A R Y A
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Georgie und ich waren die ganze Strecke durch den Fyrsaldwald zu den Skihlafelswänden gerannt und ich war überrascht gewesen, wie gut sie mit mir mithalten konnte.
Schweratmend berührte ich das kleine Messer an meiner Hüfte, als wir an der Waldgrenze angekommen waren und auf die grossen Felswände blickten. Georgie hatte mir einige Ledergürtel, welch mit zig Dolchen versehen waren, sowie einen Bogen, den ich mir um den Rücken geschlungen hatte, aus der Waffenkammer mitgebracht. Nun fühlte ich mich schon viel wohler in diesem sanften, bordeaux roten, Kleid, als noch Stunden zuvor.
Ich berührte das hart geschliffene Holz des Bogens und wünschte mir sehnlichst den eleganteren, feingeschliffeneren mit Muster versehenen Bogen her, den mir Rowtag geschenkt hatte. Rowtag.
Ich hol dich hier raus, versprochen. Der Schwur brannte tief in meinem Herzen.
»Wie sieht der Plan aus?« flüsterte Georgie ebenso schweratmend und stützte sich neben mir an einem Baumstamm ab.
Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich keinen Plan. Ich wusste nur, dass ich da rein gehen musste, diese Schlange finden und ihr meinen Pfeil reinjagen würde. Ich sah schon ihr schwarzes Blut vor mir. Wie es auf den feuchten Steinboden sickerte und sich mit den Pfützen vermischte. Oh ja, ich würde Rache nehmen und jeder, der sich mir in den Weg stellen würde, würde ich ebenso vernichten. Sie gehörte mir.
»Seyi bhan fonesa, Arya.«
Der vertraute Gruss erklang in meinen Ohren und drohte den roten Schleier vor meinen Augen zu vertreiben. Ich drehte mich um.
»Ich hätte gedacht, dass du schon im Inneren der Höhlen wärst, so wie alle anderen Werwölfe.« Cha'tima stand vor mir. Mit seinem Speer in der Hand und dem nackten Oberkörper sah er fast so aus wie immer. Doch nur fast.
Ich verschränkte meine Hände hinter meinem Rücken. »Cha'tima. Was tust du hier?«
»Wir«, er machte eine ausladende Pause und hinter ihm kamen so viele Krieger und Kriegerinnen hervor, die sich hinter den Bäumen versteckt hatten, dass mir fast schwindlig wurde, »sind hier, um unsere Stammesfreunde zu befreien.«
Ich krallte meine Hände ineinander und verhinderte gerade noch ein ungläubiges Keuchen. »Ihr ... habt mir geglaubt?«
»Aee. Chief te Retani hatte den ersten Fehler damit begonnen, Nzuak in unseren Stamm einzuladen, nachdem Erster Pfeil verschwunden war. Sein zweiter Fehler war es, ihn als Nachfolger te Retani zu ernennen.« Cha'tima und alle Gis hinter ihm machten einen grimmigen Eindruck. »Nzuak wird nie unser Chief sein! Wir haben Saruzikt einberufen.«
»Ihr habt was?« Ich war fassungslos. Saruzikt bedeutete, dass sie ihren nächsten Chief selbst wählen wollten, ohne auf die Worte des Häuptlings zu hören. Es war seit fünfundzwanzig Generationen nicht mehr aufgerufen worden. Meine Brauen zogen sich zusammen. »Warum?«
»Wir haben bereits unseren Chief gewählt, bevor Nzuak gekommen ist.« Cha'tima nickte hart. »Wir haben dich gewählt.«
Alle anderen Krieger und Kriegerinnen stimmten ihm laut zu: »AEE!«
Das war also der Grund, wieso sie keine weisse Bemalung mehr auf ihrer Haut trugen. Ich blinzelte meine Tränen fort. »Ich seid aus dem Stamm getreten, nicht wahr?«
Jetzt lächelte mich Cha'tima sanft an. »Aee.« Dann platzierte er seinen Speer auf die Seite und kniete sich hin. Er senkte seinen Kopf und legte seine Stirn ihn auf den Waldboden. Alle anderen Gis folgten seiner Geste und stiegen in den Ruf ein: »Ehsi bhaei nees Chief. Nees Chief te spirus, nees Chief te ahna ast nees Chief te viner.«
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X E N O S | ✔️
Werewolf*ABGESCHLOSSEN* ➳ ZWEITES BUCH DER " a mate's call " SERIE ➳ (Kann unabhängig vom 1. Teil der Serie gelesen werden) Sturmblaue Augen, blonde zerzauste Haare und eine mürrische verzogene Miene. Er ist der König der Werwölfe. Er ist der Mann, d...
