"Seelenwächter- der letzte Kampf"von@Lichtsternpass

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Datum: 2000 n. Chr.

Mein Name ist Johannes Scirvon, ich bein einer derer, der die Seelen aller Lebewesen egal ob tot oder lebendig schützt. Wir waren als Seelenwächter bekannt, geheimnisvolle Magier, die durch Handauflegen anstelle von moderner Medizin heilten. Früher waren wir damit um die ganze Welt gereist und hatten Menschen geholfen. Doch jetzt saßen wir meistens in unserer Burg hoch über den Wolken und langweilten uns. Ich gehörte auch zu denen, die sich gerade langweilten. Plötzlich sprang die Tür aufflog, eine Seelenschülerin stürmte herein: "Herr Scirvon, der König wünscht euch zu sprechen!" Er sprang so heftig auf, dass sein Schreibtischstuhl nach hinten umkippte und mit einem dumpfen Schlag auf dem Boden landete und eilte aus dem Raum. Der Herr der Seelenwächter Walter Trivek saß draußen vor der Burg über den Wolken, auf dem Rand eines Springbrunnens. Als ich mich ihm näherte hob er den Kopf und sah mich aus müden graublauen Augen an. Sie waren früher vermutlich mal eisblau gewesen, wie die vieler Seelenwächter, die schon mit sechs anfingen. "Gut, dass du so schnell kommen konntest Johannes, wir haben ein ernstes Problem", er reichte mir einen Briefumschlag mit dem Siegel der EU. "Lies dir den Brief durch", sagte er als ich den Briefumschlag verständnislos anglotzte. Ich öffnete den nur noch lose verschlossenen Umschlag und zog den Brief hervor:

Sehr geehrter Herr Trivek,

Wir haben mit ihrer Organisation, den sog. Seelenwächtern ein ernsthaftes Problem. Wir haben aus sicheren Quellen erfahren, dass Sie die Kinderarbeitszeit überschreiten, indem Sie 14- und 15-jährige mit tagelangen Aufgaben losschicken. Zudem nutzen Sie medizinische Techniken, die nach EU-Recht unzulässig sind. Im Prozess wurde beschlossen Ihre Organisation mit sofortiger Wirkung zu verbieten. Wir erwarten die Auflösung ihrer 'Seelenwächter' bis zum Jahresende.

Mit freundlichen Grüßen,

Leitung im Bereich des Jugend- und Kinderarbeitsschutz.

Ich ließ den Brief sinken: "Das können die doch nicht allen Ernstes machen oder?" Der Herr der Seelenwächter schluckte: "Offenbar schon, sie meinen ihre Medizin funktioniert besser als unsere Zauberkräfte. Ich habe eine Einzelmission für dich, versuch es ihnen noch ein letztes Mal zu erklären, wie wichtig es ist Leute wie uns auszubilden und ihnen Praxis zu geben." Ohne zu zögern konzentrierte ich mich und nahm noch vage den grellblauen Blitz war als ich wegsprang (so etwas wie teleportieren).

Der Versuch mit dem Kinder- und Jugendarbeitsschutz zu verhandeln war der größte Misserfolg meiner inzwischen fast dreißigjährigen Karriere als Seelenwächter. Die mein Anliegen zuständige Frau beschäftigte sich eher mit ihrem Computer als mit mir. Nach einer nichtsnutzenden Stunde sagte sie einfach und meiner Meinung nach ziemlich dreist: "Tut mir leid, aber ich kann nichts für Sie tun." Jaja genau getan hatte sie so wie gar nichts, das nennt man Bemühungen.

Der Herr der Seelenwächter hatte seine Untergebenen versammelt neben ihm stand Johannes Scirvon in Habachtstellung. Walter Trivek atmete tief durch: "Wir haben ein Problem mit dem Kinder- und Jugendarbeitsschutz." Er erklärte ihnen was vorgefallen war: "Wir haben nur noch zwei Möglichkeiten, entweder wir lösen die Burg über den Wolken auf, was viele Kinder in Gefahr bringen würde oder..." Er pausierte lange: "Wir müssen den Menschen das Gedächtnis löschen und nur noch im geheimen neue Seelenwächter ausbilden. Obwohl wir ja eigentlich für den Schutz dieser... Menschen unser Leben geben würden." Ein junges Mädchen ich schätzte sie auf 9 oder 10 hob die Hand: "Wie lautet die Entscheidung, wenn es eine gibt?" "Es gibt eine da hast du Recht junge Seelenwächterin", Walter Trivek schluckte: "Es gibt nur eine Option, wir müssen den Menschen das Gedächtnis löschen." Er zog aus seine Tasche eine Spritze, wie man sie bei Ärzten und gab sie mir: "Johannes Scirvon, du hast den Menschen die letzte Chance gegeben, jetzt ist es auch deine Pflicht dem ein Ende zu setzen." Er ging zu der Wand hinter dem Sprecherpult und legte die Hand, ein goldener Blitz blendete alle im Raum für ein paar Sekunden. Eine Tür schob sich aus der Wand, schwang nach innen auf und gab den Blick auf die Wolken, die unsere Burg trugen frei. Ich trat neben unseren Herrscher: "Gib die Spritze in die Wolken", flüsterte dieser. Zögerlich trat ich bis auf die Schwelle und drückte den blutroten Inhalt aus der Spritze in die Wolke, die sofort blutfarben wurde. Jetzt erst wurde mir bewusst, was wir damit den Menschen antaten und ließ die nun leere Spritze auf die Schwelle fallen.

Zwei Tage später:

Es klopfte an meine Tür: "Herr Scirvon?" Ertönte eine vorsichtige Stimme von draußen und ein kleiner Junge öffnete vorsichtig die Tür. "Was gibt es", fuhr ich den Jungen vermutlich zu ruppig an, denn dieser wich zurück. "Der Herr der Seelenwächter hat abgedankt", flüsterte dieser zitternd: "Und Euch zu seinem Nachfolger ernannt."

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