Albanien, 1. November 1947
Gestern war mein neunzehnter Geburtstag. Tom erinnerte sich sogar daran und ich war froh, dass er es tat. Meine so genanntes Geschenk war, einen Tag frei von der Suche nach dem verdammten Diadem zu erhalten. Natürlich konnte ich mich nicht zu sehr beklagen. Doch meine Pflanzen und Hühner taten es. Ich schenkte ihnen schon lange nicht mehr die Menge Aufmerksamkeit, welche sie benötigten. Ich verbrachte den ganzen Tag für das Diadem, aber eines Tages fasste ich den Mut Tom auf einem freien Tag anzusprechen. Als ich dies forderte, dachte er am Anfang ich wäre einfach faul geworden.
"Es ist eine einfache Aufgabe die ich von dir verlange Eva: schau in den Bäumen und finde das Diadem. Warum brauchst du davon eine Pause?".
"Mein Herr!", rief ich frustriert aus. Wir hatten gerade das Abendessen beendet, als ich das Gespräch aufbrachte. Wir saßen uns an unserem kleinen Tisch gegenüber.
"Wenn man es so sagt, klingt es einfach, aber es ist nicht nur ein Baum, es sind Tausende von Tausenden! Ich gehe in der Morgendämmerung und komme in der Abenddämmerung nach Hause, meine Pflanzen und Tiere werden vernachlässigt. Bitte erlaub mir einfach einen Tag in der Woche - ein Sonntag, das ist ein typischer Ruhetag." Er verzog sein Gesicht ab dem Wort Ruhe. "Versteh mich nicht falsch, ich werde mich nicht ausruhen, ich würde mich um das Haus kümmern, wozu ich momentan nicht die Zeit habe richtig aufzuräumen, wie du sehen kannst."
Tom muss nach meiner letzten Aussage etwas Wahres gefunden haben, denn nach einer langen Pause stimmte er zu. Außerdem wusste ich, dass die Unordnung des Hauses ihn mehr als mich belästigte. Seit er im grossen Haus mit mir schlief, weckte er mich früh, um das Haus zu säubern und zu Mittag zu kochen.
Zum Glück hat er mich nicht an meinem Geburtstag geweckt. Ich konnte schlafen, bis mein Körper völlig regeneriert war. Es war wundervoll. Tom, der die meiste Zeit damit verbracht hatte, seinen fast vollen Bart abzuschaben, hatte sich geweigert zu kommen und versteckte sich in seinem Arbeitszimmer. Ich hatte trotz seiner Abwesenheit einen angenehmen und erfrischenden Geburtstagsmorgen.
Meredith und Druella schickten mir Eulen, was sehr rührend war. Tom hat die Tatsache nicht genossen, dass Eulen hier waren und anderen signalisieren würden, dass wir diese Klippenhütte bewohnten. Ich war einfach glücklich, noch von meinen Freunden erinnert zu werden. Druella hatte mir eines ihrer schönen Kleider geschickt - sie entschuldigte sich, dass es eines von letztem Jahr war, aber wusste, dass ich sowieso nicht viel für Mode übrig hatte. Sie hatte recht, solange es hübsch war und mir passte, war es mir egal und ausserdem war ich so glücklich, endlich mal wieder ein neues Kleid zu besitzen. Meredith hatte mir eine neue Haarbürste geschickt, die verzaubert war, um deine Haare länger und glänzender zu machen.
Auch zum ersten Mal in einer langen Zeit hatte ich Zeit, in meinem Album zu schreiben. Ich hatte darüber geschrieben, wie Tom uns hierher gebracht hat, um nach seinem Diadem zu suchen. Ich habe versucht, die guten Momente zu beschreiben die wir hatten, aber sie waren leider selten. Ich habe auch das Treffen mit Lord Tympanios der Vampire aufgenommen. Ich schrieb auf und sprach über meine Entschlossenheit, Tom für mich zu gewinnen, egal wie hart er versuchte, mich wegzuschieben. Ich schrieb: "Ich werde nicht leicht aufgeben, ich werde stark sein." Allein diese Worte auf Papier zu verewigen, hatte mir Kraft gegeben. Schließlich habe ich das Treffen mit den Dementoren mit Tom angesprochen.
Ich fühlte mich seltsam aufgeregt, nachdem wir so einen schrecklichen Ort verlassen hatten und noch mehr, da Tom ihre Nachkommen beinahe zerstört hatte. Obwohl sie so schreckliche Kreaturen waren, machte mir Tom in dem Moment mehr Angst.
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Heirs
Fanfiction(WARNING: MATURE CONTENT!) - The Life of Tom Riddle - Storyline: 1942 - 1981 Die Wahl zwischen seinem ultimativen Verlangen nach Weltherrschaft und dem, was ihm schon immer verweigert wurde: Liebe. Die Geschichte erstreckt sich von seinen Schuljahr...
