Wut von @Fruelingsschnee

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Dort ist dieser kleine Funke in uns allen, der nur darauf wartet, entfacht zu werden. Doch er wird immer vom eiskalten Wasser der sturen Vernunft zurückgehalten. Jedoch, zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort, ist der kleine Funke schneller. Er wird binnen eines Augenblicks zu einem lodernden Feuer, das das Wasser zum kochen bringt. Dieses Feuer nimmt uns ein, es kontrolliert uns. Wir sehen nur noch rot. Es ist das bedrohliche Blutrot der Flammen, welches uns die Sicht nimmt. Und an der Hitze dieser Flammen verbrennen sich jene, auf die sich dieses Gefühl richtet, das wir verspüren. Manchmal aber, da verbrennen wir uns selber an unserem inneren Feuer. Dieses Gefühl, es ist nicht die reine Wut, die uns beherrscht . Oft ist es auch Trauer, Eifersucht oder Verzweiflung, die die Flammen entzündet. Und jeder Brennstoff hat unterschiedliche Auswirkungen auf uns und unsere Umgebung.
Und wenn zwei unterschiedliche Flammen aufeinander treffen, so verbrennen sie sich gegenseitig. Beide lassen dieses Gefühl, Wut, an dem anderen aus. Und so erlischt die Flamme wieder. Hat sie einmal ihr Ziel verbrannt, kühlt sie ab und einzelne Wassertropfen löschen es irgendwann endgültig. Doch ein kleiner Funken, der bleibt immer bestehen, um das Feuer erneut zu entfachen.

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