"Drachenschwingen" von @Miwiel

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Schweiß rannte überall an meinen Körper herunter, meine schwarze Kleidung klebte an meinen ganzen Körper. Ich rannte so schnell, wie ich konnte. Mein Atem ging keuchend, als ich versuchte, möglichst rasch die Stadt zu verlassen. Hinter mir hörte ich die schweren Schritte der Soldaten, die mich verfolgten. In meiner Tasche, die ich auf meinen Rücken trug, spürte ich das schwere Gewicht, von den gestohlenen goldenen Kunststücken und dem Geld. An meiner Seite hatte ich mein Schwert umgeschnallt, dass ich seit meinen 16.Geburtstag hatte.
Das war bei uns der Brauch, dass man an diesem besonderen Tag zum vollen Kämpfer oder Kämpferin mit Waffe wurde. Schon früh begann unsere Ausbildung und ab diesem Tag ist diese fertig. Ich habe mich beim Einbruch der Nacht hier reingeschlichen. Inzwischen war es stockdunkel, aber Lichter erhellten den Weg. Ich hatte gehofft, nicht beim Diebstahl erwischt zu werden, dummerweise waren nun die Wachen doch hinter mir her. Ich und alle aus meine Dorf brauchten Geld, weil uns oft von dieser Stadt Eigentümer, Essen, Trinken und mehr weggenommen wurden. Sie bezeichnen das als 'Steuern', dass wir in unseren Dorf bleiben dürfen. Aber uns so viel wegzunehmen, das geht zu weit! Deshalb zog ich alleine hierher los, um uns etwas helfen zu können. Für meine 20 Jahre war ich schon gut trainiert. Trotzdem keuchte ich sehr, während ich von meinen Verfolgern wegrannte, die nicht wussten, wie die Leute aus der Stadt uns schadeten. Ich nutzte meine Schnelligkeit aus und versuchte besonders flink, die Krieger ab zu schütteln. Es waren etwa 20 Männer, gut bewaffnet, die natürlich sehr in der Überzahl waren. Auch wenn ich die beste Kämpferin im Dorf meiner Altersgruppe war, würde es beim Kampf schwer für mich werden. Denn auch diese Kämpfer sind voll ausgebildet und scheuen nicht, mich zu töten. Ich war ja nur einer von diesen komischen Leuten aus dem Dorf, die keine Lebensmittel der Stadt lieferten. Wie bitteschön auch? Wir brauchen unser Essen doch selber! Langsam näherte ich mich dem Ausgang der Stadt, außerhalb von dieser war ein Stall mit ein paar Drachen. Vielleicht könnte ich mit einen von diesen fliehen? Aber noch war ich nicht da und die Wachem blieben hinter mir. Verdammt! Ich beschleunigte meine Schritte noch mehr. Ich hatte das Gefühl, dass mein Herz gleich aus der Brust springt, so heftig klopfte es.
"Ich schaffe das!", versuchte ich mir Mut zu zusprechen. Vergeblich. Die Angst in das Gefängnis zu kommen und zu sterben, sitzt mir in den Knochen. Ich muss meinen Dorf helfen! Denn mit den Diebesgut könnten wir umziehen und uns bei einer anderen, verständnisvolleren Stadt ansiedeln. Dort könnten wir dann auch notwendige Sachen mit dem Geld, dass ich bei mir habe, kaufen. Zum Beispiel auch Medizin, für die Kranken unter uns. Aber so weit war ich noch lange nicht! Noch immer rannte ich Richtung den Stallungen der Drachen und meinte, dass sie mehr Abstand als vorher zu mir hatten. In unseren Land waren die Drachen trainiert, dass Menschen auf diesen reiten konnten. Die Drachen in dieser Gegend waren eher kleiner, sowie -zu meinen Glück- nachtaktiv. Da, wie ich schon länger wusste, im Stall nur 5 Drachen hausten, könnten mir nur noch 4 Soldaten folgen. Außerdem hatte ich auch einen Vorsprung. In anderen Gegenden des Landes gab es auch Ställe mit noch viel mehr Drachen, aber in dieser auch etwa kleineren Stadt nicht.
Inzwischen konnte ich die Drachen in ihren Käfigen schon sehen. Sie würden wahrscheinlich auch so noch irgendwann in der Nacht freigelassen werden. Ich zog mein Schwert aus seiner Hülle und rannte auf die Aufpasser der Drachen zu. Bei meiner Ausbildung hatte ich auch gelernt, die Menschen nur auszuschalten, nicht immer musste man sie töten. Ich erreichte den Aufpasser und schlug ihn mit meinen Schwert bewusstlos. Er hatte keine Zeit sich irgendwie zu verteidigen, weil ich auch die Überraschung auf meiner Seite hatte. Auch gab es eigentlich keine Überfälle auf die Drachen, sodass keiner eine Waffe trug. So schaltete ich auch den Rest schnell aus, steckte mein Schwert zurück und nahm den Schlüssel von einen der Auspasser. Ich sperrte die Tür auf, nahm einen der Drachen und führte ihn raus. Alle Drachen waren schon gesattelt, erleichtert warf ich noch kurz die Tür zu und schwang mich auf den Rücken des Drachens. Inzwischen hatten auch die Soldaten den Stall erreicht. Doch ich stieg schon in die Lüfte, sodass sie mich nicht angreifen konnten. Zum Glück hatte ich genügend Abstand und somit Zeit, auf dem Drachen zu fliehen. Ich trieb das beeindruckende Tier unter mir an, damit er so schnell flog, wie dieser konnte. Zuerst flog ich zu meinen Dorf und ließ die Beute fallen, sie würden es schon finden. Da es dunkel war, konnten dies die vier verbliebenen Verfolger nicht sehen. Zügig flog ich weiter, noch war ich nicht sicher. Ich hörte das Flügelrauschen aller Drachen, was etwas meine Nerven beruhigte. Ich könnte es schaffen, mein Drache ist der stärkste und flog auch am schnellsten von den fünf. Nun war ich über einen Wald angekommen, den ich aus der Ferne erahnen konnte. Ob ich mich dort verstecken könnte? Nein. Sie würden mich sicher finden. Plötzlich schüttelte der Drache sich ohne Grund ganz wild und bewegte sich so komisch, als wolle er mich loswerden. Ich saß nicht fest genug im Sattel, weshalb ich langsam runterrutschte. Ich hatte keine Chance. Mit einen Schrei auf meinen Lippen stürzte ich in die Tiefe.

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