32. Träume

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32. TRÄUME

2 Stunden später, sitzen die beiden noch immer so da. Hermine schläft und Severus will eigentlich auch zu Bett gehen, doch er möchte sie nicht wecken indem er sich bewegt. Somit bleibt er sitzen und beobachtet sie. Auf ihrem Gesicht sind noch die Spuren der geweinten Tränen zu erkennen und doch wirkt sie gerade glücklich. Er fragt sich was sie träumt und ehe er sich Beherrschen kann, dringt er mit einem geflüsterten "Legilimens" in ihren Geist ein. Was er dort zu sehen bekommt, rührt ihn.

Er befindet sich in seinem Labor, wo sie gemeinsam an dem Vielsaft-Trank brauen. Er steht über einen zweiten Kessel und schmeißt gerade noch eine Zutat hinzu. Hermine wendet sich an ihn und fragt nach, was er denn da genau braut und er antwortet einen Heiltrank. Hermine sieht so aus, als würde sie überlegen um welchen es sich handelt. Das ist der Aufpäpple-Trank, stellt sie erstaunt weg und er beobachtet, dass sich ein Lächeln auf sein Gesicht wandert. Hermine lächelt zurück und fragt, ob sie helfen kann. Severus erkennt den Abend, als den Abend, seitdem sie zusammen die Tränke für Poppy brauen. Hermine geht auf ihn zu und stellt sich neben den Kessel, gemeinsam besprechen sie die Brauweise und Hermine beginnt selbst mit dem brauen.

Severus ist über diese Szene sehr überrascht, da seine Schülerin, die er schon lange nicht mehr als solche sieht, von ihm und ihrer gemeinsamen Zeit träumt. Er überlegt, ob es etwas zu bedeuten hat, tut dies aber als unwichtig ab. Er legt seinen Kopf zurück und triftet in einen sonderbaren Traum.

Er befindet sich auf den Länderrein von Hogwarts, neben ihm läuft eine junge Frau mit wallenden braunen Haaren. Ihr Gesicht erkennt er nicht und doch fühlt er sich geborgen. Ihr Weg führt sie hinunter zum schwarzen See, dort kann er schon aus der Ferne, drei Kinder sehen, Kinder die seiner Begleitung ähnlichsehen. Beim genaueren betrachten, fällt ihm auf, dass sie auch Ähnlichkeiten mit ihm haben. Doch glauben will er das nicht. Die Traumsituation wandelt sich. Plötzlich steht er in einem Haus und besieht sich das Schauspiel, was sich vor seinen Augen abspielt. Die Frau, die ihn eben noch begleitet hat, kommt aus dem Haus, vor ihr hüpfen die Kinder umher und verlangen nach dem Kuchen den sie mit sich herumträgt. Auf einmal dreht sie sich um und Severus bleibt sein Herz stehen. Das konnte nicht wahr sein. Das durfte nicht wahr sein. Er versucht sich aus dem Traum zu reißen und mit einem lauten "NEIN" schreckt er aus diesem hervor.

Severus benötigt einen Augenblick um sich zu beruhigen, ehe er bemerkt, dass er mit seiner Aufwachaktion Hermine geweckt hat. Sie sieht ihn verschlafen an. "Severus was ist los und verdammt wie spät haben wir?" Erschrocken fährt sie noch ein Stück hoch und rammt mit ihrem Kopf, Severus Kinn, der keucht erschrocken auf. "Severus es tut mir leid." Sie will aufstehen, doch er zieht sie in seine Arme, bevor er ihr zu erzählen beginnt. "Hermine, wir haben kurz vor Mitternacht. Nach meinem Eindringen in deinen Geist, bist du direkt eingeschlafen und ich wollte dich nicht wecken. Ich bin dann auch irgendwann eingeschlafen und habe etwas Kurioses geträumt. Es hat mir zugesetzt, da ich den Traum nicht deuten kann." Hermine hört die Verzweiflung aus seiner Stimme. "Severus, wenn du mir erzählst, was du geträumt hast, vielleicht können wir das aufarbeiten, damit du das verstehest." Doch Severus schüttelt den Kopf, denn schließlich handelte der Traum von ihr. Hermine sieht das Kopfschütteln und kuschelt sich wieder in seine Arme, zieht die Decke etwas höher und denkt sich, wenn er ihr das erzählen will, dann wird er dies tun. Nach wenigen Minuten ist sie wieder eingeschlafen.

Severus beobachtet dies, doch er wird nun keine Ruhe mehr bekommen, er muss seinen Traum analysieren und herausfinden, was er zu bedeuten hat. Er versucht seine Gedanken zu ordnen, doch es fällt ihm verdammt schwer, schließlich gibt er es auf und schiebt Hermine in eine bequeme Position, damit er vielleicht auch noch etwas Ruhe finden kann. Er hätte es zwar nicht erwartet, doch schläft er nochmal ein.

Hermine erwacht am nächsten Morgen und sieht sich verschlafen um. Sie bemerkt schnell, dass sie nicht in ihrem Schlafsaal, sondern bei Severus ist. Sie sieht sich weiter um und bemerkt, dass sie und Severus auf dem Sofa geschlafen haben, sie auf seinem Schoß. Sie ruft nach einem Hauselfen, der über das Bild, welches sich ihm bietet, überrascht ist. Bevor er seien Überraschung kundgeben kann, hat Hermine ihn bereits beauftragt, ein Frühstück für 2 zu servieren und belegt ihn schnell mit ihrem Zauber. Als der Kaffeeduft im Raum hängt, bewegt sich auch Severus und Hermine murmelt ein "Guten Morgen" bleibt aber weiterhin auf seinem Schoß liegen. Severus betrachtet die Situation und muss unvermittelt lächeln. Ja sein Traum war eigenartig gewesen und doch fühlt er sich wohl in seiner Haut. Er murmelt ebenfalls ein "Guten Morgen" während er seinen Blick wandern lässt, er entdeckt das Frühstück und zieht seine Braue hoch. "Frühstück?" Hermine nickt nur und erhebt sich langsam, sie geht zum Tisch hinüber und lädt alles auf ein Tablett, bevor sie sich wieder Severus zuwandte und auf ihn zugeht. Dieser denkt einen Engel zu sehen und wird direkt an seinen Traum erinnert. Schnell versucht er diesen Gedanken zu vertreiben und greift beherzt zu, als Hermine das Tablett vor ihm auf den Tisch stellt. Sie zieht die Decke auf den Boden und setzt sich darauf. Gemeinsam frühstücken sie im Stillschweigen und jeder hängt seinen eigenen Gedanken nach.

Nach dem Frühstück mach sich beide auf getrennten Wegen ins Bad, denn Hermine muss sich zumindest kurz im Gemeinschaftsraum blicken lassen. Dort wird sie auch schon Sehnsüchtig von Ginny erwartet, doch sie beantwortet ihr keine Frage. Hermine macht sich fertig, ehe sie mit ihren Freunden nochmal in die Große Halle geht, dort endlich beantwortet sie eine Frage von Ginny und zwar die wo sie denn bitte schön gewesen war. Hermine erzählt ihr, dass sie nicht mehr schlafen konnte und deshalb eine Runde über die Länderrein spaziert ist. Was sie in diesem Moment nicht weiß, dass sie es tatsächlich in dieser Nacht gemacht hat und zwar im Traum von Severus. Ginny gibt sich mit dieser Antwort zufrieden und sie verabreden sich zum Hausaufgaben machen am Nachmittag, dann macht sich Hermine wieder zurück zu Severus, um endlich wieder zu brauen.

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Das war das 32.Kapitel. Ich hoffe euch hat es gefallen, über eine Review egal ob mit Kritik oder einer Idee würde ich mich freuen.

Habt einen schöne Abend
goldenspruche

Eine Bitte und deren FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt