Anmerkung des Autors:
Heyho,
Ich möchte vor Beginn der Geschichte anmerken, dass ich Mobbing und Schikanierung nicht unterstütze und sogar hasse.
Einsamkeit ist sehr vielseitig. Manchmal kann man die Gegenüber helfen mit einem einfachen Satz.
„Hey, wie geht es dir heute?"
Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen. ^^
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Kaum wachte ich auf, blickte ich in die warmen Augen meiner großen Schwester, die bis eben noch an mir gerüttelt hatte, um mich zu wecken. Schnell sah ich nach rechts zu der weißen Wand. Alles war mir lieber als meiner Schwester in die Augen zu schauen. „Guten Morgen, Schlafmütze. Komm jetzt, Frühstück ist fertig." Ich nickte ruhig und sah ihr hinterher, wie sie aus meinem Zimmer ging. Es war ungewohnt jemanden hier in meinem Zimmer zu sehen. Normalerweise würde sie sich gar nicht erst hier rein verirren. Eher würde ich sie bei der Arbeit sehen. Heute war wieder einer der anstrengenden Tage in der High-School. Nun, es war für mich nichts Neues mehr. Anscheinend versank ich zu tief in meinen Gedanken, denn meine Schwester rief wieder nach mir. „Bist du wieder eingeschlafen? Dein Kaffee wird kalt!" „Ich komme, Nee-san", erwiderte ich ruhig. Die Uniform anzuziehen war eine Routine, die ich auch im Schlaf ausführen könnte. Schnell band ich mir meine schulterlangen schwarzen Haare zu einem ordentlichen Zopf zusammen. Jedoch verfinsterte sich mein Blick, als ich die blonden Spitzen erblickte. Es war eines der Überbleibsel aus meiner Rebellenzeit. Heute wünschte ich mir, es hätte diese Zeit gar nicht erst gegeben. Sofort schüttelte ich den Kopf und schnappte mir meine Schultasche und mein Handy, um endlich bei meiner Schwester aufzutauchen.
Sie saß schon am Küchentisch und las die heutige Zeitung. Heute würde sie nach langer Zeit wieder zu ihrer Arbeit als Staatsanwältin gehen und hatte deshalb ihren schwarzen Anzug an, der wie für sie maßgeschneidert war. So gesehen war das auch so. Es war einer der alten Anzüge von Vater, den sie abgeändert hatte. Ich biss die Zähne zusammen, als ich mich an das Ableben meiner Eltern erinnerte. Aber ich schluckte meine finsteren Erinnerungen runter und setzte mich lieber still zu Nee-san, die von ihrer Zeitung aufblickte. „Ah, endlich bist du da. Heute komme ich vermutlich etwas später als sonst nach Hause. Kommst du zurecht?" Meine Antwort bestand nur aus einem Nicken und ich trank einen Schluck Kaffee, während ich auf mein Handy schaute, ob heute sonst noch etwas anstand. Im Kalender sprang mir ein Termin namens „Mein Geburtstag" entgegen, den ich wegdrückte. Ansonsten waren da noch Nachrichten von einigen Personen, die mir zum Geburtstag gratulierten. Fast schon seelenlos schrieb ich allen ein einfaches „Danke" zurück und die Sache war abgehakt. Ich spürte, wie Nee-san mich ansah und hob meinen Kopf hoch, um direkt in ihre besorgten saphirblauen Augen, die sich fragend in meine eisblauen Augen bohrten, zu schauen. Ich war die Erste, die den Augenkontakt abbrach und beschäftigte mich lieber mit meinem Toast. „Es ist alles gut", würgte ich zwischen den geschmacklosen Bissen hervor. Schnell aß ich alles auf und trank noch den Kaffee zu Ende, bevor ich zur Tür sprintete, um aus meinem erdrückenden Zuhause zu fliehen. „Bis heute Abend", rief mir Nee-san noch nach, aber die Tür war bereits zu.
Erst ein paar Meter von meinem Zuhause entfernt wagte ich es aufzuhören zu rennen. Auf dem Weg zur Schule kaufte ich mir noch einen Kaffee to go, um der Kälte in der Luft etwas entgegenzusetzen. Schließlich hatte ich meinen Schal und Handschuhe vergessen. Langsam ging ich Richtung Schule, während ich an meinem Getränk schlürfte. „Guten Morgen, Hariken-san", grüßte mich ein Mädchen mit langen silbernen Haaren aus meiner Klasse. „Morgen, Schulsprecherin Shinomiya", murmelte ich ihr entgegen und blickte sie an. Ausgerechnet sie sah ich als Erstes an diesem Morgen. Vor allem würde sie mich nicht ansprechen, wenn sie nicht etwas von mir wollen würde. Aus verständlichen Gründen. „Ich muss mich später noch um etwas kümmern. Bei Tanaka-Sensei kannst du die Bücher für die siebte und achte Stunde holen." Ganz genau. Es war keine Bitte, sondern ein Befehl, und ich dürfte nicht Nein sagen. Stumm nickte ich und ertrug es, wie sie mir den Kopf tätschelte. Kaum war sie damit fertig, beschleunigte ich meine Schritte. Innerlich wiederholte ich stets die gleichen Sätze. „Ich verdiene es. Das ist meine Strafe."
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Gedankennebel
Historia CortaDu liest gerne Kurzgeschichten mit verschiedensten Themen? Und das umgesetzt auf unterschiedlichster Art? Du interessierst dich für die abwechlungsreiche Mischung verschiedener Schreibstils, Inhalte und Genres? Dann ist dieses offizielle Buch vom Wa...
