69. Ein gemeinsames Abendessen

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69. EIN GEMEINSAMES ABENDESSEN

Severus hadert mit sich, beschließt jedoch dann seine Kollegin einzuweihen. "Minerva! Kein Wort zu niemandem, auch nicht zu denen, die eingeweiht sind." Scharf sieht er sie an und wartet bis sie nickt, erst dann spricht Severus weiter. "Draco nenne ich beim Vornamen, da ich sein Parte bin. Frag mich nicht, was sich Lucius dabei gedacht hat, denn ich weiß es nicht. Vielleicht Narzissa etwas auswischen, doch ich will jetzt nicht wild spekulieren. Dann das mit Remus, wir habe uns im vergangen halben Jahr ausgesprochen und versöhnt, wahren aber vor den Kollegen den Schein. Was Hermine angeht, dass kann einen Moment dauern, aber um es nur schon mal kurz zu sagen. Ich fand es angebracht, nachdem sie mir ihre Seele ausgeschüttet hat." Bei diesem Vergleich stockt Severus kurz der Atem, da ihm wieder das einfällt, was Lucius ihm erzählt hat. Schnell fängt er sich aber und fängt an seine und Hermines gemeinsame Geschichte zu erzählen. Dabei lässt er die wichtigen Dinge, wie das Mal, die Verbundenheit und noch ein paar Punkte einfach weg. Als er schließlich geendet hat, schmeißt er die grübelnde Minerva raus und macht sich auf den Weg zu den Malfoys.

  Im Manor wuselten viele Hauselfen umher und Severus muss aufpassen, dass er keinen von ihnen überrennt. Als er schließlich den großen Speisesaal erreicht, tritt er durch die Türe und bleibt angewurzelt stehen. Auf die beiden hat er jetzt mal so überhaupt keine Lust. Was denkt sich Lucius nur immer dabei? Nicht nur das nun Crabbe und Golye zusammen mit ihren Familien anwesend sind, nein dort sitzen auch die Lestrange zusammen mit Bella. Am liebsten würde er sich wieder umdrehen und gehen, doch da hat ihn die verrückte Frau bereits entdeckt. "Severus, komm setzt dich zu uns!" Widerwillig kommt er der Aufforderung nach und setzt sich auf den letzten freien Platz. Dann wendet er sich erst mal an die Malfoys, denn sie wurden noch nicht begrüßt. Jedoch wird er von Bella unterbrochen. "Sag Severus, wo ist diese kleine Schlammblutschlampe? Ich war noch nicht fertig mit ihr." Severus gibt sich große Mühe nicht an die Decke zu gehen, doch Bella schafft es mit ihren nächsten Satz ihn aus der Fassung zu bringen. "Du warst sofort an ihrer Seite. Sag ist sie gut im Bett oder hast du jetzt deine Gespielin verloren." Ein kaltes lachen entkommt ihr, als Severus ruckartig aufsteht und der Stuhl krachend zu Boden fällt. "Lucius, wenn du diese Frau nicht sofort in ihre Schranke weißt, dann weiß ich nicht, wie lange ich bleibe!" Doch sein bester Freund regt sich nicht und bei genauerer Betrachtung stellt Severus fest, dass er gelähmt wurde. Er will gerade den Zauber auflösen, als Bella ihn erneut in die Quere kommt. "Severus jetzt reg dich doch nicht so auf! Ich will eine Antwort." Und ohne Vorwarnung trifft ihn der Cruciatus-Fluch. Schnell baut Severus seine inneren Wände auf und schüttelt so den Fluch ganz einfach ab. Dann wendet er sich an Bella. "Ich sage es dir jetzt genau einmal! Sie ist meine Schülerin und nicht meine Gespielin! Wie kommst du überhaupt auf so eine Idee? Zudem war sie hier, weil ich eine Pflanze von ihr haben wollte, die sie wenige Minuten vorher gepflückt hat. Bei dieser Pflanze ist die schnelle Verarbeitung verdammt wichtig. Dank deinem Spiel, wie du es so schön nennst, ist die Pflanze kaputt gegangen und ich darf nun noch einen weiteren Mond warten, bis ich an meinem Trank weiterarbeiten kann. Also unterstelle mir nie wieder etwas, was du nicht beweisen kannst!" Severus dreht sich zu Lucius und befreit ihn schnell von dem Zauber. "Lucius ich danke dir für deine Einladung, doch leider muss ich schon wieder zurück. Außerdem soll ich dir und Draco von einer bestimmten Person Danke und liebe Grüße ausrichten. Bis bald." Damit dreht sich Severus um und verlässt den Raum.

Hermine bereitet an diesen Morgen, zusammen mit ihren Eltern, alles vor. Von dem was bei Severus los ist hat sie keine Ahnung. Gegen sieben verschwindet Hermine im Bad, um sich fertig zu machen. Als sie schließlich vor ihrem Kleiderschrank steht, überlegt sie was sie anziehen soll. Durch ihre Narben und Zeichen, sollte sie eigentlich etwas langärmliges anziehen, denn ihre Eltern wissen nichts davon, aber ihr fällt ein Kleid in die Hände, welches sie sofort überzeugt. Das Kleid hat einen tiefen Rückenausschnitt und auch vorne präsentiert es ihr Dekolleté gut. Die Arme waren nur Dreiviertel geschnitten. Sie steigt in das Kleid, bedeckt die Zeichen und Narben auf ihren Armen mit einem Zauber und sieht sich dann im Spiegel an. Das Kleid steht ihr hervorragend und ihr blickt eine junge Frau entgegen, dass sie erst 14 ist, fällt nun nicht mehr auf. Sie beschließt, dass sie so bleiben kann.

Eine Bitte und deren FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt