A R Y A
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»Das ist genug für heute.« Ich nahm Georgie den Bogen ab und legte ihn auf den Steintisch. Sie hat sich tapfer gehalten. Ihre Schüsse wurden immer zielsicherer und präziser, sowie ihr Tanz. Sie war eine gute Schülerin – ehrgeizig und willig, hart zu üben. Genau wie ich damals. »Geh die Pfeile einsammeln, dann bist du für heute erlöst.«
»Verstanden, Tazim.« Mit einem kräftigen Nicken stolzierte sie übers Feld zur Zielscheibe und sammelte ihre Pfeile ein, wobei ihr schwarzer, langer Pferdeschwanz hin und her wippte. Trotz ihrer vor Erschöpfung zitternden Arme und Beine, hielt sie sich gerade aufrecht. Aee, sie würde eine hervorragende Kriegerin sein.
Ich streifte mit meinen Händen über die haufenweise verschiedenen Waffen, als ich das laute Gejohle und die gebrüllten Rufe hörte. Eine ganze Horde von Leuten hatte sich um zwei Soldaten versammelt und schaute dem Schwertkampf gebannt zu.
Neugierig geworden, um welche Krieger so ein Tamtam gemacht wurde, näherte ich mich der Menge und quetschte mich durch die dicke Mauer aus Werwölfen. Und dann sah ich sie. Wie zwei Wirbelwinde schwangen sie ihre Schwerter, einer treffsicherer als der andere. Klirrende Klingen trafen aufeinander, während ein Schwerthieb nach dem anderen pariert wurde. Aramis und Xenos waren wahrhaftig ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen wollte. Gebräunte verschwitzte Muskeln, die in der untergehenden roten Sonne schimmerten, dabei ihre ernsten, konzentrierten Gesichter, die sich zu einer kämpferischen Fratze verzogen hatten und die glühenden Wolfsaugen. Keine zwei Sekunden brauchte ich, um die Freude in genau diesen Augen zu sehen und zu wissen, dass diese Wölfe Freunde seit Jahrhunderten waren. Sie kannten sich in nun auswendig.
Nichtsdestotrotz war Aramis ein klein wenig schneller, und seine Hiebe waren ein Deut kräftiger – so wie es von einem Halbgott zu erwarten war. Und anstatt Xenos neben ihm schwach wirken zu lassen, war genau das Gegenteil der Fall. Ich hatte von niemandem gehört, der den Lycan herausfordern konnte, abgesehen von Serdas – seinem verstorbenen Cousin. Dass ein sterblicher Werwolf einem Halbgott gewachsen war, sagte mehr über ihn aus als alles andere. Und verdammt aee, es war heiss, ihm zuzuschauen.
Ich krallte meine Hände in meinen enganliegendes dunkelblaues Top, doch das half keinesfalls gegen die Hitze aus, die sich bereits in meinem Körper befand und immer weiter hinab glitt.
Die tödlichen Bewegungen der zwei nahmen an Geschwindigkeit auf und die Zuschauer wurden immer lauter, während sich der Kampf dem Ende hin zuspitzte und schlussendlich Aramis Xenos zu Fall brachte.
Die Menge jubelte, während Aramis Xenos lachend auf die Beine half und die zwei sich brüderlich abklatschten. Aramis hatte ein grosses Grinsen auf dem Gesicht, als er sich zu Zaira, die ebenfalls im Publikum stand und ihren Sohn in den Armen hielt, umdrehte. Er schlug sich auf die Brust und grinste. »Na, wer ist der Grösste?«
Zaira lachte zu ihm hoch, während Koray rief: »Dada!«
»Du sagt es!« Aramis hob Koray hoch und warf ihn in die Luft, nur um ihn dann wieder aufzufangen und ihm väterlich die Haare zu zerzausen. Es musste wohl ein grosser Liebesbeweis sein, dass er sich wieder von Koray abwandte und mit ihm auf den Armen zu Zaira schaute – mit so viel Zärtlichkeit, das mir ganz wuschig wurde.
Bevor ich die zwei noch länger anstarren konnte, schritt in diesem Moment jemand anderes in meinen Blickwinkel, und die Hitze von vorhin kam schlagartig zurück.
»Hat dir der Kampf gefallen?« fragte Xenos, als er vor mir stehen blieb. Seine Brust hob und senkte sich schnell und heftig wegen des Kampfes, sodass ich mir seiner vor Schweiss glänzenden Burst nur allzu bewusst war.
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X E N O S | ✔️
Lobisomem*ABGESCHLOSSEN* ➳ ZWEITES BUCH DER " a mate's call " SERIE ➳ (Kann unabhängig vom 1. Teil der Serie gelesen werden) Sturmblaue Augen, blonde zerzauste Haare und eine mürrische verzogene Miene. Er ist der König der Werwölfe. Er ist der Mann, d...
