Ich streifte jetzt schon seit dreißig Minuten durch den Wald, doch fand keine Zuflucht. Ich spürte etwas hinter mir. Es wahr ein kalter Wind. Ich drehte mich langsam um und sah ein riesigen schwarzen Wolf. Es fing an mich zu Mustern. Dies bereitet mir eine Heiden Angst ein, weshalb ich langsam mich wieder umdrehte um erneut wegzulaufen...
Ich höre hinter mir ein lautes aufheulen, als ob er versuchen würde weitere Wölfe zur Unterstützung zu rufen. Da packte mich die Angst und ließ mich nur umso schneller laufen. Ich traute mich nicht mich noch mal umzudrehen, die Angst, dass dieses riesige Wesen mich kriegen würde war viel zu groß. Ich wollte hier raus, endlich raus! Ich weiß gar nicht mehr warum ich in diesen verfluchten Wald gelaufen bin. Ich möchte nur so schnell wie möglich wieder weg, weit weg von diesem Wald, aber vor allem von diesem Ding. Ich lief noch ein ganzes Stück bis ich plötzlich kaum noch atmen konnte, ich versteckte mich hinter einem Baum, in der Hoffnung, dass mich dieses Wesen durch die Dunkelheit nicht sehen kann. Eigentlich voll dumm von mir, wir hatten erst vor kurzem in der Schule besprochen, dass Wölfe ausgezeichnet im Dunkeln sehen können. Meine Hoffnung, die kleinste Hoffnung die bestand war gerade gestorben. Ich blickte hinter dem Baum hervor, dieser Wolf war nicht zu sehen. Keine Spur von ihm, war ich ihn wirklich los, habe ich wirklich einen fast 3 Meter großen Wolf abschütteln können? Meine Atmung stabilisierte sich nun wieder, ich atmete erleichtert aus und richtete mein Blick wieder nach vorn. Und da sah ich mich selbst, nein die Spiegelung von mir. Ich sah in zwei große goldene Augen. Sie glänzten, aber ich hatte das Gefühl je länger ich hinschaute, desto mehr versuchte es meine Seele zu verschlingen. Dieser Wolf, er stand vor mir, mit seinem Blick brannte er sich in meine Seele hinein, ich wollte wegschauen doch irgendwas hinderte mich daran. Ich war wie in seinem Bann, ich fühlte mich davon hingezogen und trotzdem davon gefangen. Durch den Wald fiel nun das Licht des Mondes und der Wolf der bis eben noch schwarz wie die Nacht erschien, war nun weiß wie der Mond selbst. Langsam gewann ich wieder Kontrolle über meinen Körper und stand langsam wieder auf. Der Wolf ließ mich nicht eine Sekunde aus dem Blick, seine Wachsamkeit mir gegenüber sank nicht, er hatte alle seine Sinne auf mich gelenkt. Er konzentrierte sich nur auf mich. Ich streckte meine Hand nach ihm aus. Kurz bevor ich ihn berühren konnte zog ein Knacken hinter dem Wolf die Aufmerksamkeit von uns beiden auf sich. Ein weiteres Wesen trat aus dem Schatten in das helle Mondlicht, ich glaube einen Hirsch zu erkennen, aber so war es glaube ich nicht. Dieses Wesen hatte das Erscheinungsbild eines Hirsches, doch es strahlte pure Bösartigkeit aus. Es sah verrottet aus, als würde es zusammenbrechen. Es war teilweise von Moos und Pilzen bedeckt. Als würde eine Krankheit, ein Parasit oder etwas schlimmeres an ihm nagen. Es sah so aus als würde es leiden. Der Wolf wandte sich von mir ab und drehte sich zu diesem Wesen um. Es fing an zu knurren und nahm eine Kampfposition ein. Der krank aussehende Hirsch stampfte mit dem Fuß auf den Grasboden, und das Gras welches mit ihm in Berührung kam starb sofort. Wie bin ich nur in das Ganze hineingeraten? Ich wollte doch nur Halloween feiern, nicht in irgendeinen komischen Kampf hineingeraten. Hätte ich mich doch nur nicht mit meinem Freund gestritten, dann wäre das Ganze nicht passiert und ich wäre nicht in diesen Wald gelaufen. Und ich wäre nie in was auch immer das hier alles nun ist, hineingeraten.
Dieser dämonische Hirsch griff nun den Wolf an der vor mir stand an. Der Wolf schlug ihn mit seiner bloßen Pfote zu Boden, und biss ihn kräftig in den Hals. Ich konnte da nicht hinsehen, ich wandte meinem Blick davon ab. Ich hörte dieses dämonische Wesen, oder eher krankes Wesen, einen furchtbaren Schmerzensschrei ausstoßen. Das zwang mich dazu meinen Blick wieder hin zu richten. Das Wesen fiel tot zu Boden, aber kaum berührte es den Boden, zerfiel es zu Staub. Ich wusste nicht was ich sagen oder glauben sollte. Alles was ich heute Nacht erlebe, erscheint mir so unmöglich, als würde ich gleich aus einem Traum erwachen. Oder eher gesagt aus einem Alptraum. Dieser Wolf hat ohne zu zögern diesen kranken Hirsch getötet, wieso sollte ich glauben, dass er mich am Leben lässt? Ich wollte eigentlich die Gelegenheit ausnutzen, dass mich dieser Wolf nicht im Blick hat, um die Flucht zu ergreifen. Kaum wollte ich diesem Plan nachgehen, da drehte sich der Wolf auch wieder zu mir um. Er knurrte mich an, als würde er wissen, was ich geplant habe noch bevor ich es getan habe. Er kam mir näher, ich schloss automatisch die Augen, ich dachte nun würde er mich töten. So wie er es mit diesem Hirsch getan hat. Doch so kam es nicht, ich spürte ein Zerren an dem Ärmel meines Mantels. Nun öffnete ich wieder meine Augen. Da ich zu viel Angst hatte diesem Wolf nicht zu gehorchen, ließ ich mich von ihm mitziehen. Der Wolf ließ meinen Ärmel los, da ich ihm vermittelt habe, dass ich ihm folgen werde. Das Wesen mit einem Fell weiß wie Schnee, führte mich nun durch den Wald. Das Ziel war mir allerdings unbekannt. Langsam versank ich in meinen Gedanken während ich dem Wolf folgte. Ich hatte mich mit meinem Freund gestritten, da ich nur in Ruhe mit ihm Halloween feiern wollte indem wir z.B. Filme schauen und es uns einfach gemütlich machen. Er aber wiederum wollte lieber raus gehen, zu irgendeiner komischen Halloween-Party von einem Freund von ihm. Wir haben uns daraufhin sehr gestritten. Er sagte zu mir ich wäre zu verschlossen. Dass ich niemals versuchen würde etwas mit anderen zu unternehmen, das machte mich wütend. Denn er hatte recht, ich verzichtete wirklich auf die Anwesenheit von Gesellschaft von irgendjemanden außer ihm. Er war der Einzige den ich brauchte, deshalb fiel es mir so schwer zu akzeptieren, dass er auch mal etwas anderes machen will. Aber dafür war es nun zu spät.
Ich riss meine Augen auf, ich war wohl ohnmächtig geworden, aber ein stechender Schmerz holte mich wieder zurück in die Realität. Ich lag am Boden und konnte meinen Körper nicht bewegen. Meine Sicht war verschwommen, ich versuchte mich zu konzentrieren etwas zu erkennen. Über mir stand der schwarze Wolf über den ich bis eben dachte, dass er weiß wäre, aber das was eben alles passiert war nur meine Fantasie. Ich versuchte mir einzureden, dass die Realität nicht so schlimm sei, doch so war es nicht. Der Wolf hatte mich zu Boden geworfen, als er eben wie aus dem Nichts vor mir erschienen. Nun erkannte ich auch wo die Schmerzen herkommen, dieses Wesen hatte mir das Fleisch vom Leib gerissen. Es verzichtete darauf mich zu töten, es fing einfach an mich zu fressen. Als ob er es langweilig finden würde eine tote Beute zu fressen. Ich spürte wie das Blut aus den offenen Wunden heraus strömte, ich hatte nicht mal mehr die Kraft um zu schreien. Ich spürte nur noch diese grauenhaften Schmerzen. Langsam, spürte ich wie das Leben mein Körper verließ, und meine Sicht verschwamm. Ich würde gar nichts mehr. Da wusste ich, dass ich tot war.
Es vergingen zwei Wochen bis man meinen Körper
fand. Er war zerfleischt und größtenteils verwesen. Die örtliche Polizei konnte auch nur vermuten, dass ich von einem wilden Tier angegriffen worden war. Von dem Wolf war keine Spur mehr wiederzufinden. Er verschwand noch in derselben Nacht in der er mich tötete, und bis zum nächsten Halloween würde man ihn wohl auch nicht wiedersehen.
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Gedankennebel
Historia CortaDu liest gerne Kurzgeschichten mit verschiedensten Themen? Und das umgesetzt auf unterschiedlichster Art? Du interessierst dich für die abwechlungsreiche Mischung verschiedener Schreibstils, Inhalte und Genres? Dann ist dieses offizielle Buch vom Wa...
