch, kaum ist es aufgeschlagen fällt ihr noch ein kurzer Absatz auf.
Die Salbe kann natürlich auch aus den restlichen Zutaten von einem Trank ohne Tränen hergestellt werden, dann ist sie auch für alle sofort wirksam. Wenn jetzt jemand eine Verletzung von einem anderen Werwolf hat, dauert die Heilungsphase 2-3 Tage länger.
„Ups, Severus du hast recht, dass stand aber eben definitiv noch nicht drinnen. Ich werde doch nicht einfach so einen wichtigen Absatz überlesen, oder?" entschuldigend und fragend blickt Hermine auf und Severus antwortet ihr. „Nein du würdest so was nicht überlesen, das Buch hat uns gehört und den Absatz noch hinzugefügt. Aber der Hinweis ist gut. Daher sollten wir dem Buch danken und uns dann daran machen, den Trank aufzusetzen." Hermine muss erneut über Severus Wortwahl lachen, denn wer bedankt sich bei einem Buch und doch flüstert Hermine zu diesem „danke für den Tipp" bevor sie es auf den Wohnzimmertisch ablegt und mit Severus im Labor verschwindet.
Fünf Tage später ist der Trank fertig und Severus bestellt Remus in sein Büro. Hermine hat er auch bescheid gegeben und wartet nun gespannt auf die beiden. Zeitgleich kommen sie an, jedoch an unterschiedlichen Türen. Da Hermine jedoch das Passwort zu seinen Räumen kennt, geht er zu seiner Bürotür um Remus herein zu lassen und gibt Hermine über die Gedankenverbindung bescheid, dass er Remus die Tür öffnet. „Hermine lass dich bitte selbst in die Räume, ich hole Remus an meiner Bürotür ab." Bevor Hermine antworten kann, schließt er wieder die Verbindung und öffnet die Tür für Remus. Dieser tritt ins Innere und folgt Severus in seine Räume, als er Hermine auf dem Sofa sitzen sieht wundert er, doch beschließt einfach nicht nachzufragen. Severus verschwindet noch einmal in seinem Labor, um die neun Phiolen zu holen, bevor er diese Remus jedoch reicht, bedeutet er Hermine, schon einmal anzufangen mit dem erklären. „Also Remus, der Trank hält sich nun 6 Monate, einnehmen musst du ihn alle 2 Monate und dann am Vollmondtag 3-mal, wie bisher auch. Wir haben die Flaschen schon für dich beschriftet. Für die Monate Februar, April und Juni und dann morgens, mittags und abends. Sag uns doch bitte bescheid, wie der Trank wirkt." Remus nimmt dankbar die Phiolen entgegen und bedankt sich auch nochmal bei den beiden, ehe er sich zurück in seine Räume begibt.
Die kommenden Monate gehen ohne große Komplikationen vor rüber und Remus berichtet den beiden Brauern, dass der Trank klasse funktioniert und auch die Salbe, die Severus ihm nach dem ersten Vollmond gegeben hat, Wirkung zeigt. Doch der heutige Vollmond wird Komplikationen mit sich bringen. Welche Folgen dies haben wird, dass weiß zum Frühstück niemand. Remus kommt zur Mittag- und Abendzeit nicht dazu seinen Trank zu nehmen, was für alle beteiligten schwere Folgen haben wird.
Der Abend kommt und gemeinsam mit Harry und leider auch Ron, besucht Hermine Hagrid, der ein wenig durch den Wind ist, weil sein geliebter Seidenschnabel am heutigen Abend hingerichtet werden soll. Noch immer ist Hermine etwas sauer auf die Malfoys, da diese für die Hinrichtung verantwortlich sind. Doch Lucius kannte sie zu diesem Moment und Hermine geht auch schwer davon aus, dass Narzissa ihre Finger mit im Spiel hat. Immerhin war es Draco, der auf der Krankenstation gelegen hat und dieser ist nun einmal doch ihr Sohn, egal wie sehr sie ihn hassen wird.
-Rückblick-
Es war wieder eine der Stunden bei Hagrid, der irgendwie das Talent besitzt in jeder Stunde etwas falsch zu machen. Dieses Mal ist es die Situation mit Seidenschnabel. Nachdem Harry erfolgreich mit dem Tier kommuniziert hat. Alle waren am Feiern und keiner bemerkt, wie Draco sich vorsichtig dem Tier nähert, leider macht er eine zu schnelle Bewegung und Seidenschnabel erwischt ihn. Laut schreit er auf, als er das brechen seiner Knochen hört. Sofort sind alle alarmiert und am liebsten wäre Hermine zu ihm und hätte ihm geholfen, doch dies ist nicht möglich. Hagrid bringt Draco in den Krankenflügel und Hermine folgt den beiden unauffällig. Lange bleibt sie bei ihm, bis seine Eltern kommen und Hermine sich unauffällig aus dem Staub macht. Zwei Tage später erzählt ihr Draco, dass der Hippogreif getötet werden soll. Hermine ist zu diesem Zeitpunkt fuchst Teufels wild und spricht lange nicht mit ihm. Doch irgendwann hat sie herausgefunden, dass seine Eltern daran schuld sind und da sie mittlerweile Lucius kennt, ist sie sich sicher, dass er nicht schuld daran ist.
-Rückblick ende-
Hagrid freut sich über den Beistand und als sie dann Dumbledore, auf dem Weg zur Hütte, sehen verlassen sie unauffällig die Hütte von Hagrid und machen sich auf den Rückweg zum Schloss. Oben auf einen der Hügel angekommen, hören sie die Raben aufschrecken und Hermine hat Tränen in den Augen, dass dann ausgerechnet Draco vorbeikommt und lacht, ist ungünstig für ihn, denn Hermine dreht durch. Wütend funkelt sie ihn an und so schnell konnte er nicht schauen, wie sie ihm ihren Zauberstab an den Kehlkopf gehalten hat und ihn immer weiter zurückdrängt. Doch mit viel Selbstbeherrschung schafft sie es, den Stab wieder sinken zu lassen und blickt Draco weiter aus hasserfüllten Augen an. Dieser kann sich einen Kommentar, als sie sich zu ihren Freunden dreht, nicht verkneifen. „So ist es richtig, zeig ein bisschen Respekt vor mir. Schließlich bin ich ein Malfoy." So schnell konnte weder Draco, noch die Freunde der beiden schauen, wie Hermine ausgeholt hat und ihm mitten ins Gesicht geschlagen hat. Sie hört ein knacksen und in diesem Moment kommt sie wieder zur Besinnung. Erschrocken weiten sich Hermines Augen und als sie in das vor Schmerz verzerrte Gesicht sieht, plagt sie ein schlechtes Gewissen. Als sich der Blick von ihr und Draco kreuzt, versucht sie so viel Reue und Demut in diese zu legen und erntet ein beruhigendes Lächeln von ihm, bevor er sich abwendet und jammernd im inneren des Schlosses verschwindet. Hermine, die das schlechte Gewissen plagt, achtet nicht auf die Jubelrufe ihrer Freunde, sondern baut schnell eine Verbindung zu Severus auf. „Severus, du musst Draco finden! Mit mir sind eben die Pferde durch gegangen und ich habe ihm die Nase gebrochen. Kümmere dich bitte um ihn und richte ihm aus, dass es mir leid tut." „Hermine beruhigt dich wieder. Ich werde nach ihm schauen und deine Worte ausrichten. Mach dir keinen Kopf, er ist hart im Nehmen. ....... Hermine?" Doch Hermine kann nicht mehr reagieren, denn Krätze hat Ron in den Finger gebissen und ist davongerannt. Dieser läuft dem Vieh hinterher und Harry folgt ihnen. Hermine erkennt mit Schrecken, dass die beiden auf den Weg zur peitschenden Weide sind und gibt Gas.
Severus ist besorgt, Hermine hat ihm nicht mehr geantwortet und dass sie Draco die Nase gebrochen hat, ist jetzt auch nicht die beste Nachricht. Mit schnellen Schritten läuft er durchs Schloss, auf der Suche nach Draco, der ihm zum Glück in die Arme läuft, leider ist er wieder einmal in Begleitung von den beiden Nichtsnutzen Crabbe und Goyle, weswegen er jetzt Draco wieder etwas rauer rannehmen muss. „Mister Malfoy! In mein Büro! SOFORT!" Angesprochener zuckt zusammen, doch folgt dann still seinem Professor. Dieser überlegt, wie er jetzt am besten herausbekommt, was zwischen den beiden, mittlerweile guten Freunden, passiert ist. In seinem Büro angekommen dirigiert er Draco in sein Wohnzimmer, wo er ihn auf das Sofa drückt und seine Nase behandelt. Schnell ist dies erledigt und Severus fängt an ihn auszuquetschen. „Draco? Wie ist das passiert?" fragt er fürsorglich, denn er weiß mit einem scharfen Ton würde er jetzt nicht weit kommen. „Hermine ist passiert." „Das weiß ich, doch wie kam es dazu, dass sie dir eine reingeschlagen hat?" Severus sieht, wie sein Patensohn etwas in sich zusammensackt. „Ich habe gesehen, wie sie und ihre Freunde, nein stopp Weasley ist ja nicht ihr Freund. Also noch einmal, Hermine ist in Begleitung von Potter und Weasley von der Hütte unseres Wildhüters gekommen. Kurz bevor wir sie erreicht haben, hörten wir einen Schlag und kurz darauf sah ich Tränen in den Augen. Ich glaub ich war einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Sie ist auf mich zugestürmt und hatte ihren Zauberstab in der Hand. Diesen drückte sie mir gegen den Kehlkopf und drängte mich immer weiter nach hinten, bis ich einen der Hinkelsteine in meinem Rücken gespürt habe. Plötzlich ändert sich der Ausdruck in ihren Augen, aus purem Zorne wurde Trauer und ich hätte sie am liebsten in die Arme genommen. Sie hat sich von mir abgewendet und da wir nicht alleine waren, habe ich meinen Mund nicht halten können. Ich habe zu ihr gesagt und Severus bitte erschlag mich jetzt nicht. „So ist es richtig, zeig ein bisschen Respekt vor mir. Schließlich bin ich ein Malfoy." Ich weiß, dass es nicht schlau war und habe die Retourkutsche bekommen. Denn so schnell konnte keiner von uns fünf schauen, da hatte sie sich wieder umgedreht und mir ihre Faust ins Gesicht geschlagen. Daher stammt der Bruch. Als sie jedoch realisiert hat, was eben passiert ist, hat sie sich schon mit einem Blick bei mir entschuldigt. Nun ich bin dann ins Schloss und dir in die Arme gelaufen." Draco endet und holt tief Luft. Severus hingegen hat gespannt zugehört und ist sich jetzt sicher, dass noch etwas danach passiert sein muss, sonst hätte sie ihm geantwortet. „Gut du hast eingesehen, dass du selbst dran schuld bist an deiner gebrochenen Nase. Deine Mutter sollte davon nichts erfahren, doch wenn du wieder fit bist, komm mit, irgendwas stimmt bei Hermine nicht." Draco nickt nur und folgt seinem Paten.
_______________________________________________________________
Das war das 81. Kapitel. Ich hoffe euch hat es gefallen, über eine Review egal ob mit Kritik oder einer Idee würde ich mich freuen.
Infos in "Rezepte und Ideen"
goldenspruche
DU LIEST GERADE
Eine Bitte und deren Folgen
FanfictionHermine hat ein Problem und benötigt dringend Hilfe, wird sie diese erhalten? Was ist, wenn aus Freunden plötzlich Feinde werden und man sich mit den Schlagen gut versteht? Wenn Dumbledore dann noch eine verrückte Idee hat, im späteren Verlauf, welc...
