73. Ein ereignisreicher Tag

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73. EIN EREIGNISREICHER TAG

Guten Morgen Hermine,
Das hier ist dein verspätetes Weihnachtsgeschenk, wobei ich dich bitten würden, dass du dies auch als ein Dankeschön für gestern betrachtest. Nur damit du ein paar Randinformationen hast. Es ist komplett selbst hergestellt und es liegen einige Schutzzauber darüber. Sollte dir jemals etwas passieren, werde ich informiert. Es würde mich sehr freuen, wenn du es tragen würdest, doch das ist deine Entscheidung. Ich hoffe du hast einen angenehmen Tag und wir sehen uns heute Abend wieder.

Hermine ist von diesen Worten sehr gerührt, da sie weiß, dass von Severus solche Worte sehr selten sind. Sie öffnet nun das Päckchen weiter und entdeckt ein wunderschönes, zierliches Armband. Ehrfürchtig hebt sie es aus der Verpackung und legt es sich um, sofort bemerkt sie die Magiewellen und fühlt sich geborgen. Kurz wirft sie einen verstohlenen Blick zu Severus, doch dieser ist mit seinem Essen beschäftigt, also öffnet sie mal wieder ihre Verbindung. "Guten Morgen Severus. Ich muss dir danken, das Armband ist wunderschön und es passt gut zu der Kette von Draco. Was heute Abend betrifft, ich hätte mir gerne mal Remus geschnappt, immerhin brauchen wir bis nächsten Monat seine Tränen." "Guten Morgen Hermine. Es freut mich, dass dir meine Gabe gefällt und was das mit der Kette betrifft, Draco hat sie damals mit mir entdeckt, als ich auf der Suche nach einem Gegenstück war, nun er fand sie sehr schön. Keiner von uns konnte ahnen, dass die Rose sogar sehr gut zu dir passt. Was das heute Abend betrifft wünsche ich dir viel Glück. Vielleicht fragst du ihn einmal, wie er fühlt, so als Werwolf oder aber du fragst ihn nach seiner Jugend, wobei Idee eins schon fruchten sollte." "Danke dir Severus. Ich werde sehen und dir berichten, doch jetzt muss ich mich erst einmal um meine Quälgeister, die sich auch Mitschüler schimpfen, kümmern. Die sind nämlich alles sehr neidisch auf mich, immerhin bin ich die Einzige, die heute Morgen etwas erhalten hat." "Mach das. Viel Spaß" "Hahaha, danke." Hermine kappt die Verbindung wieder, wendet sich ihren Mitschülern zu und schon wird sie mit Fragen bombardiert. "Wow das ist so schön." "Von wem ist es?" "Kann ich es mal genauer sehen?" "Warum hast du das bekommen?" Fragen über Fragen und Hermine sieht nur eine Lösung für dieses Problem. "Leute es geht euch nichts an von wem oder warum, aber ich will mal nicht so sein. Also es ist von meinen Eltern, welches ich daheim liegen hab lassen, es mir aber so viel bedeutet, dass ich sie gebeten habe, es mir zu schicken und das haben sie getan. Ich hoffe ich konnte eure Fragen beantworten, ihr entschuldigt mich, ich muss noch was holen und dann haben wir Unterricht." Schnell steht Hermine auf und lässt sowohl den Gryffindor-Tisch, sowie die Große Halle hinter sich. Es ging wirklich einfacher als vermutet.

Als Hermine den Gryffindor-Gemeinschaftsraum erreicht hat, lässt sie sich in einen der Sessel fallen und betrachtet das Armband aufmerksam. Es ist wunderschön geknüpft und man sieht, dass es wahrlich mit Handarbeit entstanden ist. Dazu sind zwei wunderschöne Edelsteine, oval geschliffen worden und schmücken dieses Armband. Hermine spürt die Magie, die auf dem Armband liegt und fühlt sich sofort noch sicherer. Sie vermerkt sich, dass sie heute irgendwann in einer der Zwischenstunden mit Severus reden muss, damit sie erfährt, wie er das Armband gemacht hat. Doch nun ruft erst einmal der Unterricht. Dass sie an einem Montagmorgen mit Geschichte anfangen müssen, versteht Hermine mal so gar nicht, doch ändern kann sie es nicht. Nach einem kurzen Blick auf ihren Stundenplan, stellt sie fest, dass sie danach Kräuterkunde, Zaubertränke und Pflege magischer Geschöpfe hat. Somit beschließt sie einfach nach Zaubertränken etwas zu trödeln, um mit Severus sprechen zu können. Doch nun macht sich Hermine erst einmal auf den Weg in den Unterricht. Nach Geschichte, wo wieder die gesamte Klasse eingeschlafen ist, und Kräuterkunde, kam nun Zaubertränke und danach blieb Hermine einfach noch einen Moment sitzen und wartet, dass die anderen das Klassenzimmer verlassen.

Severus ist erstaunt, dass Hermine jetzt doch dableibt, schließlich hat sie heute Morgen noch behauptet, heute Abend keine Zeit zu haben. Irgendetwas hat sich an ihren Plänen geändert, stellt er fest und bedeutet ihr, nachdem alle anderen den Raum verlassen haben, ihm zu folgen und betritt, dicht gefolgt von ihr, seine Privaträume. Hermine folgt ihm zügig und lässt sich einfach aufs Sofa fallen. Severus dreht sich um, als er sein Sofa hört und sieh Hermine, die es ich schon bequem gemacht hat. Mit einem Lächeln lässt er sich neben ihr nieder und sofort spürt er ihren Kopf, der sich an seiner Schulter anlegt. „Hermine, was machst du hier?" Unterbricht Severus die Stille. „Nun eigentlich wollte ich wissen, wie du das Armband gemacht hast, dich dann ist mir was anderes eingefallen. Man sieht nämlich, dass du dir sehr viel Mühe gemacht hast und starke Zauber darauf liegen. Ich danke dir nochmal dafür, es ist wirklich wundervoll. Aber warum ich wirklich hier bin ist, weil ich wissen will, wie ich Professor Lupin zum einen bringen kann. Irgendwie habe ich da keine Idee und du kennst ihn noch von früher. Hast du eine Idee? Wir brauchen die Tränen, damit wir den Trank personifizieren können. Bitte sag mir, dass du eine Idee hast." Gegen Ende fleht Hermine richtig. Severus überlegt einen Moment und dann kommt ihm eine Idee. „Hermine, er ist sehr einsam und ich weiß wovon ich spreche. Immerhin war ich bis zum vergangenen Jahr auch immer alleine, doch dann kamst du und ich habe gemerkt, dass du nicht nur die Besserwisserin der Schule bist, sondern so viel mehr. Doch ich schweife ab. Spreche ihn auf seine Schulzeit an, frag ihn ob er seine „Freunde" vermisst und wie es ist zu wissen, dass Black wieder draußen ist. Dann fragst du ihn vielleicht auch noch, ob die Rumtreiber wirklich seine Freunde sind, immerhin haben sie mich damals in eine Falle gelockt und hätte einer dieser Idioten nicht eingegriffen hätte mich Remus damals in seiner Gestalt getötet. Das sollte genügen, wenn nicht komm wieder zu mir und ich überlege mir noch was anderes." Hermine kuschelt sich noch ein bisschen näher an Severus, bevor sie sich bei ihm bedankt. „Danke Severus. Ich werde es versuchen und dir spätestens morgen bescheid sagen, ob es geklappt hat. Und auch nochmal ein großes Danke für das wundervolle Armband. Es harmoniert so schön mit der Kette und gibt mir noch mehr Sicherheit. Danke Severus." Hermine lehnt sich etwas hoch und drückt Severus einen kleinen Schmatzer auf die Wange, dreht sich dann weg und lässt einen verwirrten Severus zurück.

Eine Bitte und deren FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt