Eventuelle Trigger:
- Gewaltausdrücke
- Tod
Ansonsten handelt es sich eher um eine Komödie. Viel Spaß xD
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"Scheiße, Illya. Was machen wir eigentlich an diesem beknackten Ort?"
"Hör auf zu fluchen, Johnny..." Seufzend drehte Illya sich zu dem nörgelnden jungen Mann, der eingesunken in seinem Jackenkragen aus dem Zugfenster blickte.
"Aber ganz ehrlich, was sollen wir in der beschissenen Pampa? Urlaub auf dem Bauernhof oder was?!" Miesgelaunt starrte John den Kühen und Schafen hinterher, die auf den Weiden an den Bahngleisen grasten.
"Lass uns doch erst mal ankommen." Entnervt stützte Illya sich auf seinen Ellbogen und schloss die Augen. Er fand es gar nicht so schlimm hier. Endlich mal Ruhe vom Stadtleben.
"Ich hab aber keine Lust auf irgendein blödes Bauerndorf...", grummelte John. Nur noch seine Augen waren zu sehen, so weit war er in seinen Mantel gerutscht. Illya verdrehte die Augen. Er wusste nicht genau, warum Stewart unbedingt ihn als Johns Babysitter haben wollte, aber seis drum. Der Junge konnte auch ganz amüsant sein.
"Na toll, stinken tut's hier auch noch!" John umklammerte fest sein Gepäck und weigerte sich strikt Illya über den schlammigen Feldweg zu folgen, der von dem etwas heruntergekommenen Bahnhof in ein Dorf führte.
"Das ist gesunde Landluft, also hör auf dich zu beschweren. Die haben bestimmt Whiskey im Gasthaus, das muntert dich auf." Ohne auf seinen Kollegen zu warten, schritt Illya weiter voran, seine Schuhe versanken zentimetertief im durchweichten Morast.
"Auch noch Scheißwetter hier oben..." Das Problem an John war, dass er eben nie wusste, wann Schluss war.
"Es ist Spätherbst, es regnet überall. Sei einfach froh, dass es nur leicht nieselt."
Keine Sekunde später spürte Illya wie ihm ein relativ großer Tropfen auf die Nase fiel. Und danach noch einer.
"Das hast du uns jetzt eingebrockt!", rief John ihm entgegen und schirmte seinen Kopf mit seinem Koffer, als es anfing wie aus Eimern zu gießen.
Völlig verdreckt und durchnässt erreichten die beiden das Gasthaus, das sie für eine Weile beherbergen sollte. Während John sich weiter hinten versuchte an einer schwachen Öllampe die blauen Finger zu wärmen, trat Illya nach vorne zur Wirtin, die hinter der Bar die Gläser putzte.
"Zwei Zimmer auf die Namen Dmitrijew und McLare", sagte er und schniefte, der Regen hatte seine Nase ganz schön zum Laufen gebracht.
"Ein Zimmer", antwortete die Wirtin, ohne von den Gläsern aufzublicken.
"Nein, wir hatten zwei gebucht." Verwirrt zückte Illya sein Portemonnaie, das zum Glück trocken geblieben war.
"Sie haben ein Zimmer, Herr Dimije. Ansonsten ist alles ausgebucht." Die Wirtin schenkte ihm ein zahnloses Lächeln.
"Dmitrijew," korrigierte Illya sie mit einem Stirnrunzeln und drehte sich zu John um, der immer noch zitternd vor der Öllampe stand. Er würde Illya wahrscheinlich erdrosseln, sollte er ihn noch einmal in den Regen schleppen, um nach einer anderen Herberge zu suchen...
"Nehmen Sie das Zimmer jetzt, Riese?"
"Ah, natürlich." Seufzend überreichte er der Wirtin das Geld.
"Komm, Johnny!", rief er dann, nachdem er den Zimmerschlüssel erhalten hatte, und ging die knarzende Treppe nach oben, die nassen Haare aus seiner Stirn schüttelnd.
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Gedankennebel
Historia CortaDu liest gerne Kurzgeschichten mit verschiedensten Themen? Und das umgesetzt auf unterschiedlichster Art? Du interessierst dich für die abwechlungsreiche Mischung verschiedener Schreibstils, Inhalte und Genres? Dann ist dieses offizielle Buch vom Wa...
