Du liest gerne Kurzgeschichten mit verschiedensten Themen?
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"Das Leben ist voller Gefühle..."
...nur leider sind dies zu viele Gefühle für mich.
-Warum fühle ich sowas nur..?!- meine Gedanken waren wirr und konnten kein klares Ziel mehr fassen, egal wie sehr ich doch versuchen wollte, ihm zu widerstehen, konnte ich es nicht. Mein Puls raste mehr, als man sich an Schnelligkeit hätte vorstellen können, mein Atem lag schwer und meine vor Angst angespannten Muskeln schienen zu beben. Mircos eiskalten Blick konnte ich nichtmehr entfliehen, seine perfekten Lippen waren zu einem Strich gezogen, bei welchem jeder Mathelehrer nur respektvoll genickt hätte, seine Hände waren fest um meine Taille geschlungen und fühlten sich, trotz all dieser Ruhe, angespannt und kampfbereit an. Ich war in meinem eigenen Chaos versunken, meine Gefühle spielten völlig verrückt und all meine Gedanken schienen wie weggeblasen, ich konnte nicht einmal mehr an etwas denken, selbst das wollte mir nicht gelingen. Ich wusste, er wollte nichts fühlen, er wollte nicht dass ich im selben Suff ende wie er es einst tat, er wollte mich nicht verletzen und wegwerfen wie jede andere Schulschlampe. Trotzdem, näherte er sich mir Stück für Stück weiter an, seine Lippen schienen fast meine zu streifen, Mirco schien nicht zu wissen was er mir damit antat. "Es wird auf ewig nur ein Kuss bleiben..", das sagte er, ich wollte mich einfach von ihm losreißen, ihm eine klatschen und verschwinden, doch ich war zu schwach. Ich hatte das Gefühl, als hätte er mir all meine Kraft geraubt, mir meine Seele genommen und sie langsam in seinem Herz verstaut, als wäre sie das wertvollste was man nur besitzen konnte. Länger konnte und wollte ich nicht warten, meine Haut erlangte ein warmes Prickeln, als er meine Wange sanft berührte und meine Lippen setzten sich perfekt auf seine. Mein erster Kuss war, zwar von sehr alkoholischem Geschmack und rauchig, perfekt und seine rauen Lippen schienen weich, nur durch einen Kuss konnte ich all den Schmerz fühlen, den er mir niemals hätte zufügen wollen. Es war gigantisch, ich zerstörte mir diesen Moment zwar bis ins kleinste innerste, wenn ich daran dachte, dass es >auf ewig nur ein Kuss< bleiben würde, jedoch wollte ich auch nur diesen einen Kuss, es reichte mir um mich komplett zurück ins Leben zu holen. Unser Kuss schien ewig anzudauern, kaum Luft konnte man holen und es schien nie so, als ob wir uns wirklich lösen wollten, seine Hände schienen langsam unter mein Shirt zu gleiten, ich bekam Gänsehaut und wollte mich wehren, aber dennoch, wollte ich es irgendwie nicht. Ich wollte mich nicht wehren, nein warum auch, es wäre das erste und letzte Mal das ich ihn wirklich spüren dürfte, sanft drückte er mich gegen die Wand und hebte mich hoch, einen intensiveren Kuss hätte ich mir niemals vorstellen können. Warum wollte dieses Schicksal uns nicht zusammen sehen, warum musste Mirco nur jetzt weg, gerade dann, als wir zusammen glücklich werden konnten. Seine Arme schlungen sich vorsichtig, aber dennoch fast verzweifelt um mich und schienen voller Lust und Verzweiflung gefüllt zu sein, ich konnte all diese Aggressivität spüren, all den Hass den er auf diesen Moment fühlte, aber auch all die sanfte Liebe die er mir überbringen wollte. Ich konnte alles zulassen, ich wusste er würde gut auf mich aufpassen und würde mir die Welt zu Füßen legen, wenn es möglich wäre, all diese Emotionen... ..es waren viele... ..zu viele. Und... ..ich war ertrunken. Ertrunken in meinen eigenen Gefühlen.