Wir haben unsere Inhaltsrichtlinien aktualisiert.
Sieh dir die neuesten Richtlinien an, um weiterhin sicher Geschichten zu teilen.

-102-

96 4 1
                                        

Jungkook und ich laufen Hand in Hand zur Herberge zurück.

Mir ist echt kalt. Und der kalte Wind macht es nur noch schlimmer. Aber was mich am meisten aus der Fassung bringt... ist er.

Wir können unsere Finger nicht voneinander lassen. Es geht einfach nicht. Es ist ein ständiges hin und her. Eigentlich ist es nervig. Aber...

Er scheint zu bemerken das ich nachdenke und schaut mich lächelnd an, sagt aber nichts. In seinem Kopf scheint es ebenfalls zu arbeiten.

Wir laufen den gesamten Weg stumm nebeneinander her. An der Herberge angekommen stößt er die Tür auf und führt mich hinein. Die Wärme trifft mich wie eine Wand. Kurz bin ich irritiert, dann entspanne ich mich langsam. "Ist doch besser so, oder?" Fragt Jungkook leise. Ich nicke nur stumm.

Wir steigen in den Aufzug. Ich drücke auf den Knopf und der Aufzug setzt sich in Bewegung. Wir sagen immer noch nichts, aber ich kann seine Blicke, denen ich gekonnt ausweiche, auf mir spüren.

Nach einer gefühlten Ewigkeit bleibt der Aufzug stehen und öffnet seine Türen. Jungkook nimmt meine Hand wieder in seine und führt mich hinaus.

"Sollen wir aufs Zimmer?" Fragt er leise. Ich runzele kurz die Stirn. "Ja, wohin denn sonst?" Erwidere ich dann etwas verwirrt. Er grinst leise und dreht sich dann zu mir um. "Es ist keiner da. Willst du mit mir zusammen duschen und dich aufwärmen?"

Grinsend verdrehe ich meine Augen. Ich weiß genau worauf der feine Herr hinaus will. "Hm... eher nicht.", antworte ich daher und lächele etwas, als ich den überraschten Ausdruck auf seinem Gesicht sehe.

"Sicher?" Versucht er es noch einmal. Ich lege den Kopf schräg. "Du legst es echt darauf an, oder?" Kichere ich. Jungkooks Kiefermuskeln spannen sich in dem Versuch sein Grinsen zu unterdrücken an. "Worauf sollte ich es denn anlegen, Taehyung?"

Taehyung.

Eigentlich hasse ich es wenn er meinen vollen Namen benutzt. Aber jetzt gerade hat es einen anderen Effekt auf mich. Er scheint es zu merken, denn nun verziehen sich seine Lippen doch zu einem triumphierendem Grinsen.

Ich lecke mir leicht über die Lippen und starre ihm in die Augen. "Du legst es so verzweifelt darauf an mit mir Sex zu haben...", beantworte ich seine Frage. "...das es fast schon lächerlich ist.",

"Lächerlich meinst du, ja?" kommt es keinen Meter überrascht von ihm zurück. Er zieht mich an sich heran und hebt dann mein Kinn mit seinem Zeigefinger an. Ich bin gezwungen ihm in die Augen zu schauen.

"Wie lächerlich es doch ist das jemand so verrückt nach dir ist das er sich kaum zusammenreißen kann, hm?" Ich erschaudere zwar, schnaube aber leicht spöttisch auf. "Kaum zusammenreißen? Du solltest mit Jin ja eigentlich befriedigt genug sein, oder nicht?"

Jungkook rollt mit den Augen als ich das Thema wieder anspreche. "Mit Jin habe ich keinen Sex mehr. Schon etwas länger nicht mehr.", kichert er dann. Ich spüre etwas wie Erleichterung, aber bleibe bei unserem Schauspiel. Ich lege meine Hände in seinen Nacken und gehe mit meinen Lippen ganz nah an seine heran.

Jungkook denkt ich möchte ihn küssen, denn er schließt seine Augen und legt den Kopf leicht schräg, aber ich stoppe nur wenige Millimeter bevor sich unsere Lippen treffen.

"Mh-mh.", kichere ich. Er öffnet seine Augen und schaut mich etwas verwirrt an. "Ich will es hören, Jungkook.", hauche ich gegen seine Lippen. Ein zittern geht durch ihn durch und ich sehe den leicht verzweifelten Ausdruck in seinen Augen, was ich zufrieden beobachte.

"Was genau willst du hören, Tae...", flüstert er mit zittriger Stimme. "Ich liebe di-", - "Nicht das.", unterbreche ich ihn. "Sag mir wie sehr du mich willst. Vielleicht überlege ich es mir nochmal.",

Er beißt sich auf die Unterlippe und greift dann in meine Haare. "Wie sehr ich dich will...?" Er zieht meinen Kopf sanft nach hinten. Er presst seinen Körper gegen meinen und legt seinen Mund dicht an mein Ohr.

Ich erschaudere und schließe nervös die Augen. Ich kann seine Erregung deutlich an mir spüren. Eigentlich gibt mir das schon die Antwort auf meine Frage.

Jungkook lässt seine andere Hand an meinen Hintern gleiten und packt zu, was mich aufkeuchen lässt. "Wie sehr ich dich will, willst du wissen...", raunt er mir ins Ohr. Ich bekomme eine Gänsehaut und erschaudere wieder.

"Ich will dich so sehr das ich dich am liebsten umdrehen, gegen die Wand drücken und dich hier und jetzt ficken würde...", flüstert er weiter. Ohne die kleinste Spur Scham.

Seine Worte erregen mich. Verzweifelt versuche ich mich aus seinem Griff zu winden, aber er ist zu stark.

"Es wäre mir egal ob das irgendwer mitbekommen würde.", flüstert er weiter. "Du gehörst mir. Und das darf ruhig jeder wissen.", mit diesen Worten lässt er mich abrupt los. Ich taumele nach hinten und schaue ihn nur verblüfft an.

Dann ergreife ich all meinen Mut und verziehe meine Mundwinkel zu einem leichten Grinsen. "Noch ist keiner da. Und noch wird erstmal keiner hier auftauchen.", kichere ich. "Wenn du mich so sehr willst dann bitte.",

Er zeigt nicht mal die kleinste Spur von Überraschung als ich das sage. Im Gegenteil scheint er nur auf diesen Satz gewartet zu haben.

"Du willst es hier und jetzt?" Fragt er mit einer gefährlich ruhigen Stimme. Ich erschaudere und nicke langsam. Sein Grinsen wird breiter. Er kommt auf mich zu, packt mich an den Schultern und drückt mich an die Wand.

"Wer ist hier lächerlich?" Raunt er noch, bevor er seine Lippen auf meine drückt.

The Gay Project - PT. 2Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt