A R Y A
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Er hiess Jack, kam von der östlichen Küste Semeeras, einem Rudel, das sich Oceanhowl-Pack nannte. Er hatte eine kleinere Schwester die True hiess und liebte den Geschmack von Kaffee mit einem Schuss Vanille-Aroma. Zumindest war das der Jack gewesen, bevor Echinda ihn sich geschnappt und seine ganze Persönlichkeit ausgelöscht hatte. Nun war er nichts weiter als eine leere Hülle von dem, der er einst gewesen war. Genauso wie Rowtag.
Wir hatten Jack eine Augenbinde angezogen, im Falle dessen, dass Echinda sich Botschaften über sein Sehvermögen holen konnte und hatten ihn dann von dem Kerker hinauf in das Heilzimmer gebracht und mit Fesseln sichergestellt, dass er uns weder angreifen noch fortlaufen konnte.
»Nummer Zehn.« verkündigte Reah, trat dann mit dem frisch gemischten Trank zu Jack und flösste es ihm ein, während Zaira und ich ihn an den Seiten festhielten.
Seine Augen verdrehten sich auf unnatürliche eklige Weise und er sank in sich zusammen. Dann warteten wir still. Fünf Sekunden ... Zehn ... Eine Minute. Jack schlug die Augen auf. Sie waren nach wie vor so dunkel wie die Nacht.
»Ach scheisse noch mal!« fluchte Reah, setzte sich wieder an den Tisch und grub ihren Kopf in ihre Hände. »Wie viele Brechtränke sollen wir denn noch ausprobieren?«
»Da wäre auch noch eine andere Option.« argumentierte Zaira sanft, und strich Reah beruhigend über die Arme, zog deren Hände fort, damit sie sie ansah.
»Oh nein.« Reah schüttelte den Kopf. »Aramis macht mich bei lebendigem Leib zu Hackfleisch, wenn ich zulasse, dass du dich auch nur energetisch an ihn annäherst.«
Zaira war wie Georgie eine Heilerwerwölfin. Konnte körperliche sowie seelische Wunden heilen, als wären sie nie dagewesen, doch das war nicht alles. Sie konnten die Lebensenergie eines jeden beeinflussen. Sowie die Dämonen sie einem wegnahmen und in sich selbst fliessen liessen, konnte Zaira sie noch mehr kräftigen und mit ihrem eigenen Licht stärken. Und vielleicht konnte sie etwas in Jack erkennen, das uns nicht auffallen konnte.
»Dann haben wir ja Glück, dass Aramis mich nicht bei allem aufhalten kann.« versuchte Zaira die Stimmung zu heben, drückte dann jedoch Reahs Schultern, als sie sah, dass es nichts nützte. »Uns läuft die Zeit davon.«
Sie hatte den Nagel auf den Kopf getroffen. Letzte Nacht waren zwei Moonwater-Pack Mitglieder verschwunden und immer noch nicht zurückgekehrt. Zwei Rudelmitglieder, die nun wie Rowtag alleine in einer Zelle sassen und aus dunklen Augen in die Leere starrten.
»Tu es.« hörte ich mich selbst sagen.
Reah kniff sich in den Nasenrücken. »Na schön, aber ich möchte, das Aramis davon erfährt, bevor du dich an ihn heranwagst. Denn wenn du verletzt wirst, Gaia steh uns bei, will ich nicht meinen Kopf dafür herhalten müssen. Und Arya sicherlich auch nicht.«
Zaira lächelte und zwinkerte uns verschwörerisch zu. »Keine Sorge, ich krieg Aramis schon rum.«
Daran zweifelte ich keine Sekunden lang.
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Ich verliess das Heilzimmer der alten Dame, das Zaira, Reah und ich vorrübergehend beschlagnahmt haben, lief die elegant getäfelten Gänge entlang, die von Fackeln beleuchtet wurden und stieg dann die Treppen hoch in die lichtdurchflutete Eingangshalle. Georgie und ich hatten uns heute Nachmittag für eine Trainingsstunde verabredet. Zuerst hatte ich mich gefragt, wie schlau es war, ihr neben dem öffentlichen Soldatentraining, das sowieso schon aufgrund der drohenden Gefahr intensiviert wurde, noch mehr Trainingsstunden aufzuladen, doch dann hatte ich ihrem Vorschlag zugestimmt. Sie brauchte so viel Übung wie nur möglich und in Wahrheit freute ich mich bereits auf unsere kommende Kampfstunde. Sie würde vielleicht endlich die schrecklichen Erinnerungen von gestern Nacht vertreiben und mich davon ablenken, dass Xenos nicht bei mir geschlafen hatte.
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X E N O S | ✔️
Werwolf*ABGESCHLOSSEN* ➳ ZWEITES BUCH DER " a mate's call " SERIE ➳ (Kann unabhängig vom 1. Teil der Serie gelesen werden) Sturmblaue Augen, blonde zerzauste Haare und eine mürrische verzogene Miene. Er ist der König der Werwölfe. Er ist der Mann, d...
