A R Y A
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Nichts. Absolut nichts. Es war, als wäre der ganze Nadelwald ausgestorben. Kein Gezwitscher, kein Geheule, keine Spuren. Nicht einmal ein Windrauschen war zu vernehmen. Und ganz sicher kein Roguepack.
Ich zog meinen schwarzen Umhang enger um mich und ignorierte die frostige Kälte, die sich in meine Knochen hinauf frass, während wir uns immer nördlichen begaben; zu den Skihlafelswänden. Es waren schon Stunden vergangen, seit wir Xenos Anwesen verlassen hatten und in den tiefen Fyrsaldwald gedrungen waren – und seit keiner von uns mehr ein Wort gewechselt hatte.
Zu Beginn hatten Devon und Reah noch dumme Sprüche gerissen, doch als sie gemerkt hatten, dass weder Xenos noch ich darauf eingingen, waren sie ebenfalls verstummt.
Xenos hielt bei einem umgelegten Baumstamm an. »Es wird dunkel, wir sollten das Nachtlager aufschlagen und morgen weitergehen.«
Ich schulterte meinen Bogen und obwohl ich am liebsten durch den Wald gerannt wäre und Daemon so schnell wie möglich konfrontiert hätte, gab ich mich widerstandslos einverstanden. Ich war zu müde, um mit Xenos einen Streit vom Damm zu brechen. Ich wollte die ganze Sache einfach so schnell wie möglich hinter mich bringen.
»Ich sammle dann mal die Äste fürs Feuer.« verkündete Reah lautstark und stiess Devon in die Seite, als dieser nichts von sich gab, sondern sich bereits sorgenlos mit seinem hervorgezückten Proviant auf den Fichtenstamm setzen wollte.
»Autsch, was zum Teufel sollte das!« Ärgerlich blickte er Reah an, als er sich dann abrupt räusperte und sein Trockenfleisch in seinen Taschen verstaute. »Äh ja klar, ich auch.«
Ich hörte ihr Gemurmel noch, als die zwei Quasseltanten davon watschelten und hinter dem dichten Unterholz verschwanden.
»Und du hast nichts dagegen?« Ein provozierendes Funkeln in seinen Augen. Er wartete nur darauf, dass ich mich lautstark beklagte - suchte die Auseinandersetzung.
»Zweifellos.« Wie die Ruhe selbst streife ich meinen Bogen und Köcher ab.
»Was ist passiert?« Sein Blick zuckte zu meinem selbstgebastelten Verband um meine Fingerknöchel.
»Nichts was von Belangen wäre.«
Xenos schnaubte und sein dunkler Umhang, dessen Schulterfell so weich wie feinstes Schafsfell aussah, wirbelte in der Luft, als er sich umdrehte und sich dann auf den umgelegten Baumstamm setzte. »Gut.« Dann zog er sein Schwert aus der Scheide, die an seinem Ledergürtel befestigt war, und begann es stillschweigend - in der einen Hand sein Schwert, in der anderen Hand einen Wetzstein - zu schleifen.
Einen Moment überlegte ich, mich neben ihn zu setzten, dann rief ich jedoch einen Ast der grossen Lärche herbei und schwang mich an ihr hoch. Meine Beine links und rechts von dem Ast baumelnd, lehnte ich mich an dem starken Baumstamm an und nahm meinen Proviant aus der Tasche meines Umhangs.
Das Geräusch von Stein auf Metall setzte kurz aus. Xenos blickte nach oben und lachte ungläubig. »Hasst du mich wirklich so sehr, dass du dich nicht einmal neben mich setzen kannst?«
Ich ignorierte ihn, zog die Kapuze meines Umhangs über meinen Kopf und biss in das Dörrobst.
»Findest du das nicht ein bisschen kindisch?«
Ich zuckte mit den Schultern. Vielleicht war es das, vielleicht aber auch nicht. Fakt war jedoch, dass ich den Abstand zwischen uns brauchte. Andernfalls würde ich einknicken, dafür ging er mir zu sehr unter die Haut.
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X E N O S | ✔️
Werewolf*ABGESCHLOSSEN* ➳ ZWEITES BUCH DER " a mate's call " SERIE ➳ (Kann unabhängig vom 1. Teil der Serie gelesen werden) Sturmblaue Augen, blonde zerzauste Haare und eine mürrische verzogene Miene. Er ist der König der Werwölfe. Er ist der Mann, d...
