A R Y A
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Ich verschränkte meine Hände hinter meinem Rücken. »Such dir eine Waffe aus.«
Georgie betrachtete den Steintisch am Rande des Trainingsplatzes, auf dem etliche Waffen freigelegt waren und im strahlend hellen Sonnenschein tödlich glänzten. Schwerte, Dolche, Degen, Armbrust, Pfeil und Bogen, Speer und noch vieles mehr. Nach kurzem Begutachten entschied sie sich für den Bogen.
»Ausgezeichnete Wahl.« Ich nickte und deutete dann auf eine eingezeichnete Stelle im Trockengras. »Stell dich hier hin.«
Ohne zu widersprechen folgte Georgie meiner Anweisung und legte bereist Bogen und Pfeil an.
Ich hob die Hand. »Warte, so weit sind wir noch nicht.«
Sie runzelte die Stirn. »Ich hab doch gar nicht viel gemacht.«
»Leg den Bogen und Pfeil beiseite.« Ich behielt meine strenge Miene und wartete, dass sie meinem Befehl nachkam, doch die kleine Werwölfin, die bereits um die 17 Sonnenumläufe alt sein musste, erwies sich als sturer als erwartet.
Georgie presste ihre Lippen zu einem Strich. »Du hast versprochen, mir das Kämpfen beizubringen. Wenn du dich wie Beau verhältst, dann-«
»Falsch.« unterbrach ich sie etwas härter als beabsichtigt. »Ich habe versprochen, dir die Kriegskunst der Gi beizubringen. Erlaube mir, deine Tazim zu sein, deine Lehrerin.« Ein Tazim wurde bei uns im Stamm allen beginnenden Krieger zugestellt – es war eine Ehre, die Kriegskunst zu erlernen.
Und auch wenn Georgie das vielleicht nicht wusste, sah sie dennoch ein bisschen verdutzt aus. »Sehr gerne.«
Ich strich meine dunklen Haarsträhnen, die im warmen Lufthauch flatterten, hinter die Ohren. »Gut. Dann lass uns mit der ersten Phase beginnen.« Ich hielt meinen Zeigefinger hoch. »Phase eins, verstehe, dass die Kunst des Bogenschiessens aus mehr als nur Pfeilanlegen, Bogen spannen und loslassen besteht. Es ist wie ...« Ich rümpfte die Nase, während ich nach dem richtigen Wort in ihrer Sprache suchte. »Es ist wie ...« Meine Hand wedelte in der Luft. »Es ist wie ... ein Tanz.«
»Ein Tanz?«
»Aee.« sagte ich, schnitt jedoch gleich darauf eine Grimasse. Zugegeben, das war nicht der beste Vergleich. Tanzen. Ich erschauderte – ich hasste das Tanzen. Minakto gehörte absolut nicht zu einer meiner geliebten Traditionen meines Stammes. Aber ich fand kein anderes Wort, das Zisara ersetzte. Es beschrieb einen Zustand, einen Zustand, den man nur in höchster Konzentration und Präzision erreichte. Immer noch nach den richtigen Worten suchend, sagte ich: »Aee, ein Tanz. So wie die Blätter der Bäume mit dem Wind wehen, wie die Klinge eines Schwertes durch die Luft kreist, wie die Flammen im Feuer flackern.«
Georgie sah mich an, als litt ich unter ernsthaften Probleme.
Ich räusperte mich. In meiner Sprache hörte sich das definitiv besser an. »Der Tanz besteht aus mehreren Phasen, die du ausgiebig trainieren musst, bis sie dir ins Blut übergehen, bis jeder Schuss identisch abläuft; bis du der Tanz selbst bist.«
»Klar« Georgie zog das Wort in die Länge.
»Ich werde es dir zeigen.« Ich deutete auf die runde Zielscheibe mehrere Meter vor uns. »Phase zwei. Siehst du den roten Punkt in der Mitte?«
Sie nickte.
»Stell dich so hin und richte dich seitlich zum Ziel aus.«
Sie machte es mir nach und stellte ihre Füsse schulterbreit auseinander.
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X E N O S | ✔️
Werwolf*ABGESCHLOSSEN* ➳ ZWEITES BUCH DER " a mate's call " SERIE ➳ (Kann unabhängig vom 1. Teil der Serie gelesen werden) Sturmblaue Augen, blonde zerzauste Haare und eine mürrische verzogene Miene. Er ist der König der Werwölfe. Er ist der Mann, d...
