J O Y
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Wir hatten uns alle peinlich genau an den Plan gehalten, jeder hatte seinen Part übernommen und bis dahin war auch alles makellos verlaufen. Unser ganzes Heer hatte sich strategisch vor der Felswand im Wald aufgestellt und versteckt. Dann wurden Truppen nacheinander in verschiedene Höhleneingängen eingeschleust, die dann zu dem Kerker führen sollten, während Arrow, Beau, Reah, Aramis, Xenos, Devon und ich uns Echinda stellen sollten. Das war jedenfalls der Plan.
Doch etwas musste schiefgelaufen sein, Xenos musste sich in den Karten verrechnet haben oder aber die Karten logen. Denn die Tunnel, die wir verfolgt hatten und die uns direkt zum Kern der Höhlen führen mussten, und damit zu Echindas Schlafgemach, führten uns in die entgegengesetzte Richtung und ich trat aus dem dunklen Tunnel hinein in eine Mondlichtdurchflutete Galerie, dessen Logen von Zellenreihen besetzt waren. So viele Zellen, dass mir beinahe schwindlig wurde. So viele Zellen, die alle leer waren.
»Was in aller Monde...« flüsterte ich fassungslos, als ich dicht neben den Zellen herlief und darauf wartete, dass eine dieser Käfige jemanden beherbergte. Dass ich auf meine Rudelmitglieder Heather oder Kaylee traf, die ebenfalls hier sein mussten.
»Devon, was denkst du...?« Ich drehte mich um meine eigene Achsel, als ich ihn nirgendswo sah. Ich runzelte die Stirn. Er war doch eben gerade noch mit mir durch die Tunnel geschlichen.
Beau zerrte mich aus meiner Suche und fluchte neben mir. Dann schob er sich zwischen all den anderen Soldatentrupps nach vorne an die Brüstung. Seine Faust drosch wütend auf das Stahlgeländer ein. »Wieso verdammt sind wir hier gelandet?!«
Schnell bahnte ich mir einen Weg durch die Menge zu ihm und schaute über die Brüstung in die Tiefe auf die anderen Etagen, um einen blonden Schopf zwischen all den Werwölfen zu sichten. »Xenos muss sich verrechnet haben.«
Das Heer spaltete sich und Aramis gesellte sich an meine Seite. Er blickte wachsam umher. »Wo ist er?«
Kaum hatte er die Frage in die Runde geworfen, fiel mir auf, dass Xenos nicht bei uns war. »Vielleicht hat er es ja geschafft, zu ihr zu gelangen.« Als ich realisierte, dass ich ihn nicht fand, trat ich ein Stück zurück. Furcht packte mein Herz, doch ich zwang mich, sie hinunter zu schlucken. »Devon ist auch nicht hier.«
Ein Soldat eines fremden Rudels drehte sich zu uns herum. »Hier ist niemand, den wir befreien können. In keiner einzigen Zelle. Was sollen wir tun?«
Doch, bevor wir ihm eine Antwort erwidern konnten, stieg ein dunkler, rasend schneller Strom in der Mitte der Galerie hoch hinauf zur obersten Etage. Es sah aus, wie ein Hurrikan, ein Sturmwetter, das umherwirbelte und uns alle zu verschlingen drohte. Bleiche Arme mit schwarzen Fingerspitzen schossen aus dem Strom heraus, reckten sich nach uns, versuchten uns zu greifen und zu ihnen zu ziehen.
Wir schreckten vom Geländer zurück.
»Verkackte Scheisse noch mal! Was ist das?!« brüllte Beau und sah die schwarze Säule an, die immer schneller zu drehen wirkte und deren schwarze Stränge in den Himmel hinaufschossen, aus der Höhle hinaus.
»Keine Ahnung.« Ich blinzelte gegen den stürmischen Wind an, der uns von dem Wirbelwind entgegenblies und meine Haare flattern liess. All ihre Gefangenen waren nicht hier, niemand war hier. Das war...
»Dämonen!« brüllte Aramis plötzlich, als sich Stücke des Wirbels zu lösen schienen und Kreaturen in schwarzen Roben sich aus dem Storm gruben. Auf die bleichen Hände folgten eingefallene, dürre Gesichter mit glühend weissen Augen.
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X E N O S | ✔️
Hombres Lobo*ABGESCHLOSSEN* ➳ ZWEITES BUCH DER " a mate's call " SERIE ➳ (Kann unabhängig vom 1. Teil der Serie gelesen werden) Sturmblaue Augen, blonde zerzauste Haare und eine mürrische verzogene Miene. Er ist der König der Werwölfe. Er ist der Mann, d...
