44* | 1949

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Albanien,
11. Dezember 1949

Er konnte das Mondlicht auf ihrem Gesicht glänzen sehen, das halb in dem Kissen unter ihr vergraben war.

Sanfte, süsse Geräusche füllten die dicke Luft des Hauses. Sie lag auf der Matratze, während er direkt hinter ihr stand, mit seinen Händen auf ihren Hüften, die ihren Körper im Rhythmus mit seinem führten. Er atmete lusterfüllt aus und ließ einfach das Vergnügen ihres Kontaktes ihn überwältigen. Plötzlich hörte das Gefühl auf. Sie hob ihre Hüften zu hoch, also musste er sie grob runterdrücken, damit ihr Rücken sich wieder richtig bog. Dies war bereits das dritte Mal heute Abend und er wurde allmählich ungeduldig, dass er ständig deswegen die Konzentration verlor. Sein Blick fiel auf ihre Arme, die gegenwärtig an den Bettbarren ungeschickt zusammengebunden über ihrem Kopf befestigt waren. Bevor sie etwas mehr als vor einer Stunde anfingen, gab sie nach kurzer Unschlüssigkeit ihm das Einverständnis, dass sie sich ihre Handgelenke von ihm zusammenbinden ließ.

Er fand schließlich heraus, was das Problem verursachte: als sie sich mit ihren Ellenbogen versuchte abzustützen, drückte sie ihren Torso unabsichtlich zu weit nach oben. Er hörte auf zu stoßen, blieb aber in ihr, als er auf die andere Seite des Bettes nach seinem Zauberstab griff. Mit einem kleinen Seufzer, der mit Verlangen und Enttäuschung gemischt war, hörte er sie etwas gegen die Laken sagen.

"Was ... ist los?"

Er antwortete nicht, als er seinen Zauberstab schnappte und auf ihre Handgelenke zeigte. Die kleinen Schnüre aus weichem Stoff flogen zurück in den Zauberstab.

"Leg deine Arme hinter deinen Rücken." flüsterte er mit rauer, heiserer Stimme. Sie gehorchte ihm wie immer und tat was er von ihr verlangte. Er murmelte einen schnellen Zauber, der die gleichen Schnüre um ihre Handgelenke zurück wickelte. Kurz darauf warf er seinen Zauberstab wieder auf die Seite des Bettes.

Ihr Kopf und ihre nackte Brust waren nun flach auf der Matratze, während er ihre Rückseite gegen sich manövrierte, um den perfekten Winkel zu finden. Er fand ihn sofort, und das Zimmer füllte sich erneut mit sanften, lusterfüllten Klängen. Nicht mal fünf Minuten waren vergangen, bis er fast den erlösenden Punkt erreichte. Er schaute zu ihr hinunter, das schwache Licht von außen schimmerte auf den kleinen nassen Perlen auf ihren Rücken. Auf ihrem rechten Arm, hervorgehoben von ihrer schönen hellen Haut, glänzte die Schlange und der Schädel. Er bewegte sich jetzt schneller, und seine Hände packten ihre Hüften fester. Kurz bevor er seinen Höhepunkt erreichte, streckte seine Hand aus um nach ihren Haaren zu greifen.

Aber etwas fing sein Blick.

Das Dunkle Mal auf ihrem Unterarm hatte sich verändert. Vor kurzem war es bloss eine stumpfe farblose Tätowierung - jetzt erschien es frisch und rot. Er wusste, was es bedeutete, aber kaum bevor er es richtig registrieren konnte, fing sein Körper zu zittern und zu explodieren. Gleichzeitig gab die junge Frau vor ihm das endgültige, lang anhaltende Stöhnen des Höhepunkts. Schwer atmend, strich er noch ein paar mal mit seiner Hand über den Rücken der jungen Frau unter ihm. Dann zog er sich aus ihr heraus und legte sich neben ihr aufs Bett. Eva drehte den Kopf zu ihm und gab ihm ein schüchternes Lächeln. Sie schloss ihre Augen und summte, um ihren Genuss zu zeigen. Plötzlich öffnete sie ihre Augen und sah ihn an.

"Könntest du mich noch losmachen?", fragte sie leise.

Tom Riddle hatte das völlig vergessen.

HeirsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt