84. START DER SOMMERFERIEN
Zuhause angekommen isst Hermine noch mit ihren Eltern, ehe sie sich mit den beiden Büchern auf das Sofa im Wohnzimmer setzt. Ein Notizblock und ein Kugelschreiber liegen bereit und Hermine beginnt, die beiden Bücher genau zu lesen. Schnell hat sie wichtige Stichpunkte gefunden und schreibt sie nieder. Nach etwa zwei Stunden ist sie mit beiden Büchern durch und über ihre Informationen happy. Sie beschließt ihren Eltern am nächsten Morgen zu erzählen, was sie herausgefunden hat. Somit verabschiedet sie sich von ihren Eltern und verschwindet in ihrem Bett.
Der nächste Morgen kommt schneller, als sie geglaubt hat und schon sitzt sie mit ihren Eltern am Frühstückstisch. Bevor aber die beiden Hermine fragen können, ob sie etwas herausgefunden hat, fängst sie bereits an zu erzählen.
"Also ich habe gestern Abend zwei Bücher mit Heim gebracht, wie ihr sicher bemerkt habt. In ihnen habe ich tolle Informationen über Nagpur gefunden Bitte einmal lauschen. Nagpur ist eine Stadt im Bundesstaat Maharashtra und der graphische Mittelpunkt von Indien, zudem der Hauptort der Großregion Vidarbha innerhalb Maharashtra. Die Stadt liegt am Fluss Nag, von dem sie auch ihren Namen hat.
Im 10. Jahrhundert wurde sie erstmalig schriftlich erwähnt, die öffentliche Gründer erfolgte jedoch erst im Jahr 1702 durch einen politischen Akt von Bakht Buland Schah, Gond-König von Deogad. Die Gond sind ein indisches Volk und mit ihrer Zahl der Angehörigen, eine von rund 700 „anerkannten Stammesgemeinschaften" Indiens. Sie leben in Zentralindien historischen Landschaft Gondwana.
Im Jahre 1742 wurde sie zur Hauptstadt des Staates Marathen. 1817 wurde sie von den Briten belegt und wurde 1853 endgültig von den Engländern in Besitz genommen. 1867 wurde die Eisenbahnstecke nach Bombay eröffnet, was dazu führte, dass Nagpur eine Industriestadt wurde und seit 1923 besitzt die Stadt auch eine eigene Universität.
Hermine beendet stolz den Bericht über die Stadt und sieht ihre Eltern erwartungsvoll an. Ihr Vater schmunzelt ihr nur anerkennend zu, doch ihre Mutter sagt etwas dazu. „Hermine, das hast du fantastisch zusammengetragen und das innerhalb eines Abends. Jedoch möchte ich noch etwas ergänzen, was vielleicht für dich nun nicht wichtig erschienen ist, da das Wetter in Schottland drüben immer so ist, doch gerade für deinen Vater und mich ist es ein wichtiger Punkt, der uns hat grübeln lassen, ob wir wirklich im Sommer in diese schöne Stadt fahren wollen. Nun was ich sagen möchte. Gerade die Monate Juni bis September sind in dieser Region sehr nass. Daher wollten wir dich auch erst einmal fragen, wie du es findest, doch du warst so begeistert, eben beim Erzählen, dass ich eigentlich nicht mehr Fragen brauche, ich werde es trotzdem machen. Wollen wir in diese Stadt fliegen und dort ein paar Wochen deiner langen Sommerferien verbringen? Wir haben für drei Wochen Urlaub eingereicht und diesen auch schon genehmigt bekommen. Also?" Hermines Augen sind bei der Erzählung immer größer geworden.
„Mum, Dad, klar fliegen wir da hin. Habe ich nicht erwähnt, dass die Stadt unglaublich viele Theater, Museen und Galerien hat? Nein, dann habe ich es vergessen. Daher war für mich auch der Punkt Wetter eher unwichtig, da wir uns, wenn wir den überall rein gehen, in Gebäuden befinden. Von daher sehr gerne. Wann geht's los?" Hermine sieht ihre Eltern erwartungsvoll an und ein Lächeln hat sich auf ihre Lippen gelegt. Hermines Vater antwortet. „Irgendwie war uns klar, dass du gerade das sehr spannend finden wirst. Wir würden in drei Tagen fliegen, passt das für dich." Von Hermine ist nur ein nicken zu sehen, denn schon sitzt sie an der Planung, was sie alles mitnehmen muss.
Dracos Ferienbeginn war nicht so angenehm, wie der von Hermine. Er wurde zwar auch von seinem Vater abgeholt, doch dieser hat ihn einfach nur am Arm genommen und ist mit ihn davon appariert. Im Malfoy Manor angekommen, wird Draco sofort von seiner Mutter, Tante, deren Ehemann und ihres Schwagers empfangen. Genervt rollt Draco, verborgen vor allen anderen, die Augen. Es haben sich gerade alle hingesetzt, als auch Severus in den Salon tritt. Ohne ein Wort der Grüßung setzt sich Severus auf seinen Stammplatz und wartet darauf, dass das Essen serviert wird. Doch er hat die Rechnung ohne Bellatrix gemacht, wie auch Draco kurz darauf bemerkt. Denn schon setzt die schrille Stimme seiner Tante zum sprechen an und an ihrem teuflischen Grinsen, ist Draco bewusst, dass das was jetzt kommt, nicht schön werden wird. Und schon geht es los.
„Narzissa, weißt du eigentlich, was sich dein werter Sohn, in seiner Stunde Verteidigung gegen die dunklen Künste geleistet hat?" Angesprochene sieht auf und scheint einen Moment zu überlegen, bis sie mit dem Kopf schüttelt. „Nein Bella, aber da du das Thema gerade angeschnitten hast, gehe ich davon aus, dass du es mir gleich sagen wirst. Oder?" Ein kaltes Lachen kommt über die Lippen von Bellatrix und Draco läuft es eiskalt den Rücken runter. Er weiß, dass was seine Tante nun sehr wahrscheinlich erzählen wird, wird seine Mutter sehr verärgern. Die Reaktion von seinem Vater kennt er bereits.
Severus Nackenhaare haben sich aufgestellt, als Bella den Unterricht von Verteidigung gegen die dunklen Künste angesprochen hat. Er hat eine leise Befürchtung, worum es sich dabei handelt und bemerkt auch anhand der Antwort von Narzissa, dass Lucius nicht mit ihr gesprochen hatte. Hoffentlich weiß diese Irre nicht alles, kann Severus gerade noch denken, ehe eben diese loslegt. „Warte Schwester, willst du deinen Sohn nicht erst sprechen lassen?" Doch ohne auf eine Antwort von Narzissa oder Draco zu warten, spricht die Verrückte einfach weiter. „Severus war vor etwa 2 oder 3 Monaten hier und hat Lucius etwas sehr Spannendes erzählt. Ich habe leider nicht alles mitbekommen, doch das was es war, sollest du erfahren Narzissa." Bella macht eine theaterreiche Pause, bevor sie weiterspricht. „Severus kam her um Lucius zu berichte, was der Irrwicht von Draco war. Man mag es nicht glauben, doch das waren du und dein Ehemann. Doch was er dann noch erzählt, hätte mich fast sofort nach Hogwarts laufen lassen und deinem Jungen gehorsam und Manieren beizubringen. Severus erzählte, wie ihr, also die Irrwichte erst einen Kurzhaarschnitt bekommen habt und nachdem dies die beiden Irrwichte nicht vertrieben hat, hat er zu drastischen Maßnahmen gegriffen. Narzissa, er hat euch zu zwei Bettler gemacht, mit kurzhaarschnitt und Lumpen als Klamotten. Danach war ich sauer und habe mich bereits auf den Weg nach Hogwarts gemacht, doch da kam mir mein werter Ehemann dazwischen, welcher unbedingt wollte, dass ich heimkomme. Ich weiß nicht, wie Lucius reagiert hat, aber er scheint es dir nicht gesagt zu haben. Was willst du, was ich mit deinem Sohn mache?" Bella lacht eiskalt auf und Severus hätte sich am liebsten die Hand gegen die Stirn geschlagen. Wie konnte Lucius nur so unvorsichtig sein? Er hat keine Ahnung, doch eher er sich weiter Gedanken darüber machen konnte, ging das Geschrei von Narzissa los.
„Draco! Du hast was? Wie kannst du es wagen deine eigene Mutter so zu entstellen? Ich werde dich die ersten Wochen mit Bella schicken, sie wird dir benehmen beibringen! Wie sieht es mit meinem Stand in der Gesellschafft aus? Was ist der Name Malfoy noch wert, nachdem du ihn so gedemütigt hast?" Fragen über fragen kommen aus dem Mund von Narzissa, doch Draco bleibt so gelassen, wie es nur geht, sitzen und blickt kurz verzweifelt zu seinen Parten. Dieser muss sich ein genervtes Schnauben zurückhalten. Um Narzissas Gekeife auszublenden erinnert sich Severus an den Tag zurück, an dem er Lucius erzählt hat, was Hermine mit ihm gemacht hat.
-Severus Rückblick-
Er hatte sich direkt, nachdem er wieder in der richtigen Zeit angekommen ist, auf den Weg gemacht, um Lucius zu erzählen oder besser zu zeigen, was genau in der letzten Stunde Verteidigung gegen die dunklen Künste vorgefallen ist. Gleichzeit hat er auch die Chance genutzt und Lucius zumindest ein wenig an seine zukünftige Bitte heranzuführen.
Als Severus damals aus dem Kamin in das Arbeitszimmer von Lucius getreten ist, ist ihm sofort aufgefallen, dass dieser noch über irgendwelchen Akten gebeugt am Schreibtisch saß. Mit einem räuspern macht er ich bemerkbar und wartet darauf, dass Lucius ihm seine Aufmerksamkeit gibt. Nachdem Lucius sich erhoben, seinen Freund gebührend begrüßt und sich auf dem Sofa, welches in diesem Raum einen Platz gefunden hatte, niedergelassen hat, beginnt Severus mit seiner Erzählung. Was keiner der beiden Männer mitbekommt ist, dass jemand vor der Tür steht und lauscht. Ein Glück gibt es den Zauber von Hermine, wodurch ihr Name nicht für den außenstehenden zu hören ist.
„Severus, was verschafft mir die Ehre?" „Lucius hör zu. Die dritte Klasse, in die auch Draco und Hermine gehen, hat heute im Unterricht den Irrwicht durchgenommen. Jeder musste sich seinem stellen und gerade die von Hermine und Draco waren sehr interessant. Es gibt aber noch zwei, drei andere Schüler bei denen er interessant sein könnte und vor allem deren Lösung des Problems. Ich bin hier, da mich der Irrwicht von Draco beunruhigt und ich mich von Hermine bei dir entschuldigen soll, für das was sie getan hat. Sie hat ein schlechtes Gewissen und wenn sie könnte wäre sie selbst hergekommen um es dir zu erzählen. Sieh dir einfach meine Erinnerung an, danach kannst du dich aufregen so viel du willst." Severus endet und spürt kurze Zeit später seinen Freund in seinem Kopf.
Nach einer Ewigkeit, in der sich Lucius angesehen hat, was Hermine, Draco und die anderen veranstaltet haben, taucht er wieder auf und lacht. Als er sich beruhigt hat, fragt er noch einmal nach. „Severus ist das dein Ernst, das haben die beiden aus uns gemacht? Es ist klasse, dass muss ich schon sagen." Severus ist ein wenig verwundert über die Reaktion von Lucius, doch nimmt sie so einfach hin. „Ja Lucius, alles ist genau so passiert. Draco hat mächtige Angst davor, dass ihr ihn aus der Familie verbannt. Nachdem der Kurzhaarschnitt nicht die gewünschte Wirkung gezeigt hat, hat er sich Hilfe von Hermine geholt und sie hat euch zu den Bettlern gemacht. Doch sag, warum lachst du?" Lucius beginnt erneut zu lachen und es dauert einen Moment, bis er sich wieder beruhigt hat. „Weil ich die Idee klasse finde. Was wäre schlimmer für die Familie Malfoy, als dass sie ihren Luxus verliert und als einfache Menschen auf der Straße leben soll? Hermine hat da was Fantastisches gezaubert und meinem Sohn somit den Arsch gerettet. Doch auch er hat ihr geholfen, dass habe ich genau gesehen. Sie sind quitt, wie schon so oft in ihren jungen Jahren." Severus nickt einfach nur.
Lange haben sie an diesem Abend noch zusammengesessen und darüber diskutiert, warum die einzelnen Personen diese Irrwichter hatten. Severus hat sich ein wenig darüber geärgert, dass er Lucius auch gezeigt hat, was Mister Finnigan aus ihm gemacht hatte. Gegenüber seinem besten Freund wird er das „Fledermaus aus den Kerkern" auch nicht mehr los.
-Rückblick ende-
Severus wird hart aus seiner Erinnerung gerissen, als ihn eine kalte Hand auf den Nacken gelegt wird. Severus blickt auf und sieht in das, vor Wut verzerrte, Gesicht von Narzissa. „Severus, wie kannst due es wagen, so etwas nur Lucius zu erzählen? Wie? Und vor allem, wie kannst du es wagen, einfach so in Gedanken abzutauchen, wo ich doch noch antworten von dir verlange? Rede endlich!" Severus steht mit einem Ruck auf, der Narzissa gegen die Tischplatte befördert, sofort war Ruhe im Salon. Jeder der hier anwesenden wusste, dass Narzissa es übertrieben hatte. „Narzissa, nur weil du die Frau meines Freundes bist, werde ich nicht so umherspringen, wie ein Hauself! Haben wir uns da verstanden? Gut! Zudem konnte ich dir nicht antworten, du hast mich doch mit Fragen förmlich bombardiert und wo ich mit meinen Erinnerungen war, geht dich eigentlich nichts an, doch ich will ja mal nicht so sein. Ich war an dem Abend, wo ich Lucius von dem ganzen erzählt habe und weißt du wie er reagiert hat? Nein, denn mich hat ja keiner gefragt und wenn du mich nun entschuldigen würdest, ich werde in Hogwarts erwartet." Mit diesen Worten dreht sich Severus um und verlässt den Salon und auch das Manor.
Nachdem Severus das Manor verlassen hat, wird es still am Tisch der Familie Malfoy. Jeder hängt seinen Gedanken nach und isst sein Abendmahl, bis jemand anderes den Salon betritt.....
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Das war das 84.Kapitel. Ich hoffe euch hat es gefallen, über eine Review egal ob mit Kritik oder einer Idee würde ich mich freuen.
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goldenspruche
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Eine Bitte und deren Folgen
FanfictionHermine hat ein Problem und benötigt dringend Hilfe, wird sie diese erhalten? Was ist, wenn aus Freunden plötzlich Feinde werden und man sich mit den Schlagen gut versteht? Wenn Dumbledore dann noch eine verrückte Idee hat, im späteren Verlauf, welc...
