36. Nachverfolgung

242 15 3
                                        

36. NACHVERFOLGUNG

Am Donnerstag trödelt Hermine, nach der Zaubertränkestunde absichtlich und wartet, bis sie alleine mit Severus ist. Dieser blickt auf sie und weiß sofort was los ist. Die Sternenbilder haben sich nicht verändert. Er schließt die Türe und macht sie abhörsicher. "Hermine, du siehst so aus, als hätten sich die Sternzeichen nicht verändert. Wir sollten nach einer Lösung suchen." Hermine nickt nur und folgt ihm in seine Räume. Sie lässt sich auf das Sofa fallen und Severus nimmt neben ihr Platz. Eine ganze Weile, schweigen sie, bevor Hermine die Stille unterbricht. "Severus, was soll ich machen? Ich weiß doch nicht, wie ich mich am besten schützen soll." Severus überlegt. "Das Wiesel ist noch knapp 1 Woche lahmgelegt, solange bist du noch sicher. Danach solltest du dich von ihm fernhalten. Verbringe deine Zeit mit Potter und Anhang, dann schaffst du das schon. Kopf hoch." Hermine nickt nur, bevor sie plötzlich das Thema wechselt. "Na hat dir mein Geist gefallen. Ich habe dich bereits beim Eindringen bemerkt, wollte aber sehen, wie weit du dich vortraust." Severus ist erstaunt. "Habe ich dich echt nicht überraschen können?" Sie schüttelt den Kopf. "Ich muss sagen, dass mit der Bibliothek ist eine gute Idee. Ich habe schnell herausgefunden, dass jedes Buch eine Erinnerung oder ein Lebensabschnitt ist. Ich muss gestehen, ich habe die Erinnerung an das Sternenbild gesucht, aber sie nicht gefunden. Dann kam da dieser Bach und sah dahinter noch mehr Regale, diese lagen etwas dunkler. Ich dachte mir, dass dort diese Erinnerung sein wird und wollte hin. Als ich den Bach betrat war er eiskalt und du hast mich erfolgreich aus deinem Geist verdrängt. Ich bin stolz auf dich." Hermine lächelt, denn ein Lob erhält man nicht alle Tage. Sie reden noch ein wenig, ehe Hermine sich zum Abendessen aufmacht. Gemeinsam mit ihren beiden Freunden sitzt sie abends noch lange vor dem Karmin und denkt über die Gefahr nach. Das Ron nicht die akute Gefahr, aber trotzdem eine Gefahr ist, weiß sie zu diesem Zeitpunkt nicht.

Die 1 Woche vergeht wie im Fluge und ehe sich Hermine versieht, ist Ron wieder unter ihnen. Der Direktor hat ihn zu sich ins Büro zitiert, damit der Übeltäter erwischt wird. Hermine unterdessen verbringt den Donnerstagabend bei Severus. Gemeinsam bauen sie Hermines mentale Barriere weiter aus. Dabei fällt ihnen auf, dass sie gemeinsam über ihren Geist kommunizieren können. Severus erklärt ihr, dass er das bei keinem anderen kann und er diese Verbindung gerne nutzen will, falls mal was sein sollte. Hermine nickt verstehend und berichtet ihm von ihrer Sorge, bezüglich ihrer Rache an Ron und der Nachforschungen des Direktors. Severus versucht sie zu beruhigen und schickt sie schließlich wieder in ihren Turm. Der Freitag ist gespickt mit vielem. Erst der VgddK-Unterricht, bei dem nicht kompetenten Lehrer. Danach Zauberkunst, wobei sich Hermine tierisch langweilt. Zum Schluss noch Verwandlung, wo sie endlich gefordert wird. Und dann verbringt sie den Abend bei Severus auf dem Sofa, gemeinsam führen sie fachmännische Gespräche und teilen ihre Sorgen und Ängste miteinander. Der Samstag kommt und mit ihm, ein Schreiben des Direktors. Sie soll sich nach dem Mittagessen zu ihm bewegen. Sie bekommt es mit der Angst zu tun und versucht ihre neue Verbindung zu Severus direkt mal aus. Sie konzentriert sich auf ihn und dann taucht sie in seinen Geist, dort angekommen spricht sie ihre Worte aus. "Severus der Direktor verlangt nach mir, nach dem Mittagessen. Was soll ich tun?" Es dauert nicht lange, bis sie Severus Präsens in ihrem Geist bemerkt und er kurz darauf antwortet. "Mich will er auch sehen, daher keine bange ich komme mit dir mit." Ein Lächeln legt sich auf ihre Lippen, was überhaupt nicht zu der Sache passt, die sie gerade macht.

Nach dem Mittagessen machen sich beide auf den Weg. Severus ist vor Hermine da und wartet auf sie. Als sie schließlich um die Ecke kommt, sieht er ihr bereits ihre Sorgen an. Schnell spricht er in ihrem Geist. "Verschließe dich Hermine, wir können uns nun keine Emotionen erlauben. Begrabe deine Sorgen." Hermine nickt und setzt ein Lächeln auf. Gemeinsam betreten sie das Schulleiterbüro. "Miss Granger, Severus schön euch zu sehen. Setzt euch. Zitronenbonbons?" Beide lehnen dankend ab und setzen sich. Severus beobachtet Hermine genau, achtet aber penibel darauf, dass es Albus nicht mitbekommt. Er ist erstaunt, eben hatte er noch ein Nervenbündel vor sich und nun sitzt sie mit erhobenem Haupte auf dem Stuhl und blickt ihren Direktor fragend an. "Nun ich denke ihr fragt euch, warum ich euch sprechen möchte. Ich will nicht lange darum herumreden, daher direkt raus." Severus zieht eine Braue hoch, seit wann spricht Albus mal etwas direkt an? Doch weiter darüber gedankenmachen kann er sich nicht. "Nun ich mache doch einige Nachforschungen, bezüglich Ronald Weasley. Poppy hat mir berichtet, dass es kein Zauber war, der den Jungen verwandelt haben konnte. Es handelt sich um einen Trank sagt sie und mir fällt nur einer ein. Da ihr beiden gemeinsam braut, möchte ich wissen ob ihr den Vielsaft-Trank gebraut habt. Hermine versteift sich einen Moment, doch Severus rettet die Situation. "Ganz ehrlich, der Tank ist verboten. Ich habe ihn nicht gebraut und alleine wird ihn Miss Granger auch nicht gebraut haben." Diese nickt bestätigend, bevor Severus fortfährt. "Jedoch wurden mir die Trankzutaten gestohlen, die benötigt werden. Ich habe mir keinen Kopf darüber gemacht, da sie auch für andere Tränke verwendet werden können. Von daher, nein wir haben den Trank nicht gebraut, da bist du auf der falschen Fährte. Der Direktor nickt nur, ehe er die beiden entlässt. Severus und Hermine atmen auf, ehe sie in die Kerker gehen, um sich von dem Schock zu erholen.

Der Direktor unterdessen, glaubt Severus nicht. Er weiß, dass er diesen Trank gebraut hat und auch mit Miss Granger ausprobiert hat, doch er weiß nicht, ob an Weasley oder jemand anderem. Nachdem was Miss Granger im vergangen halben Jahr alles ertragen musste, ist er sich jedoch sicher, dass es irgendwie ihre Rache an dem Jungen war. Er beschließt den Fall so auf sich beruhen zu lassen und wendet sich wieder seinen Aufgaben zu. Dass die beiden mit einander viel Zeit zu verbringen scheinen, freut ihn, denn er merkt, wie Miss Granger wieder lockerer wird und sich trotzdem in der Nähe von Mister Weasley aufhält. Er sagt sich einfach, dass er das genauer beobachten muss.
_______________________________________________________________

Das war das 36.Kapitel. Ich hoffe euch hat es gefallen, über eine Review egal ob mit Kritik oder einer Idee würde ich mich freuen.

Einen schönen Wochenstart und bleibt alle gesund.
goldenspruche

Eine Bitte und deren FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt