X E N O S
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Ich kannte diese Gänge nicht, war noch nie so weit in die Höhlengänge eingedrungen. Doch die Stimme rief mich und ich musste ihr folgen.
Komm zu mir.
Ich lief weiter durch die Tunnel. Meine Stiefel platschten bei jedem Tritt in die Pfützen. Ich bog ab, ohne zu fragen, wohin sie mich führten. Sie führten mich zu ihr und das war genug.
Die dunklen Schatten, die aus meiner Brust herausbrachen, sich nun durch meine ganzen Glieder zogen und all meine Knochen verätzten. So fühlte es sich jedenfalls an. Und diese schwarze Glut, die sich wie Säure durch mich wand, stellte das laute Gebrüll meines Wolfes in den Hintergrund. All meine Gedanken waren wie ausgewischt, hinter einer dicken Glaswand verschanzt, unmöglich, um zu mir zu gelangen. Es galt nur noch die Stimme in meinem Kopf, die mir sagte, was ich zu tun hatte.
Ich öffnete die eisenversehene Tür und trat in den Raum.
»Da bist du ja. Ich habe dich erwartet.« Ihre Schuppen glänzten im Schimmer des Mondes, der durch die grosse Höhlenöffnung am anderen Ende des Zimmers hereindrang. Sie zeigte auf eine Stelle neben des grossen Steinaltars. »Schliess die Tür und stell dich da hin.«
Ich tat wie mir geheissen.
»Du hast mir mehr Probleme bereitet, als ich gedacht hätte. Aber schlussendlich hat sie ja dann doch nicht an dich oder euch geglaubt, nicht wahr?« Ihr nackter Oberkörper, dessen zwei kleine Hügel von ihrem schwarzen, fast schon bodenlangen Haar bedeckt waren, mündete übergangslos in einen Reptilschwanz, auf dem sie sich aufrecht hielt. Sie sah mich nachdenklich an, fast schon interessiert. Als handelte es sich um ein wissenschaftliches Projekt. »Spürst du sie überhaupt noch?«
Ein Riss in der dicken Glaswand. Ein bestürztes Gesicht. Dann ein schriller Schrei.
XENOS!
Eine Stimme, die nach mir gerufen hatte. Sie hatte nach mir gerufen.
Sie wollen mich einsperren! Sag ihnen, dass hier ein Fehler vorliegt!
Mein Herz setzte aus. Nein. Nein. Nein. NEIN!
Ich schüttelte den Kopf, krallte meine Hände in meinen Kopf, spürte, wie meine Krallen durch meinen Schädel fuhren, doch es war mir egal. Ich durfte sie nicht verlieren, durfte diesen Gedankenfetzen nicht wieder loslassen. Nicht schon wieder.
Karamellfarbene Haut, dunkle Haare und diese braunen Augen mit ihren grünen Sprenkeln. Ich keuchte. Arya.
Sofort waren die Schatten wieder da, spuckten herum, schossen in meinen Kopf, frassen sich in mein Hirn und zerrissen jeden Gedanken, den ich gerade noch hatte. Die Dunkelheit krallte sich von Innen an meine Schädeldecke, sperrte mich ein, liess mich keinen Gedanken mehr bilden und alles, was ich zuvor noch vor meinen Augen gesehen hatte, war weg. Dieses Gefühl der Wärme, der Sehnsucht und Angst. Es war weg.
»Wie dem auch sei. Dieses Band hält trotz allem immer noch.« Sie schnippte mit ihren Fingern. »Das muss sich ändern.« Dann schlängelte sie sich von der Höhlenöffnung zu mir. Ihre grünblauen Reptilaugen fixierten jeder meiner Bewegungen. »Wenn sie immer noch an dir festhält – wieso auch immer – dann musst du ihr halt deine Seele, die du ja so törichterweise verschenkt hast, wieder entwenden.« Sie hob ihre Hand, die von grünen Schuppen überlagert war und fuhr meine Gesichtszüge nach. Daraufhin legte sie ihren Kopf schräg und ihre länglichen Pupillen vergrösserten sich. »Ich dachte, ich hätte dich genügen programmiert, doch anscheinend lernst du nur auf die harte Tour.«
Sie zog ihre Hand von meinem Gesicht und befahl dann barsch: »Leg dich hin.«
Mein Körper setzte sich in Bewegung, ohne dass ich ihn steuern konnte. Und bevor ich mich versah, befand ich mich liegend auf dem Steinaltar vor und starrte an die Höhlendecke.
Krallen, die meine Haut von innen her aufrissen. Ein lautes Gebrüll, doch die dunkle Flüssigkeit, die durch meine Adern wanderte, verhinderte mich daran, zu meinem Wolf durchzudringen. Er war hinter der dicken Glaswand - so weit entfernt von mir.
Ihre Hand legte sich auf meine Brust und für einen Moment schloss sie ihre Augen. »Es ist nur noch ein kleiner, flackernder Faden, nichts weiter. Nichts, was ich nicht aus dem Weg räumen könnte.« Sie öffnete ihre Augen und zog abermals ihre Hand zurück. »Ich würde vorschlagen, wir beginnen mit der Arbeit.« Jetzt lächelte sie und ihre scharfen spitzen Zähne blitzen hervor. »Weg mit dem Band, du wirst jetzt ein neues bekommen.«
Damit warf sie ihren Kopf zurück und ihre schwarzen langen Haare berührten dabei den Boden, als ihr Brustkorb mit einem lauten Knacken aufbrach. Schwarze Tentakel sprossen heraus, wurden immer länger und bissen sich in meine Glieder.
»Sagt ihren Namen!« schrie sie aus vollem Hals und ihre schwarzen Tentakel bissen fester in meine Haut. Ein heftiger Stromschlag löste sich von den schwarzen Armen aus und elektrisierten meinen gesamten Körper. Alles erzitterte und ich schrie auf.
»Sag ihren Namen! Arya!«
Ein weiterer Stromschlag.
»Sag es! Sag ihren Namen!«
Noch ein Stromschlag, härter und fester als alle davor.
Ich brüllte auf und ein Bild trat mir vor meine Augen. Eine Klinge an ihrer Kehle. »ARYA!«
Ein weiterer Stromschlag.
»Ihren Namen!«
Blut an ihrer Kehle. »ARYA!«
Stromschlag.
»Ihr Name!«
Ihr Gesicht, vor Schmerzen verzerrt. »ARYA!«
»Ihr Name!«
Stromschlag.
Ich wusste nicht mehr, wer ich war, wo ich war, oder wessen Namen ich überhaupt noch schrie. Da waren nur unsägliche Qualen. Qualen, die nicht zu enden schienen.
»ARYA!« Ich schrie und schrie und schrie, während meine Körper unkontrolliert zuckte. Höllenqualen trübten meine Sicht, als ich unter Strom gesetzt wurde und keinen einzigen Gedanken mehr fassen konnte.
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Heey babes 🤍
Neues Kapitel 😎
Armer Xenos 😢😢
Hat es euch aber gefallen? ☺️
Oho ich weiss gestern war ein schwerer Schlag mit Aramis 😢 Bald werdet ihr erfahren wies weitergeht ❤️
Bis morgen ☺️❤️❤️
Kommentiert und stimmt ab 💕
Love you guys,
Xx raven 🖤
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X E N O S | ✔️
Werewolf*ABGESCHLOSSEN* ➳ ZWEITES BUCH DER " a mate's call " SERIE ➳ (Kann unabhängig vom 1. Teil der Serie gelesen werden) Sturmblaue Augen, blonde zerzauste Haare und eine mürrische verzogene Miene. Er ist der König der Werwölfe. Er ist der Mann, d...
