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"Hey babe, steh auf, wir haben schon Mittag.", weckt mich Shanes Stimme.

Ich öffne die Augen und strecke mich erstmal.

Shane lächelt mich an.

"Bin wieder daa!", höre ich Sams Stimme.

Ich schaue zur Tür, wo er drei volle Tüten hochhält.

"Endlich, ich sterbe vor Hunger!", Brian nimmt ihm eine Tüte ab und holt einen Döner raus.

Der Rest nimmt sich auch einen und Shane wirft mir einen rüber.

Wir essen alle stumm unseren Döner.

"Uhm, ich muss dann mal nach Hause, mich umziehen und so.", ich stehe auf, nachdem ich gegessen habe.

"Okay, komm danach wieder her, ihr schläft wieder bei mir, damit wir zusammen zum Platz fahren können und außerdem besprechen wir nochmal alles.", mampft Sam.

Ich nicke lächelnd und gehe dann.

[...]

"HALLO MAUSEBEIN, WIR SIND JETZT SCHON WIEDER DA, FREUST DU DICH? DU KANNST UNS GLEICH HELFEN, DIE KOFFER AUSZUPACKEN, WIR BLEIBEN VORERST FÜR GANZE 2 WOCHEN!", höre ich Mum.

Fuck.
Warum müssen sie gerade heute kommen?

"Ja, uhm, ich übernachte später bei ner Freundin, ist das okay?", mit 'Freundin' besteht wenigstens ne Chance, dass sie mich lässt.

"Mal schauen wie du dich heute benimmst.", sagt sie schnippisch, lacht dann und öffnet ihren Koffer.

Der Tag wird hart.

Ich schreibe Sam, dass meine Eltern da sind und ich deswegen keine Ahnung habe ob ich heute noch komme, falls ich nicht, schleiche ich mich heute oder morgen raus.

Dann heißt es jetzt erstmal den Engel zu spielen.

"Lass mich das machen, ruh du dich lieber erstmal aus.", lächel ich sie falsch an und nehme ihr den Koffer ab.

"Ja, das mach ich, danke ", sie umarmt mich und geht dann hoch.

Warscheinlich denkt man das nicht von ihr, aber sie ist eine taffe Frau.

Genervt packe ich ihre Sachen in die Wäsche und bringe den Koffer weg.

Sooo jetzt nur noch bei Dad schleimen.

Ich gehe in sein Arbeitszimmer und umarme ihn erstmal.

"Hey Dad, kann ich dir irgendwie helfen?", frage ich lieb.

"Ähm...Ja, geh mal zu dem Nachbaren, du weißt schon, der nette Junge von nebenan und bring ihn diesen Brief, er ist für seine Eltern, wenn sie nach Hause kommen.", er gibt mir den Brief.

Jackpot
Nicht.
WARUM GERADE ZU CHRIS? WARUM.

"Was ist das?", frage ich meinen Vater.

"Bald findet hier in der Straße ein Nachbarschaftsfest statt und das ältere Paar von nebenan hat uns den Zettel gegeben, sie können sich nicht mehr so gut bewegen, deswegen hab ich mich bereit gestellt, die anderen Einladungen zu verteilen.
Die hier ist die letze, habe sie verlegt und eben wiedergefunden.", hält er mir einen Vortrag.

Ein Nachbarschaftsfest.
Ernsthaft.
Und ich dachte sowas gibts nur in Filmen.

Genervt klopfe ich an Chris Haustür.

Fuck.Warum habe ich die Einladung nicht in den Briefkasten geworfen? Jetzt ist es dann wohl eh zu spät.

"H-Hay Tris-.", öffnet Chris nervös und überrascht die Tür.

"Hier.", ich drücke ihn die Einladung in die Hand und will auch schon gehen.

"Warte mal, komm doch mit rein, bitte.", hält er mich auf.

"Nein Chris, ich verzeihe dir so schnell nicht wieder.", sage ich wärend ich ihm den Rücken zu kehre.

"ES IST DOCH NICHTS PASSIERT MAN, IMMER BEKOMMT ER MITLEID!", schreit er mich verzweifelt an.

"Nichts passiert?", ich lache ironisch, "Er hätte sterben können Chris, du hättest Shane umgebracht, den Shane, den ich liebe, den, mit den ich zusammen bin! Verstehst du dass denn nicht?"

"Du liebst ihn nicht wirklich, er tut dir einfach nur noch Leid. Vielleicht hast du ihn mal geliebt, aber jetzt willst du ihn einfach nicht verletzen.Du liebst mich und das weißt du auch, siehs endlich ein und komm zu mir zurück.", redet er auf mich ein.

"Ich war nie in dich verliebt und werde es auch nie sein. Und was heißt denn bitte 'zu dir zurück?', ich war nie dein Eigentum, ich liebe Shane, nicht dich, aktzeptier es endlich!", ich drehe mich zu ihm um und sehe ihm in die Augen.

"Ach ja, warum hast du dann jezt Tränen in den Augen?", er streicht mir über die Wange und geht dann.

Nein.Ich liebe doch keinen Psycho, der fast meinen Freund ungebraucht hätte.

Zum Glück war Sam da.

Er ist wie ein großer Bruder für uns alle, er passt auf uns auf, beschützt uns und man kann mit ihm über alles reden.Er weiß immer, was zu tun ist und deswegen lieben wir ihn auch alle aus ganzem Herzen.
Naja okay, Sunny noch etwas mehr als wir.

Ich gehe wieder nach Hause.

"Na Maus, sag mal, ganz unter uns, läuft da was zwischen euch?", flüstert mir meine Mutter zu, als sie mir entgegen kam.

Omg.

Ich werde etwas rot.

"Nein? Natürlich nicht!"

"Okay, aber du hast doch nicht etwa noch Kontakt mit diesem Hooligan.", fragt sie plötzlich und ich erstarre.

"Nein, wir treffen uns nicht mehr, keine Sorge.", lüge ich, küsse sie auf die Backe und gehe hoch.

Wow bin ich ehrlich.Kompliment Tris, du musst dein Freund vor deiner eigenen Mutter verstecken.

The guy next door Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt